Wissenswertes zu Heizkörperthermostaten - raumgenaue Temperaturregelung zum Wohlfühlen

Die Heizkörperthermostate sind bei der Heizung für das Regeln der Wärmeabgabe zuständig. Moderne Thermostate sorgen jederzeit für Wohlfühlklima in Ihren Räumen und helfen in Wohnungen, Büros und Häusern beim Sparen von Heizkosten. Zum Aufstehen am Morgen empfängt Sie das Badezimmer mit wohliger Wärme, nach der erfrischenden Dusche regelt sich die Heizung automatisch herunter, sobald Sie das Fenster zum Lüften öffnen. Verlässt das letzte Familienmitglied die Wohnung, geht die Heizung von allein in den Sparmodus mit Frostschutz.

Im Büro ist das Besprechungszimmer für den Meeting-Marathon ab 11 Uhr bereits angenehm temperiert. Nach den Meetings um 16 Uhr sorgen die Anwesenheitserkennung, zeitgesteuerte Temperaturprogramme oder ein einfacher Knopfdruck bis zum nächsten Arbeitstag für ökonomische Erhaltungswärme. Bis Sie nach Feierabend nach Hause kommen, sind die Wohnräume bereits wieder auf die Wunschtemperatur geheizt.

Weshalb sich ein Wechsel der Heizkörperthermostate lohnt

Die aktuelle Generation an Heizkörperthermostaten bietet Ihnen viele Möglichkeiten, die Wärmeabgabe der Heizanlage individuell und bedarfsgerecht zu steuern und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Sobald die voreingestellte Temperatur oder Wärmestufe erreicht ist, reduziert der Thermostat die Wärmezufuhr und damit die Wärmeabgabe in die Räume. Sinkt die Temperatur unter Ihre Solleinstellung, wird die Heizung wieder warm.

Dieses ebenso einfach wie energieeffiziente Prinzip ermöglicht Ihnen das auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmte Beheizen von Wohnungen, Häusern, Arbeitsräumen und Mietobjekten. Mit den passenden Heizkörperthermostaten brauchen Sie, Ihre Familie, Mitarbeiter oder Mieter für einen optimierten Energieverbrauch keine Kompromisse mehr beim Komfort einzugehen. Im Idealfall sparen Sie bis zu 25 Prozent der üblichen Heizkosten. Und selbst unter weniger optimalen Bedingungen wirken sich neue Heizkörperthermostate spürbar positiv auf Ihren Geldbeutel aus. Die Anschaffung energiesparender Heizkörperthermostate amortisiert sich für Eigentümer wie Mieter häufig schon nach der ersten Heizperiode. Nebenbei tragen Sie durch den Austausch defekter oder veralteter Thermostate aktiv zum Klimaschutz bei und verbessern Ihre persönliche Ökobilanz oder die Ihres Unternehmens.

Wie funktioniert ein Heizkörperthermostat?

Heizkörperthermostate, auch Thermostatventile genannt, sind mechanische oder elektronische Temperaturregler. Die Thermostate regeln den Flüssigkeitsdurchlauf an den Heizkörpern und steuern in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur die Wärme, die in den Raum abgegeben wird.

Hierfür besitzen die Regler in ihrem Inneren einen Temperaturfühler, der je nach Ausführung mit Flüssigkeit, Wachs oder Gas gefüllt ist. Je nach Außentemperatur ziehen sich diese Elemente zusammen oder dehnen sich aus. Dadurch wird ein Metallstift am Ventil bewegt, der das Ventil mehr oder weniger öffnet, um die durchfließende Heißwassermenge zu steuern.

Jeder Thermostat hat zur Temperaturregelung einen Thermostatkopf. Dieser ist entweder mit Symbolen beschriftet oder verfügt bei elektronischen Heizkörperthermostaten über ein Display sowie Druckschalter zum genauen Einstellen der Temperatur.

Neben integrierten Temperaturfühlern sind auch solche möglich, die als Thermostateinheit unabhängig vom Heizkörper im Raum angebracht werden. Raumtemperaturfühler sind Fernfühler und mit dem Heizkörperventil oder der Fußbodenheizung per Kabel oder Funk verbunden.

Welche Arten von Heizkörperthermostaten gibt es?

Heizkörperthermostate unterscheiden sich in ihrer Bauweise, dem Funktionsumfang und der Bedienung.

Mechanische Heizkörperthermostate

Mechanische Thermostatventile funktionieren mithilfe eines eingebauten Temperaturfühlers und sind auch heute noch in vielen Häusern in Betrieb. Sie sind der Nachfolger der schwergängigen Handventile ohne Temperaturfühler, die lediglich ein Öffnen und Schließen des Ventils erlauben. Mechanische Heizkörperthermostate stellen Sie manuell durch Drehen am Bedienelement ein. Sie sind günstig in der Anschaffung, beschränken sich allerdings auf die Grundfunktion der Wärmeregulierung, bieten keine Komfortausstattung und keine Energieeffizienzfunktionen.

