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Ratgeber

Flachbettscanner » Analoge Dokumente digitalisieren

Analoge Fotos und alte Dias scannen, den Auszug eines Buches digitalisieren und per E-Mail verschicken – diese und weitere Dinge sind mit einem Flachbettscanner bequem möglich. In Privathaushalten und in Büros haben die Geräte längst Einzug gehalten.

Was macht Flachbettscanner aus und welche Technologie liegt zugrunde? Gibt es passende Apps? Auf diese und weitere Fragen geht unser Ratgeber ein.



Was ist ein Flachbettscanner?

Wie klassische Foto- oder Dokumentenscanner sind Flachbettscanner in der Lage, analoge Dokumente durch Abtasten in eine digitale Version umzuwandeln. Die digitale Datei kann im Anschluss über Schnittstellen wie USB 2.0 und höher an andere Geräte gesendet oder per Mail beziehungsweise in eine Cloud übertragen werden.

Der entscheidende Unterschied: Flachbettscanner sind bewusst so gebaut, dass sie eine geringe Höhe aufweisen. Sie lassen sich zudem weit genug öffnen, um nicht nur ein Blatt Papier, sondern bequem ein gesamtes Buch auf die Glasscheibe für den Scanprozess zu legen.


Sie fragen sich: Wer hat den Scanner erfunden und wann wurde der Scanner erfunden? Ein kleiner Geschichtsexkurs:

Das erste Scannen feierte 1957 Premiere. Es war der US-Ingenieur Russell Kirsch, der bei einer Auflösung von 157×157 Pixel ein Foto seines Babys in schwarz-weiß scannte. Heute arbeiten die Geräte natürlich mit hoher Auflösung und überzeugender Farbtiefe. Daher können sie für viele Anwendungen zum Einsatz kommen.

Gut zu wissen: Abgrenzung zum Barcode-Scanner

Ein Flachbettscanner wird wie ein klassischer Dokumentenscanner aufgestellt, was für das mobile Scannen von Barcodes unpraktisch ist. Ein Barcode-Scanner dient als Handgerät in der Lagerlogistik oder in Verkaufsstellen und wird direkt vor eine Verpackung gehalten, um den aufgeklebten Barcode zu scannen.



Für welche Dokumentarten lohnt sich der Scanner?

Am häufigsten wollen Anwenderinnen und Anwender einzelne Papierseiten scannen. Dies können lose Blätter oder Seiten aus Zeitschriften sein. Flachbettscanner eignen sich natürlich auch im Besonderen für das Scannen eines Buches.

Praxistipp:

Für saubere Ergebnisse sollten die Blätter möglichst nicht gewellt sein. Beim Auflegen gilt das größte Augenmerk daher dem Glattstreichen der Dokumente

Da Farben kein Problem darstellen, können auch Fotos digitalisiert werden. Hierbei lohnt es sich, vor dem Kauf zu überprüfen, ob Geräte samt Filmhalterungen geliefert werden. Diese sind zwar nicht zwingend notwendig, erlauben aber das schnelle Arbeiten mit unterschiedlichsten Fotoformaten.

Anders als bei einem reinen Dokumentenscanner können Flachbettscanner häufig genutzt werden, um Dias und Negativfilme zu digitalisieren.

Dafür werden sie mit einem Durchlichtaufsatz im Deckel versehen. Viele Hersteller liefern diesen Aufsatz automatisch mit. Der Aufsatz sorgt bei geschlossenem Deckel dafür, dass die Dias und Negative von der Rückseite durchleuchtet werden.

Gut zu wissen: Was kostet ein Flachbettscanner?

Günstige Modelle wie Canon LiDE 300 gibt es wie bei Dokumentenscannern bereits für unter 100 Euro. Etwas teurer wird Canon LiDE 400 mit unter 150 Euro. Die Preise für Business-Geräte können aber auch 5.000 Euro übersteigen. Das Modell Epson Perfection V850 Pro liegt bei 1.000 Euro, Epson Expression 12000XL Pro schon bei 5.500 Euro.



Wie funktioniert ein Flachbettscanner?

Die Kurzantwort: Dokumente, Fotos und Co. werden für das Scannen auf die Glasscheibe gelegt und der Deckel geschlossen. Durch Tastendruck wird der Scanauftrag gestartet.

Die im Hintergrund arbeitende Technik ist natürlich komplexer. Grundsätzlich tasten Scanner die aufgelegten Dokumente Punkt für Punkt ab. Um die unterschiedlichen Bereiche gut auszuleuchten, wird ein helles Licht genutzt. Die Art des Lichtes ist verschieden und teilt die Geräte in zwei Gruppen ein.

