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Fußschalter: Sinnvolle Helfer für Ihren Betrieb

Fußschalter werden mithilfe von Fußpedalen betätigt und erleichtern die Bedienung von Maschinen und Geräten erheblich. Sie sind in zahlreichen Varianten erhältlich und werden in vielen Bereichen eingesetzt. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wo die praktischen Taster genutzt werden und wie sie konkret funktionieren.


Wo werden Fußschalter eingesetzt?

Fußschalter werden immer dann verwendet, wenn man bei der Bedienung einer Maschine oder eines Geräts beide Hände für einen Arbeitsvorgang benötigt. Das kann zum Beispiel bei einer Schlagschere der Fall sein, an der Bleche zugeschnitten werden. Um einen geraden Schnitt zu erhalten, muss das Blech exakt ausgerichtet werden. Da bleibt keine Zeit, um noch lange mit einer Hand nach einem Schalter zu suchen. Das Auslösen des Schneidevorgangs erfolgt stattdessen einfach durch die Betätigung eines Fußtasters.

Nicht nur in Handwerk und Industrie werden Fuß-Pedale verwendet, ein weiterer wichtiger Bereich ist die Medizintechnik. In Arztpraxen, Krankenhäusern und Labors gibt es zahlreiche Geräte, die mit einem Fußschalter bedient werden können. Neben dem bereits erwähnten Vorteil, dass beide Hände während eines Arbeitsvorgangs frei bleiben, bietet das Fußpedal im medizinischen Bereich noch einen weiteren Vorteil: Da die Bedienung mit dem Fuß statt mit den Händen erfolgt, gibt es eine Quelle weniger, die potenziell ansteckende Krankheitserreger verbreiten kann. Darüber hinaus werden Fußschalter in Nähmaschinen (Schneidereien) und Tätowiermaschinen (Tattoo-Studios) eingesetzt.


Wirkungsweise eines Fußschalters

Einfache Fußschalter lösen bei Betätigung einen Arbeitsvorgang aus und sind gewöhnlich für alle Geräte, von denen keine Gefahr für das Bedienpersonal ausgeht, ausreichend. Bei Maschinen wie Stanzen, Pressen oder Schlagscheren erfüllt der Fußschalter gleichzeitig die Funktion eines Sicherheitsschalters. Wenn das Pedal bis zum Druckpunkt gedrückt wird, beginnt der Arbeitsvorgang wie gewohnt. Wird bei Erreichen des Druckpunktes das Pedal weiter durchgedrückt, erfolgt ein sofortiger Stopp der Maschine. Es sind auch Modelle erhältlich, bei denen die Not-Abschaltung über ein zweites Pedal realisiert wird.

Abbildung:
1. Zugentlastung
2. Anschlussklemmen
3. Microschalter
4. Rückstellfeder
5. Schalterbetätiger
6. Wippenverschraubung
7. Wippenmechanik


Verschiedene Arten von Fußschaltern

Fußschalter können über ein oder mehrere Pedale verfügen, wobei jeder Schalter mit einer anderen Funktion belegt werden kann. Für Industrie und Handwerk gibt es besonders widerstandsfähige Fußschalter mit erhöhter Schutzart, zum Beispiel IP67. Damit der Footswitch nicht versehentlich betätigt werden kann, sind im Bereich der Produktion Fußschalter mit Schutzhaube die Regel. Als besonderer Schutz gegen herabfallende Gegenstände sind Taster erhältlich, deren Schutzhaube bei Nichtgebrauch komplett über die Pedale geklappt werden kann. Ebenfalls ein Schutz gegen ungewollte Betätigung stellen Fußschalter mit Pedalrastung dar. Bevor das Pedal gedrückt werden kann, muss mit dem Fuß erst ein Sperrhebel entriegelt werden.

Fußschalter, die sehr häufig genutzt werden, können zu einer Ermüdung des Fußes führen. Um das zu vermeiden, gibt es Fußpedale, die über eine ergonomisch günstig positionierte Fußstütze verfügen. Die Anbindung eines Fußschalters kann über unterschiedliche Schnittstellen erfolgen. Verbreitet sind dabei beispielsweise RS 232, RS 485 oder CAN-Bus. Ebenfalls möglich ist eine Verbindung über ein USB-Kabel. Ein USB-Fußschalter bietet unter anderem den Vorteil, dass die Stellung der Pedale auf einem Bildschirm visualisiert werden kann.


Worauf muss ich beim Kauf von Fußschaltern achten?

Wichtig zu wissen ist natürlich, über welche Schnittstelle der Footswitch mit der Maschine kommunizieren soll. Eine Kompatibilität der unterschiedlichen Schnittstellen ist in der Regel nicht gegeben, achten Sie daher vor dem Kauf darauf, das passende Pedal für Ihr Gerät zu kaufen. Ein Fußschalter im industriellen Bereich muss einiges aushalten können. Greifen Sie daher zu robusten Tastern aus Metall, Pedale aus Kunststoff sind eher für Büroumgebungen geeignet. Je nach den vorherrschenden Bedingungen, muss der Footswitch eventuell auch gegen Spritzwasser oder Verschmutzung besonders geschützt sein, damit die mechanische Funktionalität nicht eingeschränkt wird.


Unser Praxistipp: Drahtloser Fußschalter dank Bluetooth

In Umgebungen wie einer Arzt- oder Physiotherapie-Praxis kann jedes Kabel, das auf dem Boden liegt, schon eines zu viel sein. Für Anwendungen in frequentierten Bereichen empfehlen sich Fußschalter, die drahtlos mittels Bluetooth funktionieren. Die Reichweite solcher Ausführungen liegt bei etwa 10 Metern.


FAQ – häufig gestellte Fragen zu Fußschaltern

Welche Schutzarten gibt es?

Die IP-Schutzart besteht immer aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer gibt den Schutz gegenüber Fremdkörper an, die zweite den Schutz gegen Wasser. Null bedeutet in beiden Fällen, dass kein besonderer Schutz besteht. Bei Fremdkörpern bedeuten die Klassen 1 bis 4 einen Schutz gegen feste Fremdkörper >50 mm (Klasse 1) bis >1 mm (Klasse 4). Die Klasse 5 gibt an, dass der Schalter oder das Gerät gegen Staub und Berührung geschützt ist. Klasse 6 bietet Schutz gegen Berührung und Dichtheit gegenüber Staub. Im Bezug auf Wasser besagen die Klassen 1 bis 6, dass ein Schutz gegen Tropfwasser (Klasse 1) und maximal ein Schutz gegen schweres Strahlwasser (Klasse 6) besteht. Die Klasse 7 bietet Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen, während Klasse 8 auch dauerhaftem Untertauchen standhält. Die Kombination IP67 bedeutet demnach, dass das Gerät staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt ist.

Wie lang darf ein USB-Kabel maximal sein?

Die maximale Kabellänge ist vom verwendeten USB-Standard abhängig. Bei USB-2.0 darf ein Kabel eine Länge von 5 Metern nicht überschreiten. Wird dagegen USB-3.0 genutzt, darf das Kabel nicht länger als 3 Meter sein.

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