Ratgeber
Lichterketten ermöglichen es, gezielt Atmosphäre zu schaffen, Akzente zu setzen und Räume oder Außenbereiche individuell zu gestalten.
Zur Dekoration von Schaufenstern und Auslagen kommen sie genauso zum Einsatz wie zur stimmungsvollen Beleuchtung von Gastronomie- und Eventlocations.
Die Auswahl an Lichterketten ist groß, wodurch sie sich in unterschiedliche Lichtkonzepte integrieren lassen.
Die Bandbreite erstreckt sich von klassischen warmweißen Lichterketten für den Innenbereich über wetterfeste Outdoor-Varianten bis hin zu individuell konfigurierbaren Systemen, die in sämtlichen Farben des RGB-Spektrums leuchten können.
Bei der Auswahl kommt es aber nicht nur auf Design und Lichtwirkung, sondern auch auf Faktoren wie Langlebigkeit, Energieverbrauch und Wartungsfreundlichkeit an.
In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr über die Arten und Anwendungsgebiete von Lichterketten und erhalten nützliche Tipps zum Kauf.
Wenn von Lichterketten die Rede ist, handelt es sich um eine Form der Beleuchtung, bei der mehrere Leuchtelemente miteinander verbunden sind.
Heutzutage sind das in den meisten Fällen LEDs, da sich diese Technologie aufgrund ihrer Energieffizienz und Langlebligkeit durchgesetzt hat.
Aus diesem Grund werden Sie vor allem LED-Lichterketten begegnen, egal ob für innen oder außen.
In den meisten Fällen werden Lichterketten genutzt, um mit weißem oder farbigem Licht stimmungsvolle Akzente zu setzen.
Zur großflächigen Ausleuchtung von Innen- oder Außenbereichen sind sie nicht vorgesehen.
Viele Hersteller bieten Lichterketten mit integriertem Timer an, so dass sich das Licht zu festgelegten Zeiten selbständig ein- oder ausschaltet.
Manche Modelle sind alternativ mit Dämmerungssensoren ausgestattet, die auf Helligkeit reagieren.
Sie aktivieren die Lichterkette bei Einbruch der Dunkelheit und schalten sie aus, sobald sie wieder Tageslicht registrieren.
Lichterketten bestehen aus einem flexiblen Kabelstrang, an dem in regelmäßigen Abständen kleine Lampen befestigt sind. Fließt elektrischer Strom durch die Leitung, wird jedes Leuchtmittel mit Energie versorgt.
Auf welche Weise das geschieht, hängt davon ab, ob die Lampen seriell oder parallel geschaltet sind. Bei einer seriellen Schaltung werden die Leuchtmittel nacheinander mit Strom versorgt. Fällt eine Lampe aus, hat das zur Folge, dass die gesamte Kette nicht mehr leuchtet.
Bei einer Parallelschaltung hat jede Lampe ihren eigenen Strompfad. Geht eine kaputt, funktionieren die übrigen weiter.
Heutzutage werden ausschließlich Lichterketten mit LEDs hergestellt. Diese benötigen ein Vorschaltgerät bestehend aus Transformator und Gleichrichter, das die eingehende Wechselspannung aus dem Haushaltsnetz in eine geringere Gleichspannung umwandelt.
Die Ausstattung moderner LED-Lichterketten variiert mitunter stark. Sofern vorhanden sind Timer, Dimmer und Sensoren bereits bauseits integriert. Manche Licherketten lassen sich direkt per Schaltelement bedienen, andere per Fernbedienung oder App-Steuerung. Wetterfeste Outdoor-Lichterketten sind vor eindringender Feuchtigkeit geschützt, so dass sie auch im Außenbereich zuverlässig leuchten.
Lichterketten können auf unterschiedliche Weise mit Strom versorgt werden. Netzbetriebene Modelle sind meistens etwas leistungsstärker und haben daher einen höheren Stromverbrauch.