Elektronische Heizkörperthermostate

Elektronische Thermostate und Funk-Heizkörperthermostate sind zwar etwas teurer als mechanische Regler, aber sie messen die Umgebungstemperatur meistens genauer und lassen sich komfortabler steuern.
Die elektronischen Thermostate haben gegenüber den mechanischen einen entscheidenden Vorteil: Sie können im Voraus programmiert werden. Das bedeutet, dass Sie die Temperaturen in einzelnen Räumen passend zum Wärmebedürfnis der Nutzer einstellen und zeitlich steuern können.
Der Thermostat regelt die Raumtemperatur anschließend selbst. Die Automatik ist nicht nur sehr komfortabel, sondern spart auch viel Energie. Außerdem sind bei vielen Modellen nützliche Zusatzfunktionen vorhanden, beispielsweise das Erkennen offener Fenster, eine Kindersicherung oder eine Kalkschutzfunktion.

Funk-Heizkörperthermostate

Funk-Thermostate sind die für mehr Wärmekomfort optimierte Variante der elektronischen Heizkörperthermostate. Der Komfortgewinn besteht darin, dass Sie Funk-Thermostate nicht nur direkt am Thermostatkopf, sondern auch kabellos einstellen und programmieren können. Die die Temperaturfühler sind bei manchen Geräten frei in den Räumen positionierbar. Damit ist eine genauere Messung der Umgebungstemperatur möglich. Durch die Funkverbindung können Sie mehrere Thermostate über ein einziges Steuergerät regeln, was in Wohnungen und Häusern mit vielen Zimmern vorteilhaft ist.

Smarte Heizkörperthermostate

Smarte Thermostate sind über das Heimnetzwerk und das Internet vernetzt und bieten den größten Komfortgewinn. Sie lassen sich per App auf Ihrem Smartphone von über­all her steuern. Darüber hinaus sind smarte Regler oft kompatibel zu Amazon Echo, Google Assistant sowie Apple Siri. Dann steuern Sie die Heizung einfach auf Zuruf mit Ihrer Stimme.
In der App gruppieren Sie die Regler zimmerweise oder in Heizzonen für eine gemeinsame Steuerung, richten Tagesprogramme, Wochenprogramme oder Monatsprogramme ein und aktivieren bei längerer Abwesenheit den Urlaubsmodus. Sie können zwischen verschiedenen Heizprogrammen umschalten und individuelle Profile erstellen. Durch die Kommunikation mit Ihrem Smartphone wissen smarte Thermostate, wann Sie auf dem Nachhauseweg sind und heizen schon mal vor. Auch lokale Wetterdaten lassen sich in die automatische Temperaturregelung einbeziehen.
Heizkörperthermostate, die per App bedient werden können, lassen sich häufig in bestehende Smart Home-Systeme wie Homematic IP, Bosch Smart Home, Magenta SmartHome, Apple HomeKit oder die AVM Fritz!Box-Reihe integrieren. Durch die Einbindung in Szenen ergeben sich weitreichende Interaktionsmöglichkeiten mit den Sensoren und Aktoren im Gebäude. Über die IoT-Plattform Conrad Connect ist eine systemübergreifende Gebäudeautomatisierung möglich.

So können Sie durch das automatische Absenken der Heizung sparen

Bei der intelligenten Heizungssteuerung heizen Sie die einzelnen Zimmer bedarfsorientiert und nicht per fest eingestellten Heizkörperthermostaten mit konstanter Raumtemperatur. Da stellt sich die Frage, wann und für wen sich das vorübergehende Absenken der Raumtemperatur lohnt? Schließlich verbraucht das spätere Aufheizen wieder Energie.

Wie viel Sie durch die Heizautomatik einsparen können und wie hoch der ökologische Gewinn ist, hängt vor allem von der Beschaffenheit des Gebäudes ab. Das zeitweilige Drosseln der Thermostate bei Abwesenheit und die damit einhergehende Reduzierung der Wärmeabgabe durch die Heizkörper lohnt sich bei älteren, schlecht gedämmten Häusern am meisten. Hier ist der Einspareffekt am größten, denn durch die Mauern, Fenster und Türen geht rund um die Uhr viel wertvolle Wärme verloren. Werden die Räume bei Abwesenheit weniger beheizt, entweicht auch entsprechend weniger Wärme. Je länger die Räume ungenutzt sind, desto größer ist der Einspareffekt.

Auch aus vielen gedämmten Gebäuden entweicht Wärme von drinnen nach draußen, wenngleich in geringerem Maße. Deshalb profitieren Sie mit intelligenten Heizkörperthermostaten auch in isolierten Häusern und Wohnungen vom Einspareffekt und Klimaschutz.

