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Ratgeber

Mini PCs » Platzsparender Rechner für Ihren Bedarf

Zwischen großen Desktop-PCs und handlichen Laptops erfreut sich eine dritte PC-Art wachsender Beliebtheit: Mini PCs. Sie vereinen in vielfältiger Form eine ansprechende Leistung mit einer platzsparenden Bauweise. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über die kleinen Kraftpakete und worauf Sie beim Kauf achten sollten. 



Was ist ein Mini PC?

Mini PCs sind vollwertige Computer in sehr kompaktem Format. Durch ihre platzsparende Bauweise kommen sie ohne großes Gehäuse aus. Trotz ihrer geringen Maße können sie mit ansprechender Leistung aufwarten und sind für viele Einsatzgebiete ein hervorragender Ersatz für die großen Pendants. Gleichzeitig bieten sie in der Regel eine konkurrenzfähige Leistung im Vergleich zu ähnlich teuren Laptops. Mini-Computer werden von bekannten Firmen wie Intel, Dell, Gigabyte und vielen weiteren angeboten, meist mit Windows 10 als Betriebssystem. Ein Klassiker in diesem Segment ist zudem der Apple Mac Mini, der in beständig aktualisierten Konfigurationen bereits seit 2005 verkauft wird. Hier kommt entsprechend Apples macOS als Betriebssystem zum Einsatz. Auch der seit Mitte 2019 in seiner vierten Iteration erhältliche Raspberry Pi ist ein Mini PC – in diesem Fall einer in Kreditkartengröße.



Vielfältige Erscheinungsformen von Mini PCs

Das grundlegende Ziel hinter den Minis ist die Bereitstellung eines für seine jeweiligen Anwendungszwecke hinreichend performanten Computers in einem kleinen Gehäuse mit geringem Gewicht. Die Größenverhältnisse reichen von Mini-Computern im USB-Stick-Format über den erwähnten Raspberry Pi bis hin zu Geräten, die in ihren Dimensionen und ihrem Design an Spielkonsolen oder AV-Equipment angelehnt sind. Im Gegensatz zu klassischen Desktop-PCs lassen sich Mini PCs in der Regel bequem und dezent auf dem Schreibtisch oder im Wohnzimmer integrieren. Einige Modelle können mithilfe einer VESA-Halterung sogar gänzlich verdeckt an der Rückseite eines Monitors angebracht werden. Viele Mini PCs verfügen trotz ihrer geringen Abmessungen über alle alltagsrelevanten Anschlüsse, darunter zum Beispiel USB-Anschlüsse in verschiedener Ausführung (je nach Modell USB 3.0, USB 3.1 und USB-C), Netzwerk-Ports sowie verschiedene Video- und Audio-Ausgänge, darunter meist HDMI. Die essentiellen Dinge wie Monitor, Maus und Tastatur können also problemlos angeschlossen werden. Wi-Fi über AC WLAN und Bluetooth sind üblicherweise auch integriert. Auf Laufwerke für optische Medien wird in der Regel verzichtet – nicht nur aus Platzgründen, sondern auch wegen der immer geringer werdenden Relevanz von DVD-Laufwerk oder DVD-Brenner.



Konfiguration und Einsatzgebiete

Office-Anwendungen

Mini PCs sind beliebte Geräte für Office-Anwendungen. Während ein ausgewachsener PC als Office-PC häufig in jeglicher Hinsicht überdimensioniert ist, stellt ein Mini PC eine vorzügliche Wahl für dieses Anwendungsgebiet dar. 

Einsteigermodelle setzen oft auf preiswerte Atom- oder Celeron-Prozessoren von Intel, die für Office-Anwendungen gut geeignet sind. 4 GB RAM galten lange Zeit als ungeschriebener Standard für Mini PCs. Im Hinblick auf eine gewisse Zukunftssicherheit und steigende Anforderungen im Betrieb unter dem häufig mitgelieferten Windows 10 sind mittlerweile 8 GB RAM eine sinnvolle Wahl. 16 GB RAM oder gar noch mehr sind für die meisten Anwendungsszenarien unnötig. Klassische Festplatten haben in Mini PCs ausgedient, sie wurden durch eMMC-Speicher oder SSD-Laufwerke ersetzt. eMMC-Speicher sind die günstigere Option, SSD-Laufwerke haben in verfügbarem Speicherplatz und vor allem in der Geschwindigkeit aber deutliche Vorteile. Eine SSD-Festplatte sollte darum die erste Wahl sein.