Sie werden permanent über die Steckdose mit Strom versorgt, benötigen aber eben auch einen Stromanschluss in der Nähe. Lichterketten mit Batterien oder Akkus bieten hier mehr Flexibilität, da sie unabhängig von einer Steckdose betrieben werden können. Allerdings müssen die Batterien regelmäßig ausgetauscht bzw. die Akkus regelmäßig aufgeladen werden.
Darüber hinaus gibt es Lichterketten, die mit Solar arbeiten und sich tagsüber mithilfe von Sonnenlicht quasi selbst aufladen. Die Energie wird in einem integrierten Akku gespeichert und abends und nachts für die Lichterzeugung verwendet.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Solarmodul ausreichend Sonne abbekommt. Der Standort muss daher gut gewählt sein.
Leuchtmittel: Glühbirne oder LED
Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die zugrundeliegende Lichttechnik.
Während Halogen nahezu keine Rolle mehr spielt, gibt es vereinzelt noch Lichterketten mit Glühbirnen.
Glühlampen haben jedoch zwei große Nachteile: Zum einen verbrauchen sie vergleichsweise viel Energie, zum anderen werden sie während des Betriebs heiß.
Hersteller setzen daher schon seit Längerem auf LED-Technologie. Lichterketten mit LEDs arbeiten stromsparender und erwärmen sich kaum während des Betriebs. Sie zeichnen sich außerdem durch eine lange Lebensdauer aus.
Dank des Fortschritts in der LED-Technik stehen mittlerweile auch alle möglichen Lichtfarben und Lichtmodi zur Verfügung. So besteht die Option, die Helligkeit zu ändern, Farbwechsel zu programmieren und vieles mehr.
Moderne LED-Lichterketten können sogar ins Smart Home eingebunden werden und lassen dann auch über den Browser oder per App auf dem Smartphone steuern.
Im privaten Bereich dienen Lichterketten als dekorative Beleuchtung im Garten, auf Balkonen, Terrassen oder in Innenräumen.
Sie kommen bei Feiern wie Geburtstagen, Hochzeiten oder Gartenpartys sowie zu festlichen Anlässen wie Weihnachten zum Einsatz, etwa um Hausfassaden, Bäume oder Geländer zu schmücken.
Lichterketten sind zudem ein vielseitiges Gestaltungselement für die Gastronomie, Hotellerie und Eventbranche. Restaurants und Cafés nutzen sie zur stimmungsvollen Beleuchtung von Außenbereichen und Innenräumen, um eine einladende Atmosphäre zu schaffen. Hotels setzen sie in Gärten, Eingangsbereichen oder Spa-Zonen ein, um Gästen ein besonderes Ambiente zu bieten.
Auf Messen, Konzerten oder Firmenevents dienen Lichterketten der Dekoration, aber auch als Orientierungshilfe und Wegweiser. Im Handel werden sie genutzt, um Produkte in Schaufenstern und oder auf Verkaufsflächen in Szene zu setzen und saisonale Themenwelten zu gestalten.
Auch auf Weihnachtsmärkten, Stadtfesten oder in temporären Pop-up-Stores gehören Lichterketten zum festen Bestandteil des Beleuchtungskonzepts.
Vor der Montage empfiehlt es sich, die Lichterkette vollständig auszubreiten und eventuell vorhandene Kabelverdrehungen zu lösen und die Funktion zu prüfen. Anschließend wird der geplante Verlauf abgesteckt, um die erforderlichen Befestigungspunkte zu markieren.
Zur Fixierung der Kette bieten sich Haken, Clips oder Kabelbinder an. Sie sorgen für einen sicheren Halt, ohne das Kabel zu beschädigen.
Die Lichterkette sollte nicht zu straff hängen, um Zug auf das Kabel zu vermeiden, und nicht auf dem Boden liegen, da sonst Stolpergefahr besteht.
Bei Solarlichterketten muss das Modul so ausgerichtet sein, dass es möglichst viel Sonne ausgesetzt ist.
