Wissenswertes über Wärmebild- und Nachtsichtgeräte für verschiedene Bereiche

Nachtsichtgeräte ermöglichen das Beobachten von Zielobjekten und erleichtern zugleich die eigene Orientierung bei Dunkelheit. Wärmebildgeräte nutzen Infrarotstrahlung, um Temperaturunterschiede sichtbar zu machen.
Die Anwendungspalette für solche Geräte ist äußerst vielfältig: Nicht nur Sicherheitspersonal, Rettungskräfte, Jäger oder Forscher vertrauen auf Nachtsicht und Wärmebilder, sondern auch eine wachsende Anzahl von Outdoor-Sportlern erfreut sich der technischen Möglichkeiten dieser erweiterten Optik.

Wie funktionieren Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras?

Nachtsichtgeräte sind Ferngläser oder Kameras mit Aufnahmefunktion, die Beobachtungen auch bei Dämmerung, Dunkelheit und Nacht ermöglichen. Der Ausgleich der mangelnden Beleuchtung erfolgt entweder durch Verstärkung des noch vorhandenen Restlichts oder durch die Nutzung von Infrarotstrahlung.

Nachtsichtgeräte erzeugen ein gewohntes Bild der Umgebung. Bei einfachen Geräten ist dieses in Graustufen oder mit leichtem Grünstich dargestellt. Die neueren Modelle mit IR-Aufheller und Full HD können das volle Farbspektrum in High Definition Auflösung nachbilden.

Praxiswissen: Normalerweise sind Infrarotstrahlung und Temperaturunterschiede für das menschliche Auge unsichtbar. Bei Wärmebildgeräten und auch bei einigen Nachtsichtgeräten wird Infrarotstrahlung in sichtbares Licht umgewandelt.

Wärmebildgeräte arbeiten mit Infrarotstrahlung. Ihre Funktionsweise ist schnell erklärt: Das Wärmebildgerät empfängt Infrarotstrahlen von den Objekten in der Umgebung. Aufgrund von Temperaturunterschieden an den Beobachtungszielen hat die Infrarotstrahlung unterschiedliche Wellenlängen. Eine integrierte Kamera erzeugt aus diesen Unterschieden ein Bild, dass die Wärmequellen optisch hervorhebt.

Tipp: Einige Modelle haben zu Dokumentationszwecken eine Kamerafunktion, die die Aufnahmen speichert. Diese Bilder und Videos können meist über ein USB-Kabel am Computer ausgelesen werden.

Wozu werden Nachtsicht- und Wärmebildgeräte verwendet?

Um selbst nicht gesehen zu werden und trotzdem beobachten zu können, sind technisch hochwertige Nachtsichtgeräte eine praktische Ausrüstung für diverse Anwendungszwecke:

  • Militär, Polizei und Sicherheitsdienste nutzen Nachtsichtgeräte, um Geländeflächen zu überwachen. Geräte mit Wärmebildfunktion werden bei der Suche nach Vermissten eingesetzt.
  • Naturforscher, Jäger und Angler sind ebenfalls nachts unterwegs und können durch Restlichtverstärkung und Wärmebildtechnik nachtaktive Tiere und andere Beobachtungsziele aufspüren. Auch bei Tag wird IR-Optik verwendet, um Tiere mit warmer Körpertemperatur in dichten Wäldern zu erspähen.
  • Bei Nachtwanderern, Geo-Catchern, Camping-Freunden oder bei diversen Geländespielen werden sowohl Nachtsicht- als auch Wärmebildgeräte verwendet. Die Zahl der Privatanwender wächst seit Jahren.

Unser Praxistipp:

Für die Beobachtung beweglicher Objekte empfehlen sich Nachtsichtgeräte mit automatischer Scharfstellung des Bildes und automatischem Zoom.

Reine Wärmebildgeräte können sowohl in der Dunkelheit als auch am Tag genutzt werden. Sie werden beispielsweise verwendet, um die Wärmedämmung von Häusern zu prüfen oder Feuchtigkeit im Mauerwerk aufzuspüren. Der Feuerwehr helfen diese Geräte beim Aufspüren von Glutnestern. Auch in der Medizintechnik, in der Fahrzeugtechnik und anderen industriellen Anwendungen sind Wärmebildgeräte zum Beispiel für Qualitätsprüfungen immer häufiger im Einsatz.

Was gibt es bei der Auswahl von Wärmebild- und Nachtsichtgeräten zu beachten?

Suchtipp: Die Geräte in dieser Kategorie unseres Shops sind für den mobilen Einsatz konzipiert.
Stationäre Kameras mit Nachtsichtfunktionen arbeiten oft mit Bewegungsmeldern, um nur relevante Situationen in ihren Aufzeichnungen festzuhalten.
Das wichtigste Auswahlkriterium ist die Beobachtungsdistanz, also die maximale Entfernung, die zwischen dem Gerät und dem Beobachtungsziel liegen darf. Sie liegt bei den aktuellen Modellen zwischen 60 Meter und über einem Kilometer.

