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Kabelrohre und Installationsrohre

In der Elektroinstallation werden Kabelkanäle, Schutzschläuche und Kabelschutzrohre dazu genutzt, Kabel zuverlässig vor Beschädigungen zu schützen. Neben dem Kabelschutz ermöglichen Kabelkanäle und Installationsrohre die leichte und kostengünstige Verlegung neuer Kabel in eine bereits bestehende Installation. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, worauf es bei der Installation von Kabelrohren zu achten gilt.



Einsatzgebiete von Kabelkanälen, Kabelrohren und Kabelschutzschläuchen

Egal ob Leerrohr, Kabelschutzschlauch oder Kabelkanal – sie alle dienen dem Schutz der in ihnen verlegten Kabel. In einem Kabelkanal mit Deckel werden gewöhnlich mehrere Kabel gebündelt. Die Installation erfolgt entweder Aufputz, unterhalb der Decke oder innerhalb des Mauerwerks.
Erhältlich sind sie als einfacher PVC-Kanal sowie als besonders robuste Variante aus Metall in vielen verschiedenen Breiten. Rohre für den Kabelschutz gibt es ebenfalls aus Kunststoff oder Metall.
Auch sie können Aufputz oder Unterputz verbaut werden. Bei der Aufputzmontage erfolgt die Befestigung in der Regel mittels normaler Schellen oder Klemmschellen.
Kabelschutzschläuche sind im Vergleich zu einem Rohr oder einem Kabelkanal deutlich flexibler, bieten dafür allerdings auch weniger Schutz. Eine Sonderstellung nimmt dabei der Gewebeschlauch oder Geflechtschlauch ein.
Ein Geflechtschlauch ist nicht für die Auf- oder Unterputzmontage vorgesehen, sondern bietet Schutz vor Abrieb bei offen verlegten Kabeln, zum Beispiel in Maschinen oder Servern.
Ein Hybrid aus Rohr und Schlauch stell das sogenannte Flexrohr dar. Es vereint die Vorteile von Schutzrohr und Schlauch. Während bei der Verlegung von starren Rohren Verschraubungen und Fittings eingesetzt werden müssen, um ein geschlossenes Kabelschutzsystem realisieren zu können, ist dies bei einem Flexrohr nicht erforderlich. Der Kabelschutz ist damit die optimale Lösung für eine Montage in der Wand.

Schläuche, Rohre und Kabelkanäle bieten Schutz vor mechanischen Beanspruchungen durch Druck und Abrieb sowie vor extremen Temperaturen. Im Außenbereich sorgen Rohre aus Metall zudem für einen effektiven Marderschutz. Der große Vorteil besteht bei Kanälen und Kabelrohren darin, dass weitere Kabel nachträglich ohne größere Installationsarbeiten eingezogen werden können. Dieses hohe Maß an Flexibilität ist nicht nur in Büroumgebungen nützlich, auch in Privathaushalten kann auf diese Weise die bestehende Elektroinstallation mit überschaubaren Kosten unkompliziert um Steckdosen erweitert werden.



Was bedeutet der Klassifizierungscode nach DIN EN 61386-1?

Bei Kabelrohren ist ein fünfstelliger Klassifizierungscode gebräuchlich, der Auskunft über die speziellen Eigenschaften der Rohre gibt.
Die erste Stelle steht für die Druckfestigkeit. Hier wird in fünf Stufen unterschieden: 1 steht für eine sehr geringe Druckfestigkeit bis 125 N, 2 für eine leichte Festigkeit bis 320 N, 3 gibt eine mittlere Druckfestigkeit des Kabelschutzes bis 750 N an, während 4 und 5 für eine schwere beziehungsweise sehr schwere Festigkeit mit bis zu 1250 N und 4000 N stehen.
Die zweite Stelle gibt an, welche Schlagfestigkeit ein Isolierrohr aufweist. Hier bedeutet die Ziffer 1 eine Schlagfestigkeit von 0,5 kg/100 mm. 2 liegt bei einer Festigkeit von 1,0 kg/100 mm, 3 bei 2,0 kg/100 mm und 4 bei 2,0 kg/300 mm. Die höchsten Anforderungen an die Schlagfestigkeit erfüllt die Klasse 4 mit 6,8 kg/300 mm.