Nach der Befestigung wird die Stromquelle angeschlossen und die Lichterkette ist einsatzbereit.
LED-Lichterketten gibt es für innen und außen in verschiedenen Lichtfarben. Für dezente Lichtakzente eignen sich LEDs mit Weißlicht. Dabei kann es sich um Warmweiß, Neutralweiß oder Kaltweiß handeln. Warmweiß erzeugt eine gemütliche Atmosphäre, während Kaltweiß beispielsweise zu Orientierungszwecken im Garten oder Außenbereich verwendet werden kann.
Neben Lichterketten mit Weißlicht gibt es auch Modelle, die in anderen Farben wie Rot, Blau oder Grün leuchten. Hochwertigere Varianten können sämtliche Farben des RGB-Spektrums abbilden.
Lichterketten, die RGB-W-LEDs verwenden, sind zusätzlich in der Lage, weißes Licht zu erzeugen. Gerade bunte Lichterketten mit einstellbarem Farbwechsel eignen sich gut für dynamische Beleuchtungssituationen, beispielsweise für Partys oder Veranstaltungen.
Auch die Kabellänge ist bei der Auswahl zu berücksichtigen. Neben der beleuchteten Länge spielt auch die Länge der Zuleitung eine Rolle, gerade wenn es sich um netzbetriebene Lichterketten handelt.
Sie gibt an, wieviel Abstand zwischen dem Netzstecker und der ersten LED vorhanden ist. Für Indoor-Anwendungen reichen 50 Zentimeter und weniger, da eine Steckdose meist in unmittelbarer Nähe ist.
Im Außenbereich ist der Weg zur nächsten Steckdose oft länger, so dass gegebenenfalls mehrere Meter eingeplant werden müssen.
Unser Praxistipp: IP-Schutzart beachten
Beim Outdoor-Einsatz sind IP-zertifizierte Lichterketten Pflicht. Mindestvoraussetzung für den geschützten Außenbereich ist IP44. Lichterketten dieser Art sind vor Fremdkörpern ab einem Millimeter Durchmesser und Spritzwasser geschützt. Für ungeschützte Außenbereiche empfiehlt sich IP65 (staubdicht und geschützt vor Strahlwasser) oder höher. Sie halten auch bei ganzjähriger Nutzung zuverlässig durch.
Wie kann man mit Lichterketten kreativ dekorieren?
Es gibt viele Möglichkeiten, Lichterketten kreativ einzusetzen und eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Eine Idee ist beispielsweise, sie entlang von Regalen, Bilderrahmen oder Spiegeln zu führen, wum diese effektvoll in Szene zu setzen. Platziert in Glasvasen, Glasflaschen, Einmachgläsern oder großen Windlichten, verwandeln sich Lichterketten in stimmungsvolle Tisch- oder Bodenleuchten. Hier sollte man auf batteriebetriebene Varianten zurückgreifen. Für Wanddekorationen lassen sich Lichterketten in Herz- oder Sternenform oder als Schriftzug befestigen. In Kombination mit Stoffen, wie transparenten Vorhängen oder einem Baldachin über dem Bett, entstehen weiche Lichtinseln. Im Außenbereich können sie zwischen Bäume gespannt, um Geländer gewickelt oder in Büsche integriert werden. Bei Festen und Events lassen sie sich als Lichtervorhang, über Buffets oder entlang von Wegen einsetzen, um die Bereiche optisch zu strukturieren und eine warme Lichtstimmung zu erzeugen.
Wie wählt man die passende Lichterkette für den eigenen Raum aus?
Hierbei spielt vor allem der Einsatzzweck eine zentrale Rolle. Wünschen Sie sich eine dezente Beleuchtung, sind Lichterketten mit Micro-LEDs eine gute Wahl. Auch dimmbare Modelle sind für Innenräume gut geeignet, da sie in der Helligkeit bedarfsweise angepasst werden können. Bunte Lichterketten mit Farbwechsel empfehlen sich, wenn mehr Flexibilität und Dynamik gefragt ist.