Vorhandener Speicherplatz

Gerade wenn ein Mini PC als Media Center genutzt wird – und somit gegebenenfalls viele Videodateien beherbergen soll – ist ausreichend vorhandener Speicherplatz wichtig. In diesem Fall sollte der Mini PC mindestens mit einer 200 GB SSD ausgerüstet sein, gängige Modelle verfügen in dieser Größenordnung entweder über 240 oder 256 GB. Durch beständig gesunkene SSD-Preise ist ein Upgrade auf mehr als 500 GB durchaus eine Überlegung wert – dann kann der Mini PC auch größere Multimedia-Archive fassen. 

Im Zeitalter von Streaming und Cloud-Lösungen hängt der individuelle Bedarf hier aber auch vom persönlichen Nutzungsprofil ab. Selbst ein optisches Laufwerk könnte in diesem Kontext wieder relevant werden, wenn DVDs oder Blu-rays abgespielt werden sollen. Findet sich kein Mini PC mit integriertem Laufwerk, ist der Anschluss eines entsprechenden externen Laufwerks an einen USB-Port möglich. 

Mini PCs, deren Fokus auf der Verwendung als Media Center liegt, sind übrigens auch unter dem Kürzel HTPC bekannt. Diese Abkürzung steht für Home Theater PC – also Heimkino-Computer. Dank HDMI werden sie häufig an Fernsehern betrieben und dienen mittlerweile zunehmend auch als Smart-Home-Zentrale, die zum Beispiel Heizung und Licht steuern kann.

Prozessorleistung

Ein Mini PC mit stärkerem Prozessor ist interessant, wenn der Mini auch für leistungshungrige Anwendungen genutzt werden soll – zum Beispiel Videoschnitt. Die höhere Prozessorleistung ermöglicht ein schnelleres Erledigen von Arbeiten, die schwächere Prozessoren – vor allem Dual-Core – schnell an deren Leistungsgrenzen führen würden. Zu den potenteren Prozessoren gehören die Intel-Reihen Core i5 und i7 mit Quad-Core-Prozessor oder besser sowie die AMD-Modelle der Ryzen-Serie. 

Ein Sonderfall ist das Thema Gaming: Viele Mini-PCs setzen bei der Grafik auf sogenannte Onboard-Lösungen, die für HD-Grafik natürlich ausreichen. Separate Grafikkarten machen vielen modernen Spielen aber erst so richtig Beine. Auch Gaming-Fans finden unter Mini-PCs passende Angebote, darunter Modelle mit separaten Grafikkarten auf Basis der GeForce-Serie von Nvidia. Alternativ weisen einige Mini-PCs auf AMD-Basis eine integrierte Grafikeinheit der Vega-11-Serie auf. Diese ist älteren Onboard-Grafiklösungen deutlich überlegen und kann – je nach Hardware-Anspruch des Spiels – auch in modernen Spielen zu guter Performance führen. Für Gamer ist abermals ein ausreichend großes SSD-Laufwerk wichtig: Die Installation moderner Spiele beansprucht nicht selten Dutzende Gigabyte.



Vergleich mit großen Desktop-PCs und Laptops

Grundsätzlich haben Mini PCs ausgewachsenen Desktop-Rechnern ihre kompakte und häufig als ästhetischer und zeitgemäßer empfundene Bauform voraus. Warum noch einen großen Tower unter den Schreibtisch stellen, wenn ein Mini PC für die individuellen Ansprüche an einen PC völlig ausreicht? 

Selbst einfache Modelle im Preissegment ab etwa 200 Euro sind für Office-Programme ausreichende PC-Systeme. Mittlerweile bietet das Segment der Mini PCs durch eine große Modellauswahl zahlreiche Optionen, um den perfekten Mini PC für die gewünschten Aufgaben zu finden: von der Entertainment-Zentrale im Wohnzimmer über das Arbeitstier für Kreativschaffende bis hin zum leistungsstarken Gaming-Gerät. Natürlich steigen mit den Ansprüchen auch die Preise, mittlerweile sind performante Komponenten aber auch in solch kleiner und dennoch günstiger Bauform verfügbar, dass ein hochwertig ausgestatteter Mini PC sehr preiswert ausfallen kann.