 

Funktion der CIS-Scanner

Die CIS-Technologie (Compact Image Sensor) setzt auf LEDs. Sie arbeiten schnell, da sie keine Aufwärmzeit benötigen. Diese hohe Scangeschwindigkeit ist vor allem für den beruflichen Einsatz ideal, um viele Dokumente in kürzester Zeit zu scannen.

Dank LED-Technologie arbeiten die Geräte enorm stromsparend und sind auch vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Das abgegebene Licht genügt, um Dokumente zu beleuchten und erlaubt das Scannen von Text in guter Qualität.

Allerdings stößt das Abtasten mit LED-Leuchtdioden an seine Grenzen, wenn eingelegte Dokumente nicht flach aufliegen können. Sind Knicke und Wellen im Ausgangsmaterial, wird das Scanergebnis weniger scharf.

Bekannte Drucker mit CIS-Technologie stammen beispielsweise von Canon. Die Modell-Serie Canon LiDE ist sehr kompakt gebaut und einfach zu bedienen.
 


Funktion der CDD-Scanner

Die die CCD-Technologie (Charged Coupled Device) bietet eine deutlich bessere Tiefenschärfe. Dafür wird das nötige Licht über konventionelle Leuchtmittel erzeugt. Daher ist der Stromverbrauch der Scanner höher. Zugleich benötigen die Lampen etwas Aufwärmzeit und der Scanvorgang ist entsprechend nicht so schnell.

Die bessere Tiefenschärfe gilt nicht nur für Textdokumente, sondern kommt mit überzeugender Farbtiefe vor allem bei Fotos zum Tragen. Daher empfiehlt sich ein CDD-Scanner, wenn häufig mit Bildern gearbeitet wird. Auch die Arbeit mit welligen Vorlagen, etwa alten Büchern in einer Bibliothek, ist ein klares Argument für CCD-Flachbettscanner.

Ein bekanntes CCD-Modell von Canon ist der CanoScan 9000F samt automatischer Bildkorrektur. Ebenfalls mit praktischen Bildverarbeitungsfunktionen versehen ist das Modell WorkForce DS-5500 von Epson.

 


Gut zu wissen: Welchen Flachbettscanner benötige ich?

Werden Sie vorwiegend saubere Dokumente mit Text scannen, genügt ein CIS-Scanner. Für den vielseitigen Einsatz und bei welligem Papier haben CCD-Scanner die Nase vorn.



Welche Geräte-Merkmale sind wichtig?

Gut zu wissen: Bieten Flachbettscanner Duplex?

Die meisten Geräte sind nicht für den Duplex-Druck ausgelegt. Hier sollte auf Multifunktionsdrucker mit Duplex-Scanner zurückgegriffen werden.

Die meisten Geräte scannen Blätter der kleineren Formate wie A4 und A5 problemlos. Wer weiß, dass auch größere Formate benötigt werden, findet A3-Flachbettscanner. Weitere Größen sind prinzipiell möglich, wenn auch seltener. Theoretisch lässt die Technik aber Formate bis DIN A0 zu. Da die Scanfläche entsprechend groß sein muss, steigen mit dem Format die Preise.

Entscheidend für zufriedenstellende Ergebnisse ist eine gute Bildauflösung. Zur Orientierung gelten 600 x 600 dpi als ausreichend für Textdokumente. Der Wert kann bis 9600 dpi gehen.

Ob Epson, Canon oder andere Hersteller, meist wird mindestens USB 2.0 und ein USB-Anschluss sowie Wi-Fi geboten. Zusätzlich gibt es Funktionen wie Scan-to-Cloud, bei der die Scan-Software die erfassten Daten via Software zum angebundenen Cloud-Service weiterleitet. Dafür gibt es passende Apps wie Canon PRINT App, Canon PRINT Business oder Epson ScanSmart.

Neben der Funktion Scan-to-Cloud gibt es meist auch Scan-to-Email für den direkten Versand an eine Adresse sowie Scan-to-PDF, um das Scanbild vorab in ein PDF-Dokumente umzuwandeln.

Gut zu wissen: Wie und womit den Scanner reinigen?

Das äußere Gehäuse sollte regelmäßig mit einem Microfasertuch von Staub befreit werden. Eine Reinigung der Auflagefläche muss nur selten und trocken erfolgen. Ist sie nötig, ist besondere Vorsicht gefragt, damit das Glas nicht zerkratzt wird. Kratzer würden bei zukünftigen Scans sichtbar sein. Hartnäckiger Flecken bitte nur mit einem nebelfeuchten Tuch und mit wenig Druck entfernen. Glasreiniger darf in diesem Fall auf das Tuch gesprüht werden.

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