Ratgeber

Micro-Akkus (AAA-Akkus) » Die kleinen Akkus aus dem Alltag

Im MP3-Player, im Handgerät der DECT-Telefone sowie in vielen Fernbedienungen für TV oder Stereoanlage sind Akkus der Größe AAA als Energiequelle vorgesehen. Was zeichnet AAA-Akkus aus? Welche Technologien kommen innerhalb der Micro-AAA zum Einsatz? Und wie wichtig sind Kaufkriterien wie die Kapazität? Unser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen.



Was sind Micro-Akkus (AAA)?

Es handelt sich um Akkus, die beispielsweise eine Digital-Kamera oder einen Wecker mit dem nötigen Strom versorgen. In Abgrenzung zu den ebenfalls häufig genutzten AA-Akkus sind Micro-Modelle zwar auch zylindrisch, aber kleiner und schmaler.

Während AA-Akkus (auch Mignon-Akkus genannt) 50 Millimeter lang und zwischen 13,5 und 14,5 Millimeter dick sind, besitzen AAA-Zellen – egal ob als Batterien oder AAA-Akkus – andere Maße:

  • AAA sind 44 Millimeter lang
  • AAA haben einen Durchmesser von 10,5 Millimetern

Durch diese Normierung ist sichergestellt, dass AAA-Modelle in allen dafür ausgelegten Geräten eingesetzt werden können. An dieser Stelle gut zu wissen: Weitere synonyme Bezeichnungen für AAA Micro-Akkus lauten LR03 und R03. Oft liest man auch den verkürzten Namen Micro.



Welche Technologien werden für AAA-Akkus genutzt?

Um Energie zu speichern und bei Bedarf an Geräte abgeben zu können, nutzen Batterien und Akkus elektrochemische Systeme. Die eingesetzten Technologien unterscheiden sich in ihren Vorzügen und Nachteilen, weshalb vor dem Kauf der Frage nach der Technologie-Unterart besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.
 

Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH)

Sie sind mit Abstand am weitesten verbreitet und den meisten Menschen vor allem unter ihrem Kürzel bekannt: Ni-MH-Akkus. Nickel-Metallhydrid-Zellen punkten mit einer geringen Selbstentladung und sind vergleichsweise umweltfreundlich. Ni-MH-Akkus sollten allerdings nicht bei Umgebungstemperaturen unter 0 Grad Celsius genutzt werden, da dies ihre Lebensdauer verkürzt.

Der Memory-Effekt kommt bei modernen Ni-MH nur als vereinzelte Störung vor.

Nickel-Zink-Akkus (NiZn)

Diese AAA Micro sind weniger bekannt, kommen jedoch immer dann zum Einsatz, wenn mehr Power gefragt und damit mehr Spannungsbedarf gegeben ist. Während Ni-MH-Modelle mit 1,2 Volt arbeiten, bieten Ni-Zn-Micro-AAA-Akkus 1,6 Volt. Die hohe Nennspannung ist in manchen Taschenlampen und technischen Messgeräten gefragt, ebenso in vielen Fernsteuerungen im Bereich Modellbau.

Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion)

Diese Akku-Variante kennen Anwender aus dem Bereich Smartphone und Notebook. Die dort eingesetzten Li-Ion-Modelle haben allerdings nicht die Bauform AAA-Micro. Tatsächlich gibt es aber inzwischen schlanke AAA-Ausführungen und diese punkten mit hoher Kapazität und geringer Selbstentladung.

Kaum noch im Einsatz: Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd)

Ni-Cd-Akku waren lange Zeit beliebt, sind jedoch aufgrund des giftigen Schwermetalls Kadmium immer seltener anzutreffen. Ein Verkaufsverbot abseits der Medizintechnik sowie der Not- und Alarmtechnik lässt sie mehr und mehr verschwinden. Ni-Cd-Akkus sind zudem sehr anfällig für den Memory-Effekt. Werden sie nicht komplett entladen, kann beim Aufladen die aktuelle Kapazität als Nulllevel angesehen werden. Beim weiteren Gebrauch arbeiten die Energiezellen nur noch bis zu dieser Kapazitätsgrenze, obwohl sie noch nicht leer sind.



Welche Kaufkriterien sind für Micro AAA wichtig?

Um die passenden Micro-Zellen für einen Anwendungsfall zu finden, gibt es mehrere Kaufkriterien zu beachten:

Kapazität

Wie lang ein Gerät mit dem eingesetzten AAA-Akku laufen kann, hängt wesentlich von der Kapazität ab. Sie wird in Milliamperestunden, kurz mAh, angegeben. Müssen AAA-Batterien und AAA-Akkus vergleichsweise wenig mAh liefern, gibt es Energiezellen mit 500 mAh oder 550 mAh. Bei einem hohen Stromverbrauch sind jedoch auch 600 mAh, 650 mAh sowie 700 mAh und 750 mAh zu wenig. Es empfiehlt sich, bei der Wahl von Ni-MH und anderen Technologien bei einer Kapazität von 800 mAh zu beginnen und sich nach oben zu orientieren. Von hoher Kapazität spricht man ab 900 mAh, besser sind 1.000 mAh und 1.050 mAh und die derzeit besten Ni-MH-Akkus bieten 1.100 mAh.

Auch äußere Faktoren beeinflussen die Kapazität. Ni-MH-Akkus mit 1.000 mAh halten bei Raumtemperatur länger als bei Kälte.

Akku-Ladegerät

Wiederaufladbare Micro-Batterien können die verbrauchten mAh durch Ladezeit im passenden Ladegerät wieder erhalten. Es ist wichtig, dass Akku-Ladegerät und AAA-Akku kompatibel sind. Die Akkus Ni-MH und Li-Ion müssen immer in einem entsprechend gekennzeichneten Ladegerät aufgeladen werden.

Spannung

Batterien und Akkus nutzen eine Nennspannung für ihren sicheren Normalbetrieb. Für den Ni-MH-Akku sind 1,2 Volt der Standard. Genügen Ni-MH nicht, bieten AAA-Lithium-Ionen-Akkus 1,5 Volt und AAA-Akkus mit NiZn-Technologie nutzen 1,6 Volt.

Ladezyklen

Ob Ni-Zn-, Li-Ion- oder Ni-MH-Akku, alle AAA-Akkus besitzen eine begrenzte Aufladbarkeit. Mit der Anzahl der Ladezyklen sinkt die Lebensdauer, wobei rund 1.000 Zyklen als Standard gelten.

Akku Ni-MH mit Ready-to-Use

Viele Ni-MH-Modelle bieten heute das Merkmal „Ready-to-Use“. Dahinter verbirgt sich das Versprechen der Hersteller, dass ein Akku Ni-MH sofort nach dem Kauf in Benutzung gehen kann. Dank geringer Selbstentladung verlieren die vorgeladenen Ni-MH nur langsam an Kapazität. Im Schnitt sind nach 24 Monaten noch 40 Prozent Ladekapazität vorhanden.