Laptops haben zunächst den großen Vorteil, dass sie ortsungebunden verwendet werden können. Zudem sind sie als All-in-One-Computer prinzipbedingt so ausgestattet, dass nicht zwangsläufig ein separater Bildschirm sowie Tastatur und Maus benötigt werden. Allerdings sind sie bei vergleichbarer Leistung häufig teurer als ein Mini PC. Gerade im höheren Leistungssegment macht sich dieser Preisunterschied bemerkbar, zudem bedingen anspruchsvolle Aufgaben eine ausreichende Kühlung der verbauten Komponenten, so dass Laptops bei Profi-Anwendungen oder Gaming zu deutlich hörbarem Lüftereinsatz neigen. 

Mini PCs sind hingegen häufig mit passiven oder geräuscharmen Lüftungssystemen ausgestattet und im Betrieb angenehm leise. Der Vorteil des mobilen Arbeitens relativiert sich, wenn der Rechner nicht zwangsläufig "in Bus und Bahn" benötigt wird: Für die spontane Mitnahme ins Büro sind durchaus auch leichte, kleine Mini PCs geeignet. Mit wenigen Handgriffen können sie am Einsatzort dann wieder betriebsbereit gemacht werden. Alternativ lohnt sich in diesem Fall der Blick auf einen sogenannten PC Stick. Diese Mini PCs ähneln stark einem USB-Stick und werden direkt am HDMI-Anschluss eines Monitors betrieben. Trotz ihrer ultrakompakten Bauweise sind PC Sticks komplette Computer inklusive WLAN-Modul und Betriebssystem. Eingabegeräte werden via Bluetooth verbunden. In ihrer Leistungsfähigkeit sind PC Sticks begrenzt, als portable Arbeitsrechner reichen die günstigen All-in-One-Sticks in der Regel aber völlig aus. Einen entsprechenden Mini von Intel gibt es derzeit bereits für knapp 150 Euro zu kaufen.   



Unser Praxistipp: Vorab die eigenen Erwartungen definieren 

Überlegen Sie sich vor dem Kauf eines Mini PCs genau, wie Ihr Nutzungsprofil aussehen wird. Der spätere Austausch von Komponenten kann schwierig oder manchmal auch unmöglich sein, so dass Sie sich vorab darüber im Klaren sein sollten, welche Aufgaben Ihr Mini PC meistern soll – und welche nicht. Durch eine gewissenhafte Auseinandersetzung mit den vielen verfügbaren Geräte-Optionen finden Sie das perfekt auf Ihre Ansprüche zugeschnittene Gerät.



FAQ – häufig gestellte Fragen zu Mini PCs

Kann ein Mini PC einen Desktop-PC vollständig ersetzen?

Grundsätzlich ja. Die Verwendungsmöglichkeiten der Mini-Computer richten sich natürlich nach dem individuellen Anforderungsprofil und der Ausstattung: So ist beispielsweise ein 300 Euro teurer Mini PC mit 4 GB RAM und wenigen Cores kein optimaler Gaming-PC. Gleiches gilt aber auch für den 300 Euro teuren Computer im Tower-Gehäuse. Wichtig ist die Wahl eines zu den gewünschten Aufgaben passenden Mini PCs in der entsprechenden Leistungs- und Preisklasse. Dann kann der Mini PC ein vollwertiger Ersatz für ein Desktop-Modell sein.


Wie sieht es mit dem Stromverbrauch von Mini PCs aus?

Mini PCs arbeiten in der Regel sehr stromsparend. Sie verbrauchen im Durchschnitt deutlich weniger Strom als Desktop-Rechner, wo bereits einzelne Komponenten wie eine leistungsstarke Grafikkarte spürbar Strom verbrauchen können. Im Detail hängt das Ganze aber von den im Mini PC verbauten Komponenten ab. Gerade weniger performante oder für den Dauereinsatz als HTPC konzipierte Modelle sind in dieser Hinsicht aber sehr genügsam.  


Bedingen Mini PCs Windows als Betriebssystem?

Viele Minis werden mit Windows 10 ausgeliefert – dem mit Abstand meistverbreiteten Betriebssystem, das eine hohe Kompatibilität zu einer großen Bandbreite an Hardware und Software bietet. In der Regel können Sie auf einem Mini PC aber auch ein alternatives Betriebssystem wie Linux verwenden.

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