Achten Sie beim Kauf von Heizungsthermostaten auf diese Punkte

Thermostate sind einzeln oder als Starter-Set zu haben. Wenn Sie sich für neue Heizkörperthermostate entscheiden, sind die folgenden Ausstattungsmerkmale relevant:

Komfortbetrieb

Im Komfortbetrieb oder Automatikmodus sorgen die Heizkörperthermostate vollautomatisch für eine gesunde Raumwärme für höchsten Wärmekomfort zum Wohlfühlen. Die Thermostate wissen, wann es zu kalt oder zu warm wird. Die Wärmeabgabe wird Raum für Raum automatisch passend zu den jeweiligen Nutzungsgewohnheiten reguliert. Der Thermostat steuert die gewünschten Komforttemperaturziele selbsttätig an. Bei Bedarf lässt sich die vordefinierte Temperatur individuell an jedem Thermostat erhöhen oder absenken.

Fenster-offen-Erkennung

Beim Lüften des Raumes regelt die Fenster-auf-Erkennung der intelligenten Heizungssteuerung die Temperatur automatisch herunter, um Heizkosten zu sparen. Die Raumtemperatur wird dabei für eine gewisse Zeit und gerade so weit abgesenkt, um ein Auskühlen der Raumluft zu verhindern. Vernetzte Smart Home-Thermostate lassen sich darüber hinaus mit Fensterkontakten verknüpfen. Wenn Sie das Fenster öffnen, wird der Regler automatisch runtergedreht, und wieder hochgeschaltet, wenn Sie das Fenster schließen. Die Erkennung offener Fenster kann die Nebenkosten in Büros, Besprechungsräumen, Hauseingängen und bei Familien mit Kindern deutlich senken.

Display

Ein großes, gut ablesbares und beleuchtetes Display vereinfacht das Einstellen der Sollwärme, das Ablesen der aktuell gemessenen Temperatur und das Programmieren des Thermostats direkt am Gerät. Für sehbehinderte Nutzer sind erfühlbare Markierungen am Thermostatkopf hilfreich.

Eco-Modus und Urlaubsmodus

Die Raumtemperatur in vorübergehend ungenutzten Räume wird nach dem Verlassen per Eco-Modus abgesenkt, um Energie zu sparen. Der Raum kühlt aber nicht komplett aus. Der Urlaubsmodus reduziert die Temperaturabsenkung über einen längeren Zeitraum.

Batteriewarnung

Die Energieversorgung elektronischer Heizkörperthermostate erfolgt über eine Batterie, die Sie nur selten zu wechseln brauchen. Modelle mit Batteriewarnung informieren den Nutzer darüber, wenn der Batterieladezustand einen niedrigen Level erreicht. Das Gerät funktioniert nach der Batteriewarnung noch einige Wochen oder Tage weiter und Sie haben genügend Zeit, Ersatzbatterien bereitzulegen.

Ventilschutz / Kalkschutz

Zum Schutz des Heizkörperventils fährt der Heizkörperthermostat in regelmäßigen Abständen eine automatische Ventilschutzfahrt durch. Dabei wird das Ventil einmal oder zweimal hintereinander komplett auf und zu gedreht. Die routinemäßige Ventilfahrt beugt Kalkablagerungen vor und verhindert ein Festsetzen.

Frostschutz

Im Frostschutzbetrieb öffnet der Heizkörperthermostat das Heizungsventil zur Vermeidung von Schäden am Gebäude, sobald die Raumtemperatur unter einen kritischen Wert fällt.

Kindersicherung

Die Kindersicherung verhindert ein unbeabsichtigtes Verstellen des Temperaturreglers.

Ventildurchmesser und Ventiladapter bei Heizthermostaten

Achten Sie bei der Auswahl neuer Thermostate auf den passenden Ventildurchmesser. Viele Modelle haben Adapter im Lieferumfang, die eine Montage vereinfachen. Mit den beiliegenden Adaptern ist das Anbringen auf gängigen Heizkörperventilen wie den Typen Danfoss RA, Danfoss RAV und Danfoss RAVL kein Problem. In der Produktbeschreibung erfahren Sie, welche Ventiladapter beiliegen oder als Zubehör erhältlich sind.

So einfach funktioniert der Wechsel der Heizkörperthermostate

Heizungsthermostate ersetzen die bisherigen Thermostate an den Heizkörpern. Die Montage erfordert so gut wie kein handwerkliches Geschick. Der Thermostatwechsel geht ohne Eingriff in das Heizungssystem vonstatten und kann sogar während der Heizperiode erfolgen. Das im Heizkörper eingebaute Ventil bleibt erhalten. Dadurch brauchen Sie die Heizung weder abzuschalten noch einen Wasserschaden durch Ablassen des Heizungswassers zu befürchten. Mieter sollten den Thermostatwechsel im Vorfeld mit dem Vermieter klären.
Bei gut zugänglichen Heizkörpern dauert der Tausch keine zwei Minuten. Als Werkzeug genügt normalerweise eine Rohrzange oder Wasserpumpenzange, mit der Sie den Schraubring am alten Thermostat lösen. Die Fixierung erfolgt meist mit einer Überwurfmutter, seltener per Klemmverschraubungen oder Schnappbefestigung. Nach dem Lösen drückt der bisherige Thermostatkopf nicht mehr auf die Ventilspindel und lässt sich leicht demontieren.
Stecken Sie den neuen Thermostat auf und ziehen Sie dessen Schraubring handfest an – fertig!

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