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Rauchmelder und Brandmelder: Frühzeitige Branderkennung rettet Leben

Viele Unternehmen, Arbeitgeber, Vermieter und Privatpersonen sind nicht ausreichend vor Feuergefahren geschützt. Dabei ist gerade der betriebliche Brandschutz von existenzieller Bedeutung. Am Arbeitsplatz, in Betrieben und in öffentlichen Gebäuden ist die Feuer- und Brandgefahr groß, sei es durch technische Geräte, brennbare Materialien oder Arbeitsprozesse.



Besonders gefährlich bei einem Gebäudebrand ist der Rauch. Die enthaltenen Gase Kohlendioxid (CO2) und Kohlenmonoxid (CO) sind geruchlos. Beim Einatmen kommt es zu einer Rauchgasvergiftung, die binnen Minuten zu Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod führt. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Erkennung der Brandsituation sowie die zuverlässige Alarmierung.

Eine schnelle Reaktion bei Rauch und Feuer kann Personen- und Sachschäden verhindern und Ihren Betrieb, die Immobilien sowie das Inventar schützen. Brandmelder und Rauchmelder erhöhen die Sicherheit und verschaffen Ihnen den entscheidenden Zeitvorteil. Die Geräte warnen Sie, Mitarbeiter, Kollegen, Familie und Besucher rechtzeitig. So können gefährdete Personen sofort reagieren, das Gebäude verlassen und Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet werden.



Wann sind Rauchmelder und Brandmelder vorgeschrieben?

Im privaten Wohnbereich gilt eine Montagepflicht für Rauchwarnmelder nach DIN 14676. Eigentümer, Vermieter und Mieter sind zur Installation gesetzlich angehalten. Für den gewerblichen Bereich existiert zwar keine vergleichbare Rauchmelderpflicht, als wichtige Komponente im Brandschutzkonzept von Unternehmen sind Melder jedoch oft baurechtlich vorgeschrieben und Bestandteil der Baugenehmigung.

Unternehmer sind darüber hinaus gesetzlich verpflichtet, Vorschriften zum Brandschutz einzuhalten. Verstöße können sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Konsequenzen haben und zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Die Anforderungen für den Brandschutz in Arbeitsstätten sind in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) geregelt. Richtlinien für die Erkennung von Bränden in Gewerberäume enthalten auch die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR 2.2.



Müssen Rauchmelder getauscht werden?

Aufmerksamkeit verlangt der Austausch veralteter Brandmelder. Ihre Sensoren unterliegen einem Alterungsprozess und haben eine begrenzte Lebensdauer. Verschmutzung, Feuchtigkeit und Wärme setzen den elektronischen Bauteilen zu.

Als Betreiber einer Brandmeldeanlage nach DIN 14675 sind Sie zu Instandhaltungsmaßnahmen verpflichtet, zu der für neuere Anlagen auch ein periodischer Austausch der installierten Brandmelder zählt.

Alterungsbedingt sinkt die Betriebssicherheit von Brandmeldern und es kann zu Täuschungsalarmen kommen. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass Brände in Ihren Räumen nicht rechtzeitig erkannt werden. Achten Sie für einen optimalen Brandschutz auf die empfohlenen Austauschzyklen. Nur so erfüllen Sie als Betreiber Ihre Verkehrssicherungspflicht und sind in Sachen Haftung auf der sicheren Seite!



Was Brandmelder, Rauchwarnmelder und Rauchmelder unterscheidet

Brandmelder, Rauchmelder, Rauchwarnmelder und Feuermelder: Diese Bezeichnungen werden häufig synonym verwendet. Dabei gibt es Unterschiede in den Anwendungsbereichen und Melder-Technologien.

Brandmelder ist der Oberbegriff für alle Geräte, die bei Feuergefahr Alarm auslösen. Brandmelder gibt es als automatische Brandmelder und in nichtautomatischer Ausführung.

Automatische Brandmelder

Automatische Brandmelder erkennen Flammen, Rauch, Hitze oder CO2-Brandgas selbstständig, und geben Alarm aus. Bei Einzelmeldern (stand alone) oder funk-vernetzbaren Meldern ertönt meist die integrierte Sirene, bei verkabelten Modellen erfolgt die Signalisierung über die Brandmeldeanlage, bei Smart-Home-Systemen über die Smart-Home-Zentrale.

 

Nichtautomatische Brandmelder

Nichtautomatische Brandmelder sind Teil einer Brandmeldeanlage. Sie werden mechanisch durch einen Benutzer ausgelöst. Am bekanntesten sind die Feuermelder und Handfeuermelder mit Alarmknopf in öffentlichen Gebäuden und Betriebsgebäuden. Feuermelder und Handfeuermelder werden manuell durch Drücken eines Tasters bedient.


Rauchwarnmelder und Rauchmelder sind automatische Brandmelder.