Vor der Auswahl eines Nachtsichtgeräts oder einer Wärmebildkamera sollten Sie überlegen, wozu Sie das Gerät verwenden wollen.

  • Reine Nachtsichtgeräte arbeiten mit Restlichtverstärkung. Geräte mit Infrarot-Technik sind auch am Tag einsetzbar.
  • Wärmebildkameras können lebendige Beobachtungsobjekte anhand ihrer Körpertemperatur auch bei schlechten Sichtverhältnissen beispielsweise bei Nebel oder in Wäldern sichtbar machen.

Zu unterscheiden sind Monokulare und Biokulare:

  • Durch Monokulare können Sie nur mit einem Auge sehen.
  • Bi-Okulare, also Ferngläser mit zwei Objektiven für beide Augen sind vielen Menschen angenehmer. Allerdings sind diese wegen der doppelt verbauten optischen Bauteile auch um einiges teurer.

In den Zusatzfunktionen unterscheiden sich die Modelle zum Teil erheblich:

  • Durch einfache Wärmebild- und Nachtsichtgeräte können Sie nur hindurchsehen und einen aktuellen Eindruck gewinnen. Meist sind Vergrößerungen möglich.
  • Integrierte Entfernungsmesser sind bei manchen Einsatzzwecken unerlässlich. Auch Zielhilfen und automatisches Zoomen erleichtern den Gebrauch.
  • Fortgeschrittene Typen bieten Kamerafunktionen mit Foto- oder Videoerstellung zu Dokumentationszwecken und Schnittstellen für die Auswertung der Aufnahmen am Computer.

Praxiswissen: Für die Umwandlung der Aufnahmen in scharfe Bilder benötigen alle Nachtsicht- und Wärmebildgeräte eine separate Stromversorgung. Häufig besteht diese aus Batterien oder aufladbaren Akkus.

Welche Nachtsichtgeräte und Wärmebildgeräte gibt es?

Nachtsichtgeräte

Nachtsichtgeräte gibt es als binokulare Variante oder in monokularer Bauweise. Bei den binokularen Geräten können Objekte mit beiden Augen über separate Strahlengänge wahrgenommen werden. Modelle mit nur einem Strahlengang sind schmaler und kompakter, Modelle mit zwei Gängen sind je nach Einsatzgebiet angenehmer zu verwenden. Einen handlichen Tragekomfort besitzen alle Geräte, manche sind sogar mit einer Kopfhalterung für die freihändige Nutzung ausgestattet. Die Beobachtungsdistanz reicht von 60 bis 600 Meter und die Vergrößerungsstufen reichen bis hin zur siebenfachen Vergrößerung. Verschiedene Details wie zum Beispiel ein wasserfestes Gehäuse, integrierte Infrarotstrahler, IR-Aufheller sowie diverse Einstellungs- und Abstimmungsfunktionen, Gewicht und Leistungsstärke unterscheiden die Geräte voneinander.

Wärmebildgeräte

Wärmebildgeräte eignen sich teilweise sowohl für den Gebrauch am Tag als auch in der Nacht in monokularem Aufbau. Viele Modelle sind in der Lage, die Umgebung nicht nur thermisch darzustellen, sondern davon Aufnahmen über einen separaten Monitor anzuzeigen. Wärmebildkameras sind häufig bereits vom Hersteller auf ein bestimmtes Anwendungsgebiet abgestimmt, wodurch sich unterschiedliche Funktionalitäten ergeben. Ein Handwerker benötigt für die Überprüfung eines Gebäudes andere Funktionen, als ein Jäger oder Naturforscher bei der Wildbeobachtung.

Nachtsichtgeräte mit Digitalkamera

Nachtsichtgeräte mit integrierter Aufzeichnungsmöglichkeit gibt es in mono- und binokularer Form. Diese kombinierten Geräte sind zumeist in der Lage zu filmen sowie einzelne Bilder aufzunehmen. Die Daten können auf externen SD-Karten gespeichert und zeitlich versetzt ausgewertet oder anderweitig verwendet werden. Teilweise können die Geräte Videos und Bilder in HD-Qualität aufzeichnen und das gesamte Farbspektrum darstellen.

Zubehör für diese Geräte

Als Zubehör für Wärmebildgeräte und Nachtsichtgeräte sind je nach Modell erhältlich:

  • Stative für den ortsgebundenen Einsatz
  • Kopfhalterungen für den freihändigen Gebrauch
  • Halteschlaufen beziehungsweise Karabiner
  • Tragetaschen
  • Ersatz-Akkus
  • Lade- und Datenkabel
  • und viele weitere praktische Ergänzungen.
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