Die dritte und vierte Stelle des Codes gibt die minimale und maximale Gebrauchstemperatur bei einem Leerrohr an. Stufe 1 steht für minimal 5 °C und maximal 60 °C. Bei Stufe 2 beträgt die minimale bzw. maximale Gebrauchstemperatur -5 °C bzw. 90 °C, während es bei der dritten Stufe -15 °C bzw. 105 °C sind. Stufe 4 liegt bei -25 °C und 120 °C. Ein Kabelschutz der Stufe 5 kann ab einer Temperatur von -45 °C eingesetzt werden, das obere Limit beträgt 150 °C. Darüber hinaus gibt es bei der maximalen Gebrauchstemperatur noch die Stufen 6 und 7, die für einen möglichen Einsatzbereich bis 250 °C bzw. 400 °C stehen. Die fünfte und letzte Stelle des Klassifizierungscodes deutet auf das Biegeverhalten des Isolierrohres hin. Stufe 1 weist auf ein starres Isolierrohr hin, während das Material bei Stufe 2 bereits biegsam ist. Ein Kabelschutz der Stufe 3 ist biegsam und bildet sich selbstständig wieder in seine Ausgangsposition zurück. Ein Kabelschutz der Stufe 4 ist flexibel.



Worauf muss ich beim Kauf eines Kabelkanals, Kabelrohrs oder Kabelschlauchs achten?

Vor dem Kauf eines Kabelkanals, Kabelschutzschlauchs oder Kabelrohrs sollten Sie klären, wie viele Kabel im Inneren verlegt werden sollen.
Dementsprechend muss der Durchmesser von Leerrohr oder Kabelkanal gewählt werden.
Falls Sie für die Zukunft nicht ausschließen möchten, dass im Kabelkanal bzw. Kabelschacht noch weitere Leitungen verlegt werden sollen, muss die Breite größer dimensioniert werden. Soll der Installationskanal oder das Rohr im Außenbereich genutzt werden, ist es speziell bei einer Verlegung im Boden erforderlich, dass das Material ausreichend resistent gegen Nagetiere ist.
Zu bevorzugen sind hier Rohre aus Aluminium oder einem anderen Metall gegenüber Kabelkanälen aus Kunststoff, etwa PVC oder Polypropylen. Achten Sie bei der Installation des Rohrwerks auf den Klassifizierungscode und verwenden Sie nur Rohre, die für die vorgesehene Verwendung zugelassen sind.



Unser Praxistipp: Keine stromführende Leitung mit Netzwerkkabel in einem Rohr

Die Verlegung von stromführenden Leitungen und Netzwerkkabeln sollte in einem Mindestabstand von wenigstens 50 mm zueinander erfolgen. Wird der Abstand nicht eingehalten, kann es zu Beeinträchtigungen des Netzwerkverkehrs kommen. Es gibt zwar Kabelleisten bzw. Rohre mit Zwischensteg, die für eine räumliche Trennung der beiden Kabel sorgen, besser sind aber zwei getrennte Rohre.



FAQ – häufig gestellte Fragen zu Kabelkanälen, Kabelrohren und Kabelschutzschläuchen

Wann sollte ich einen Schutzschlauch für meine Kabel verwenden? 

Der Einsatz eines Kabelschutzschlauches ist bei elektrischen Leitungen, die sich im Bereich von Maschinen befinden sowie bei Durchführungen durch die Wand ratsam. Die Anwendung eines entsprechenden Schlauches kann auch erfolgen, wenn die Leitung vor Feuchtigkeit oder Säuren geschützt werden muss. Ein Schutzschlauch bzw. Isolierschlauch mindert zudem mechanische Belastungen, die durch Druck, Reibung oder Knicke verursacht werden.

Was ist ein Brüstungskanal? 

Dabei handelt es sich um einen speziellen Kabelkanal, mit dem ein kompletter Kabelbaum Aufputz durch einen Raum verlegt werden kann. Einsatz finden diese Lösungen häufig in Büros, wo an den Blenden eines solchen Kabelkanals auch direkt Steckdosen oder Netzwerkanschlüsse angebracht werden können.

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