Rauchwarnmelder

Rauchwarnmelder schützen private Eigenheime, Mietwohnungen und kleine Büros. Sie warnen Personen durch eine integrierte Sirene. Rauchwarnmelder in Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung müssen gemäß DIN-Norm DIN 14676 der Europäischen Produktnorm DIN EN 14604 entsprechen.

Rauchmelder

Rauchmelder schützen Betriebsgebäude und öffentliche Gebäude. Sie sind an eine Brandmeldeanlage angeschlossen und haben keine eingebaute Sirene. Die Brandmeldezentrale überwacht alle Rauchmelder. Im Alarmfall wird ein definierter Prozess gestartet, zum Beispiel Sirenen und Warnleuchten aktiviert, Rauchabzüge geöffnet und die Feuerwehr verständigt.



Der richtige Melder für Ihren Bedarf

Automatische Brandmelder unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Funktionsweise und der Methode, mit der sie Gefahrensituationen erkennen.

Optische Rauchmelder und Rauchwarnmelder

Rauchmelder und Rauchwarnmelder identifizieren Rauchentwicklung optisch anhand von Rauch. Günstige Modelle arbeiten nach dem Streulichtverfahren. Dabei sendet eine Leuchtdiode in der Messkammer einen Lichtstrahl aus, der von Rauchpartikeln reflektiert wird. Der Strahl trifft auf einen Sensor, welcher den Alarm auslöst. Präziser arbeiten Durchlichtrauchmelder und Ionisationsrauchmelder. Rauchmelder mit Laserdiode reagieren auf kleinste Partikel im Rauch.

Profi-Modelle für den gewerblichen Einsatz besitzen eine Verschmutzungsüberwachung und passen mittels automatischer Nivellierung die Meldeempfindlichkeit an die Umgebungsbedingungen an. 

Qualitätsmerkmale von Rauchwarnmeldern sind neben der CE-Kennzeichnung (CE-Zeichen) die Entsprechung der DIN EN und des Q-Labels sowie eine VdS-Anerkennung (VdS-zertifiziert).


Funk-Rauchmelder

Funk-Rauchwarnmelder und Funk-Rauchmelder arbeiten meist mit Batterie und zeichnen sich durch eine einfache Montage ohne Signalkabel aus.


Vernetzte Rauchmelder und smarte Rauchmelder

Viele Rauchwarnmelder sind drahtlos über Funk vernetzbar oder an eine Smart-Home-Zentrale anschließbar. Das ermöglicht eine flächendeckende Überwachung und Alarmierung in größeren Etagen oder mehrstöckigen Objekten. Erkennt eines der Geräte einen Brand, lösen alle verbundenen Melder aus. Modelle für das Smart Home können auch reagieren, wenn andere Komponenten im System auffällige Ereignisse melden.


Hitzemelder

Hitzemelder, Thermomelder oder Wärmemelder reagieren anstelle von Rauch auf thermische Veränderungen. Sie erkennen offene Brände mit und ohne Rauch. Ein Heißleiter misst die Raumtemperatur und vergleicht sie mit Referenzwerten. Der Sensor registriert das Überschreiten einer Maximaltemperatur und reagiert auch auf starken Temperaturanstieg innerhalb kurzer Zeit.


Flammenmelder

Flammenmelder registrieren offene Flammen ohne Rauchentwicklung anhand ihrer Strahlung im Infrarot- oder UV-Bereich.


Gasbrandmelder

Kohlenmonoxidmelder (CO-Melder) sind mit einem CO-Sensor ausgestattet, der Feuergefahren durch erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration ermittelt.


Kombinierte Melder

Kombinierte Brandmelder vereinen mehrere Erkennungsverfahren in einem Gerät, etwa optische Raucherkennung mit Wärmeerkennung (optisch-thermische Melder). Der temperaturunterstützte Rauchsensor registriert frühzeitig Glimm-, Schwel- und offene Brände mit Rauchentwicklung. Der Temperatursensor erfasst auch Feuer ohne Rauchentwicklung.



Brauchen Brandmelder Wartung und Pflege?

Verschmutzung hat großen Einfluss auf die Funktion von Brand- und Rauchdetektoren. Damit Ihre Melder Ihnen im Brandfall zuverlässig zur Seite stehen, schreibt die DIN 14675 für Brandmeldeanlagen mit Feuerwehraufschaltung eine regelmäßige Wartung, Kontrolle und Instandhaltung durch qualifiziertes Fachpersonal vor.

Zur Wartung der Melder gehört ein Check der Funktionsfähigkeit mindestens einmal jährlich. Ebenso sind eine regelmäßige Sichtkontrolle auf Verschmutzungen und Beschädigungen sowie eine Oberflächenreinigung der Rauchwarnmelder gemäß Herstellerangaben ratsam.

Stand-Alone-Rauchmelder werden einzeln gewartet. Bei Geräten mit wechselbarer Batterie ist ein Austausch der Batterie nach Herstellervorgabe (x Jahre Lebensdauer) oder Warnanzeige erforderlich.

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