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Ratgeber

MDE-Geräte - Datenerfassung leicht gemacht

Die Abkürzung MDE steht für mobile Datenerfassung. MDE-Systeme werden immer dann genutzt, wenn Daten abseits von Computer-Arbeitsplätzen erfasst oder zur Verfügung gestellt werden sollen. Ein typisches Einsatzgebiet stellt der Logistikbereich dar. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie MDE-Geräte funktionieren und worauf beim Kauf zu achten ist.



Was sind MDE-Geräte und wo werden sie eingesetzt?

Jeder dürfte bereits einmal in Kontakt mit einem mobilen Datenerfassungsgerät gekommen sein. Das ist spätestens dann der Fall, wenn der Paketbote wieder ein Päckchen abliefert. In diesem Fall wird durch die Unterschrift auf dem MDE-Scanner der Nachweis für die Lieferung erbracht. 

Doch die mobile Datenerfassung erleichtert nicht nur die Paketzustellung. Auch aus Einzelhandel und Lagerhaltung ist sie heute nicht mehr wegzudenken: Mitarbeiter bei großen Versandhändlern durchstreifen weitläufige Hallen und suchen die vom Kunden bestellten Produkte zusammen. Jedes Teil ist mit einem Barcode versehen, der mithilfe eines Wireless-Handscanners eingelesen wird. 

Unmittelbar nach Erfassung der Daten wird die Produktanzahl im Bestand aktualisiert und der Posten der Rechnung hinzugefügt. Wenn die Ware verpackt wird, ist die Rechnung bereits fertig und muss nur noch dem Paket beigelegt werden.

Für eine einzelne Bestellung mag dieser Vorgang wenig interessant klingen. Setzt man aber voraus, dass nicht nur ein einzelner Mitarbeiter, sondern vielleicht 20 oder 30 Personen Bestellungen simultan bearbeiten, werden die Vorteile der mobilen Datenerfassung schnell deutlich. In der gesamten Logistikbranche gehören MDE-Geräte daher zum Alltag und sorgen bei der Befüllung von Regalen und bei Bestandsanzeigen für einen beträchtlichen Anstieg der Effizienz.



Vorteile der mobilen Datenerfassung

Einer der vermutlich größten Vorteile, die die mobile Datenerfassung bietet, ist die Verfügbarkeit aller Daten in Echtzeit. Der Warenbestand ist immer aktuell und lässt sich zudem leicht mit einem angeschlossenen Webshop synchronisieren. 

Weiterhin entfällt durch den Einsatz mobiler Barcode Scanner die doppelte Datenerfassung am Computer und in Papierform. Übertragungsfehler bei der Übertragung von auf Papier stehenden Daten in den Computer sind ebenfalls ausgeschlossen. 

Die Erfassung der Daten kann außerdem zurückverfolgt werden. Es ist jederzeit ermittelbar, wann und von wem ein Artikel aus dem Regal entnommen wurde. Speziell im Bereich der Logistik ist die Nachverfolgung einer Sendung schon aus rechtlichen Gründen unabdingbar.



Aufbau und Funktionsweise von MDE-Geräten

Bei einem MDE-Gerät handelt es sich um ein tragbares Gerät, dessen Energieversorgung in der Regel über einen leistungsstarken Li-Ion-Akku erfolgt. Rein optisch ähneln MDE-Geräte modernen Smartphones oder Tablets

Die meisten Modelle verfügen über ein integriertes Barcode-Lesegerät. Neben Barcodes können viele Handheld-Computer auch NFC-Tags einlesen. Bedient werden die kompakten Mobile-Computer entweder über einen Touchscreen oder über eine integrierte Tastatur. Eine physische Tastatur hat den Vorteil, dass Eingaben schneller getätigt werden können und sich spezielle Funktionen wie das Aufrufen des Scanners mit einem einzelnen Tastendruck durchführen lassen. 

Die erfassten Daten können anschließend über eine Wireless-LAN-Verbindung, Bluetooth oder über LTE, UMTS sowie GPRS an den Computer geschickt werden. Alternativ bieten viele der mobilen Endgeräte die Möglichkeit, Daten in einem lokalen Speicher zu sammeln und später über eine Docking-Station auf den PC zu übertragen.



Was beim Kauf von MDE-Geräten berücksichtigt werden sollte

Mobile Barcode Scanner sollten grundsätzlich robust und nicht zu schwer sein. Einen Sturz auf den Boden muss ein MDE-Scanner schon verkraften können. Abhängig von den Einsatzbedingungen kann ein Gerät nötig sein, das gegen das Eindringen von Wasser oder Staub geschützt ist. Achten Sie dabei auf eine entsprechende IP-Zertifizierung.

Da MDE-Geräte meistens von Personen bedient werden, die keine IT-Spezialisten sind, ist eine leichte und intuitive Bedienung wichtig. Ebenfalls von Bedeutung ist die Akkulaufzeit, damit der Handscanner über einen längeren Zeitraum mobil eingesetzt werden kann. Gerade in großen Lagerhallen ist eine komplette WLAN-Abdeckung unter Umständen nicht gegeben. Prüfen Sie, ob die Mobile-Computer überall einen ausreichenden Empfang haben. Ist das nicht der Fall, ist der Einsatz einer Docking-Station oder ein Modell mit integriertem Mobilfunk-Modem eine Alternative.

Bedenken Sie beim Kauf, dass nicht jeder Scanner NFC-Tags lesen kann. Für den Anschluss eines MDE-Handhelds an einen Computer oder an andere Geräte sind zusätzliche Schnittstellen wie Bluetooth, RS232 beziehungsweise USB erforderlich. So lässt sich zum Beispiel ein mobiler Drucker leicht über ein USB-Kabel anschließen.



Unser Praxistipp: Nicht jeder Strichcode kann mit jedem Scanner gelesen werden!

Es wird zwischen 1D-Barcodes und 2D-Barcodes unterschieden. Während ein 1D-Code einfach aus einer Reihe unterschiedlich dicker Striche besteht, weist ein 2D-Code ein zweidimensionales komplexes Muster auf. Ein einfacher Scanner ist nicht in der Lage, einen 2D-Code zu lesen. Achten Sie darauf, dass der Scanner auch mit QR und Data-Matrix-Codes kompatibel ist.



Häufig gestellte Fragen zu MDE-Geräten

Was ist NFC?

NFC steht für Near Field Communication, also Kommunikation im Nahfeld. Die Technologie basiert auf RFID und wird zum berührungslosen Datenaustausch mittels Induktion eingesetzt. Dabei können Daten mit bis zu 424 KByte/s gesendet und empfangen werden. Eine Übertragung ist nur über eine sehr kurze Distanz von wenigen Zentimetern möglich.

Was bedeutet die Kennzeichnung IP54 auf einem MDE-Gerät?

Die IP-Klasse gibt den Schutzgrad eines Gerätes gegen Staub und Wasser an. Die Ziffer 5 besagt, dass das Gerät gegen Staub in schädigender Menge geschützt ist. Die Zahl 4 steht für einen Schutz gegen allseitiges Spritzwasser.

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