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Ratgeber

PMR-Funkgeräte » Die optimale Outdoor-Kommunikation

Für viele gehört das Smartphone zum täglichen Begleiter. Doch das bedeutet nicht, dass der Amateurfunk ausgestorben ist. Die kostenlosen Gespräche über Funk bringen für Kinder und Erwachsene einen Hauch Abenteuer ins Leben, werden beim Camping genutzt und sind auch im beruflichen Kontext, etwa für Sicherheitsdienste, relevant.

Häufig im Einsatz sind Funkgeräte, die den PMR-Funk nutzen. Was bedeutet PMR-Funkgerät und wie funktioniert es? Welche Arten gibt es noch und was ist bei den Kaufkriterien zu beachten? Wir beantworten Ihre wichtigsten Fragen.



Was sind PMR-Funkgeräte?

Das Kürzel PMR steht für Private Mobile Radio und ermöglicht Gespräche über Funk. PMR-Geräte richten sich überwiegend an den privaten Anwender.

Der PMR-Bereich deckt 446.0 bis 446.2 MHz ab.

Der PMR-Funk bietet grundsätzlich acht Kanäle. Seit 2016 sind weitere acht Kanäle verfügbar, sodass man auf vielen Geräten 16 Kanäle im festgelegten Frequenzbereich findet.

Praxistipp: Welche Funkgeräte sind erlaubt?

Abseits von PMR dominiert im analogen Funkbereich zudem der CB-Funk (Citizens Band) mit 40 bis 80 Kanälen. In Deutschland, Österreich sowie den Niederlanden ist auch SRD-Funk (Short Range Devices) gebräuchlich.



Sind PMR-Funkgeräte anmelde- und gebührenfrei?

Ja, wenn Sie mit PMR arbeiten.

Doch Achtung: PMR darf nicht mit dPMR verwechselt werden. Dabei handelt es sich um Digitalfunk und eine Weiterentwicklung der PMR-Funkgeräte.

Während PMR rein analog arbeitet, steht dPMR für Digital Private Mobile Radio mit 16 digitalen Kanälen.Entsprechend sind digitale Funkgeräte im Einsatz, deren Nutzung darüber hinaus mit einer Lizenz einhergeht und kostenpflichtig ist.

PMR kann hingegen von allen Privatpersonen lizenzfrei und kostenlos genutzt werden.

Gut zu wissen: Welche Funkgeräte benutzt die Polizei?

In vielen Bundesländern werden nur noch digitale Kanäle genutzt. Vermehrt wird auf Geräte gesetzt, die den TETRA-Funk (Trans European Trunked Radio/Terrestrial Trunked Radio) unterstützen. TETRA ist lizenz- und kostenpflichtig und bietet die Verschlüsselung der Kommunikation. Auch Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst nutzen TETRA



Wie funktionieren PMR-Funkgeräte?

Die Geräte arbeiten mit elektromagnetischen Wellen. Diese Wellen gehen von einem elektromagnetischen Feld aus und breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Sie besitzen verschiedene Frequenzbereiche und werden entsprechend unterteilt.

Funkwellen bewegen sich in einem Bereich zwischen 10 Kilohertz und 300 Gigahertz. Der Bereich wird weiter untergliedert und den Kanälen feste Positionen zugewiesen. Daher bewegen sich die PMR-Kanäle immer zwischen 446.0 bis 446.2 Megahertz. Der Bereich wird auch als UHF-Frequenzbereich (Ultra High Frequency) bezeichnet.

Um auf diesen Wellen Signale zu übertragen, besitzen Funkgeräte intern eine Sender- und Empfängereinheit. Da Sendeeinheit und Empfängereinheit in einem Gerät nötig sind, werden Transceiver eingebaut. Nur mit ihnen ist die bidirektionale Kommunikation (Datenübertragung in beide Richtungen) möglich.

Eine automatische Rauschsperre filtert bestmöglich störende Nebengeräusche.

Die Geräte können entweder als Stationär- oder Hand-Funkgerät im Einsatz sein.

Ausführungen mit einer Basisstation werden in Autos verbaut oder auch in Räumen vom Sicherheitsdienst aufgebaut. Die Geräte sind meist mit einem Handfunkgerät ausgestattet, das über Kabel mit der Station verbunden ist.

Es gibt aber auch kabellose Handfunkgeräte, die in unmittelbarer Nähe zur Basis eingesetzt werden können.

