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Kettensägen - Damit sind Sie für die Gartenarbeit ausgerüstet

Nicht nur in der Forstwirtschaft und Gärtnerei sind Motorsägen wichtig für Arbeiten mit Holz. Immer mehr Haushalte möchten auf dem eigenen Grundstück oder im privaten Garten die Bäume und Sträucher selbst beschneiden. Die Arbeit mit einer einfachen Säge ist jedoch kraft- und zeitaufwendig. Geeigneter sind dafür Kettensägen.

Da diese Geräte jedoch mit einem hohen Verletzungsrisiko einhergehen, muss vor dem Kauf Klarheit darüber herrschen, welche Antriebsarten es gibt und wie diese bedient werden. Fragen zur Schutzkleidung und zur Reinigung der Sägen sind ebenfalls wichtig. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen praktischen Überblick.



Was definiert eine Kettensäge?

Anders als Sägen, die von Armkraft allein geführt werden, besitzen Kettensägen eine metallische Kette, die von einem Motor angetrieben wird. Die scharfen Zähne der Kette müssen daher nicht von Hand durch das Holz bewegt werden.

Die Begriffe Ketten- und Motorsäge als Synonyme

Da Kette und Motor die beiden zentralen Merkmale dieses Werkzeuges sind, werden synonym die Begriffe Kettensäge und Motorsäge benutzt.

Wie stark die Motoren arbeiten, wird in PS angegeben. Zur Orientierung: Mit bis zu drei PS bewegen sich Kettensägen im gehobenen privaten Anwendungsbereich, sind jedoch noch keine Profiwerkzeuge. Modelle jenseits der 3,5 PS richten sich vor allem an Unternehmen in Landwirtschaft und Gartenbau. Geräte ab 4,5 PS eignen sich eher für die Forstwirtschaft und nicht für den heimischen Garten.

Die weiteren Kriterien, die Sie vor dem Kauf abwägen sollten:

Kettengeschwindigkeit

Sie gibt an, wie viele Meter pro Sekunde sich die Sägekette durch das Holz arbeiten kann. Gemeinsam mit der Motorleistung bestimmt die Kettengeschwindigkeit die Gesamtleistung. Bis zu fünf Meter pro Sekunde sind für Arbeiten auf einem Privatgrundstück ausreichend. Profi-Motorsägen arbeiten aber auch mit 15 oder 20 Metern in der Sekunde.

Gewicht

Das Gewicht ist entscheidend dafür, wie gut die Säge im Handling ist. Ein ergonomischer Griff ist zwar wichtig, reicht aber allein nicht, um schwere Kettensägen sicher zu führen. Drei bis fünf Kilo genügen bei Modellen für den Heimbedarf. Ist eine höhere Leistung gefragt, steigt auch das Gewicht. Hersteller geben im Regelfall das Eigengewicht der Modelle an. Bedenken Sie, dass zusätzlich das Gewicht für Benzin oder Akku hinzukommt.

Schwertlänge

Diese auch als Schienenlänge bezeichnete Angabe gibt an, bis zu welchem Durchmesser ein Ast mit der Säge problemlos zerteilt werden kann. 35 Millimeter gelten beim Schwert als Standard.

Öltank

Egal ob kabellos, mit Akku oder über Benzin betrieben: Jede Motorsäge verfügt über einen Öltank. Je größer dieser ist, desto seltener ist das Nachfüllen erforderlich.



Welche Antriebsarten der Motorsägen gibt es?

Um die Motorsägen in verschiedene Untergruppen aufzuteilen, wird vor allem die Frage gestellt, wie die Sägekette angetrieben wird. Dies kann entweder über Benzin oder Haushaltsstrom erfolgen. Die Stromzufuhr kann außerdem entweder kabelgebunden oder via Akku stattfinden. Entsprechend entstehen drei Untergruppen.


Unser Praxis-Tipp: Kettenbremse als wichtiger Bestandteil

Jede Motorsäge sollte unabhängig von der Antriebsart über eine Kettenbremse verfügen. Als Sicherheitsmechanismus sorgt sie dafür, dass die Kette im ausgeschalteten Zustand nicht nachlaufen kann.


Eine Benzin-Kettensäge mit einer Schwertlänge von 350 Millimetern und 4,5 Kilogramm Eigengewicht

Benzin-Motorsägen

Benzinbetriebene Motorsägen besitzen neben dem Öltank einen Tank für Benzin und sind für Arbeiten wie das Fällen eines Baumes gedacht. Ihr Motor ist entsprechend leistungsstark. Dafür arbeiten sie vergleichsweise laut und produzieren Abgase. Im Regelfall ist ein Zweitakt-Benzinmotor verbaut, der durch einen Seilzugstarter angelassen wird.

