Ratgeber

Lichtschläuche » Beleuchtung für innen und außen

Ob als direkte oder indirekte Beleuchtung im Zimmer, ob als Partylicht im Garten oder Dekoration auf dem Balkon: Ein Lichterschlauch eignet sich für viele Bereiche und kann innen und außen zum Einsatz kommen. Informieren Sie sich, welche Unterformen es gibt und wann welcher Lichtschlauch geeignet ist. Im Ratgeber informieren wir Sie zudem über nützliches Zubehör. Danach können Sie entspannt und mit dem passenden Solar-Lichtschlauch in der Hand Ihrer Kreativität bei der Raum- und Gartenbeleuchtung freien Lauf lassen.



Was versteht man unter einem Lichtschlauch?

Ein Lichterschlauch erinnert im ausgeschalteten und platzsparend zusammengerollten Zustand an einen typischen Gartenschlauch. So kam auch sein Name zustande. Wird der Lichtschlauch abgerollt, kann er entlang einer Decke, am Boden oder auch direkt an Möbelstücken befestigt werden.

Häufig wird der Schlauch mit einer Lichterkette gleichgesetzt. Beide ähneln sich zwar, es handelt sich jedoch nicht um dasselbe Dekorelement. Eine Lichterkette besteht im Regelfall aus einem dünnen Draht. In gewissen Abständen sind Leuchtmittel wie LEDs daran befestigt. Bei einem Lichterschlauch sind die Leuchtmittel immer von einer schützenden Schicht umgeben. Eine Lichterkette ist daher nur bedingt für außen geeignet, der Schlauch schon.

Der Lichtschlauch wird ebenfalls vom LED-Streifen (LED-Strip) abgegrenzt. LED-Streifen sind deutlich kürzer als Lichterketten und Schläuche. Die LED-Strips besitzen oft eine Seite samt Klebstoff und werden direkt an Wänden, Decken, Böden und Möbeln aufgeklebt.

Die Ummantelung schützt aber nicht nur die Leuchtmittel im Inneren. Durch das Material wird das abgegebene Licht bereits gebrochen. Daher werden Betrachter kaum geblendet, selbst wenn sie direkt auf den Lichtschlauch schauen.

Im Innern des Schlauchs befindet sich die eigentliche Quelle für das gewünschte Licht. Neben Kalt- und Warmweiß zur Beleuchtung haben sich auch Farben wie Blau oder Rot für dekorative Effekte durchgesetzt.

Gut zu wissen: Leuchten mit der Schutzart IP44 für draußen

Damit eine Beleuchtung auch für außen geeignet ist, sollte sie mindestens die Schutzart IP44 besitzen. Damit ist sie auch im Garten gegen Objekte mit einem Millimeter Durchmesser und Spritzwasser geschützt. Achtung: Wasserdicht ist die Lichtquelle nicht. Das wäre sie erst ab IP65.



Welche Lichtschlauch-Typen werden unterschieden?

Die Leuchtkörper machen den Unterschied und werden als Kriterien für Typenuntergruppen genutzt. Es haben sich drei Leuchtmittel als Standard etabliert. Jedes hat seine eigenen Vorzüge. Auf Platz 1 ist jedoch klar der LED-Lichtschlauch. Es folgen Halogen- und EL-Lichtschläuche.


LED-Lichtschlauch

Sehr häufig kommen LED-Leuchtkörper zum Einsatz. Als LED-Schläuche bringen sie die Vorteile der geschützten und relativ blendfreien Beleuchtung mit und erweitern sie um einen weiteren Aspekt: weniger Stromverbrauch.

Da LEDs mit wenig Energie arbeiten können, müssen LED-Lichtschläuche zudem nicht zwangsläufig über Kabel und Netzstecker an den Haushaltsstrom angeschlossen werden. Wie auch bei der LED-Lichterkette setzen viele Hersteller von LED-Lichterschläuchen auf Batterie oder Akku. Das ist ein großer Vorteil für alle Dekorationsideen, bei denen die sichtbaren Stromkabel die Wirkung stören würden.

Unser Praxistipp: Akzente mit farbigen LEDs setzen

Wer es bunt und auffällig mag, kann mit LED-Licht viele Effekte erzielen. Ein LED-Lichtschlauch kann nicht nur kaltweiß oder warmweiß sein, sondern beispielsweise mit blauen, roten oder gelben LEDs arbeiten. Außerdem gibt es LED-Lichterschläuche, die programmierbar sind. Die Farben können in Lichtläufen wandern, Wellen erzeugen oder blinken.

Übrigens: Auch bei Lichterketten und Stripes (Streifen) hat die LED-Technik die Nase vorn und die Bezeichnungen LED-Lichterkette sowie LED-Streifen werden oft synonym für die gesamte Beleuchtungsgruppe genutzt.


Halogen-Lichtschlauch

Weniger verbreitet als der LED-Lichterschlauch sind Modelle mit einem Halogen-Leuchtmittel. Es werden keine LEDs, sondern Glühbirnen verbaut, die entsprechend mehr Strom verbrauchen

Allerdings sind sie durch ihre Glühfäden auch heller als viele LED-Lichtschläuche. Zudem sind LEDs häufig nicht dimmbar, Halogen-Lichtschläuche schon.

Wie bei LED-Modellen wird die Schutzart IP44 meist erfüllt, sodass der Einsatz in Zimmern, auf Balkon, Terrasse und Garten möglich ist.


EL-Schnur

Sie ist weniger bekannt, wird jedoch in vielen Bereichen genutzt. Der Schlauchdurchmesser ist sehr dünn, sodass eher von einer Leuchtschnur zu sprechen ist.

Der wesentliche Unterschied zu LED- und Halogen-Lichtschlauch: Es wird kein Leuchtmittel im Inneren verwandt, sondern vielmehr ist die EL-Schur selbst der Leuchtkörper. Es handelt sich um eine Elektrolumineszenz-Schnur (daher die Abkürzung EL), die mit Strom selbst Licht abgibt.

Wie auch der LED-Lichtschlauch gibt die EL-Schnur wenig Wärme ab und ist stromsparend. Allerdings wird weniger Helligkeit als mit Halogen oder LED erzeugt.



Welches Zubehör ist nötig, welches optional?

Damit EL-Schnur, Halogen- und LED-Lichtschlauch genutzt werden können, ist Energie notwendig. Diese wird entweder über eine Batterie beziehungsweise einen Akku zugefügt oder es muss ein Netzteil vorhanden sein. Letzteres ist bei den meisten Anbietern im Lieferumfang inbegriffen. Batterien und Akkus müssen hingegen oft zusätzlich erworben werden.

Praxistipp: An Verlängerungskabel denken

Muss mit Stromkabeln gearbeitet werden, kann je nach Einsatzwunsch ein Verlängerungskabel notwendig werden. Vor allem für Outdoor-Dekorationen ist häufig die Steckdose vom Einsatzbereich weit entfernt.

Wer morgens und abends die LED-Lichterkette, LED-Lichtschläuche und Co. nicht von Hand ein- und ausschalten möchte und kein Modell mit internem Timer kauft, kann optional über eine Zeitschaltuhr nachdenken. Diese funktioniert natürlich nur bei Modellen mit Netzanschluss.

Wichtig für viele Dekorationen: das passende Befestigungsmaterial. Halogen- und LED-Lichtschläuche können beispielsweise in U-Schienen an der Hauswand befestigt werden. Ferner gibt es Dachrinnenhaken, Y- sowie T-Verbinder und Befestigungsclips.

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