Alternativ gibt es reine Walkie Talkies. Wer ein solches PMR-Handfunkgerät ohne Basis nutzt, ist deutlich mobiler. Für Ausflüge sind Walkie Talkies daher immer die erste Wahl. Allerdings beziehen sie ihre Energie über eingelegte Batterien oder Akkus.

Praxistipp: Welche PMR-Funkgeräte sind kompatibel?

Diese Frage ist vor dem Kauf enorm wichtig. Die gute, da einfache Antwort:
Alle Funkgeräte, die für PMR verkauft werden, sind untereinander kompatibel. Solange ein von Ihnen gewähltes Modell den Funkstandard PMR nutzt, kann ein Gespräch mit anderen Geräten mit PMR-Standard aufgebaut werden.



Wie weit reichen PMR-Funkgeräte?

PMR-Handfunkgeräte besitzen eine begrenzte Reichweite – rechnen Sie mit maximal zwölf Kilometern. Die Sendeleistung unterscheidet sich allerdings je nach Gerät und kann bei günstigen Handfunkgeräten auch bei nur drei Kilometern enden.

Um die Reichweite besser einschätzen zu können, wird sie von den Herstellern als Freifeld-Reichweite angegeben. Die Kilometer beziehen sich daher auf eine Funkverbindung ohne Hindernisse.

Wird das Funkgerät jedoch in der Stadt benutzt, können die umliegenden Häuser Ihre Reichweite auf teils 1.000 Meter begrenzen.

Praxistipp: Wie finde ich die richtige Frequenz?

Kaufen Sie ein Funkgerät für PMR, ist der Bereich ohnehin limitiert und vorgegeben. Sie wählen eine Frequenz über die Tasten aus. Der eingestellte Bereich erscheint auf dem LCD-Display. Ihr Gegenüber muss auf seinem Gerät dieselbe Frequenz einstellen, weshalb Sie sich vorab absprechen sollten.



Welche Anwendungen sind möglich?

Die Kombination aus Handfunkgerät und Basis wird privat seltener genutzt, doch reine Walkie Talkies sind noch oft im Einsatz. Sie begeistern Amateurfunker und dienen außerdem als Spielzeug für Kinder.

Die Funkgeräte sind bei Wanderungen im Einsatz, sodass alle in Reichweite über den vereinbarten Kanal vor Gefahren gewarnt werden können.

Durch die Vernetzung mehrerer Gesprächsteilnehmer sind Walkie Talkies auch bei anderen Outdoor-Aktivitäten ideal und können etwa bei Festivals genutzt. Dank Headset-Anschluss hören auch nicht alle in Ihrem direkten Umkreis unerwünscht mit.

Gut zu wissen:

Die Kanäle stehen im PMR-Bereich allen offen, weshalb auch jeder bei der Einstellung derselben PMR-Frequenzen die Gespräche mithören kann, die zu dieser Zeit stattfinden. Was bei Privatgesprächen vielleicht stört, kann im Notfall sogar Leben retten.



Was muss ich bei PMR-Funkgeräten beachten?

Bevor Sie ein Walkie Talkie kaufen, achten Sie nicht nur auf die Reichweite, sondern auch auf folgende Merkmale:

  • Batterien und Akkus: 

    Günstige Geräte nutzen Batterien, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Andere Walkie Talkies bieten Akkus, die dank einer Lademöglichkeit wieder einsatzbereit sind. Die Laufzeit sollte mindestens zehn bis 24 Stunden betragen. Bei längeren Ausflügen lohnt es sich, Batterien oder Akkus zum Austausch mitzunehmen.

  • Headset: 

    Nicht nur Security-Headsets sind praktisch, auch für Privatpersonen lohnt es sich, Walkie Talkies mit einem Headset zu kaufen. Verbreitet sind kabellose Headsets, die via Bluetooth verbunden werden.

  • VOX-Funktion: 

    Sie ermöglicht die Nutzung ohne Handschalter. Sie versetzem allein durch eine laute Stimme das Funkgerät in den Sendemodus. Das ist ideal für die Notfallkommunikation. Ohne VOX-Funktion muss immer die PTT-Taste (Push-to-Talk) gedrückt werden, um zwischen Empfang und Senden umzuschalten.

  • LED-Taschenlampe: 

    Viele Geräte besitzen inzwischen ein LED-Spotlicht, um die Orientierung im Dunkeln zu erlauben. Für die Outdoor-Nutzung ist das ideal.

  • Scan-Funktion: 

    Sie sucht nach Funkaktivitäten auf den Kanälen.

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