Neben der regelmäßigen Kontrolle des Öltanks ist es nötig, den Stand im Kraftstofftank zu überprüfen und regelmäßig Benzin nachzufüllen.

Das Gewicht einer Benzin-Kettensäge ist vergleichsweise hoch. Das gestaltet die Anwendung anspruchsvoll und auch das Verletzungsrisiko höher. Wer nicht im gewerblichen Bereich mit einer Benzin-Kettensäge arbeitet, sollte in jedem Fall gut vertraut mit den Geräten sein.


Elektro-Motorsägen

Um den Motor in Gang zu setzen, wird ein Stromkabel mit der nächsten Steckdose verbunden. Die Arbeit beim Sägen ist entsprechend abgasfrei und deutlich geräuschärmer.

Die Geräte kommen ohne Benzin aus, sind dafür jedoch mit weniger Leistung ausgestattet. Im Normalfall genügt die Elektro-Kettensäge für den Privatgebrauch völlig.

Kabelgebundene Elektro-Kettensäge mit 350 Millimetern Schwertlänge und nur 3,7 Kilogramm Gewicht


Handliche Akku-Kettensäge, die selbst mit Akku nur drei Kilogramm Gewicht hat

Akku-Kettensägen

Auch akkubetriebene Motorsägen arbeiten als Elektro-Kettensägen mit Haushaltsstrom, verzichten jedoch auf den Kabelanschluss. Stattdessen bieten sie Raum und Anschluss für einen Akku. Der große Vorteil ist die Flexibilität: Sie können auch in weiter vom Haus entfernten Bereichen eingesetzt werden – dort, wo kabelgebundene Elektro-Kettensägen nur mittels Verlängerungskabel genutzt werden können.

Die Akku-Kettensäge hat im Schnitt ebenfalls eine deutlich geringere Leistung als die Benzin-Kettensäge und ist auf den privaten Anwendungsbereich ausgelegt. Die Akkukapazität wird in Amperestunden (Ah) und die Akkuleistung in Volt (V) angegeben.



Was muss bezüglich der Sicherheit beachtet werden?

Da eine Motorsäge lebensgefährliche Verletzungen verursachen kann, ist ein bewusster Umgang mit dem Gerät wichtig. Das bedeutet selbstverständlich, dass Kinder niemals Zugang zu den Sägen haben sollten.

Beim Einsatz der Kettensäge muss zudem angemessene Sicherheitskleidung getragen werden. Robuste Handschuhe sowie ein Augenschutz sind immer zu verwenden. Im Idealfall werden auch schnittfeste Kleidung sowie robuste Schuhe getragen.

Vor allem bei einer Benzin-Kettensäge ist ein Gehörschutz wichtig. Im Betrieb können Lautstärken von über 100 Dezibel erreicht werden.

Arbeit mit Helm samt Augenschutz sowie Handschuhen

Achtung: 

Wird die Kettensäge gewerblich genutzt, ist es gesetzlich vorgeschrieben, einen Gehör-, Gesichts- und Augenschutz zu gewährleisten sowie eine Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe und einen Schutzhelm zu tragen.



Wie wird eine Kettensäge gepflegt?

Werkzeuge und Maschinen bedürfen immer einer gewissen Pflege. Das ist bei Motorsägen nicht anders. Wichtig ist es, bei allen Unterformen regelmäßig das Schwert und die Sägekette abzumontieren und gewissenhaft von Holzfasern zu befreien. Im Anschluss sollte ein Schutzöl aufgetragen werden.

Unser Praxis-Tipp: Ölen der Kette nicht vergessen!

Die Kette muss immer mit Öl versehen sein. Ohne Öl ist ein zeitnaher Verschleiß wahrscheinlich.

Soll die Motorsäge eine längere Zeit nicht benutzt werden, wird bei einer benzinbetriebenen Kettensäge stets der Kraftstofftank geleert. Im Idealfall wird das Benzin bei der letzten Nutzung verbraucht, ansonsten ist unbedingt auf eine umweltgerechte Entsorgung zu achten.

Bei einem Modell mit Akku sollte dieser bei längerer Lagerung entnommen und gelagert werden. Vor der nächsten Nutzung muss der Lithium-Ionen-Akku mit dem dazugehörigen Ladegerät geladen werden.

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