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Refurbished Laptops: Gebrauchte Modelle wie neu

Gebrauchten Notebooks wird gerade im professionellen Bereich noch immer mit Misstrauen begegnet. Dabei durchlaufen generalüberholte Notebooks einen aufwendigen Prozess, in dem sie komplett überholt und gereinigt werden. Was Sie von einem refurbished Laptop erwarten können und was Sie bei der Anschaffung beachten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.


Was bedeutet refurbished eigentlich genau?

Refurbished heißt so viel wie "wiederaufbereitet" oder "generalüberholt". Der Begriff deutet bereits an, dass es sich bei einem solchen Laptop nicht einfach nur um ein einfaches Second-Hand-Gerät handelt. Während des Refurbishing-Prozesses wird das Notebook genau auf den optischen Zustand und die technische Funktionalität geprüft. Defekte Teile werden dabei gewöhnlich durch Originalteile ersetzt. Zum Schluss erfolgt vor dem Wiederverkauf eine intensive Reinigung.

Und wo kommen die Notebooks her? Meist handelt es sich um Leasingrückläufer von Unternehmen, die im Außendienst verwendet wurden. Solche Laptops sind in der Regel etwa 2 bis 3 Jahre alt und können geringe Gebrauchsspuren aufweisen. Dabei erwerben Unternehmen gewöhnlich keine günstigen Consumer-Laptops, sondern greifen auf robuste und langlebige Business-Notebooks namhafter Hersteller zurück. Die Gehäuse dieser Computer bestehen oftmals aus Aluminium, Carbon oder Magnesiumlegierungen und sind daher besonders widerstandsfähig. Ein solcher Laptop kann bei der Neuanschaffung durchaus mehrere Tausend Euro kosten. Nach der Generalüberholung können Sie so ein Notebook zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises erwerben und ein echtes Schnäppchen machen.


Verwendungsmöglichkeiten von refurbished Notebooks
 

Ein aufbereitetes Notebook kann überall dort eingesetzt werden, wo nicht zwingend die allerneueste Hardware vorhanden sein muss. Denkbar wäre zum Beispiel die Verwendung in Bildungseinrichtungen: Schulen können durch generalüberholte Notebooks sehr viel Geld sparen und jede Klasse mit einem solchen Laptop ausstatten. Aber auch in Unternehmen lassen sich refurbished Business-Laptops sinnvoll nutzen – ob als Ausstattung für Azubis, als Back-up-Lösung oder um Mitarbeitern eine Tätigkeit im Home Office zu ermöglichen. Gute gebrauchte Laptops gehören noch lange nicht zum alten Eisen.


Welche Ausstattung kann ich von einem generalüberholten Notebook erwarten?

Bei Laptops, die refurbished wurden, handelt es sich meistens um hochwertige Business-Geräte. Häufig sind die Notebooks kleiner als 15 Zoll, um möglichst transportabel zu sein. Neben einer sehr hohen Stabilität und einer hochwertigen Verarbeitung bestechen solche tragbaren Rechner mit einer guten Tastatur, die auch für Vielschreiber tauglich ist. Manche Geräte besitzen bereits eine schnelle SSD. Falls das nicht der Fall sein sollte, ist eine Nachrüstung meist problemlos möglich. Das Display eines Profi-Notebooks verfügt gewöhnlich über eine matte Oberfläche, damit es in hellen Umgebungen nicht zu störenden Reflexionen kommt. Die Auflösung der Displays bewegt sich nur selten oberhalb von Full HD, was größtenteils auch den kleinen Formaten, die meist zwischen 12 und 14 Zoll liegen, geschuldet ist. Mittlerweile haben die meisten gebrauchten Notebooks bereits einen Prozessor mit wenigstens zwei Kernen. Solche CPUs bieten einen guten Kompromiss zwischen Leistung und Energieeffizienz. Die Rechenleistung ist für den Office-Einsatz nach wie vor ausreichend.

Die Größe des Arbeitsspeichers variiert meist zwischen 4 und 8 GB. Als Standard werden, je nach Modell, DDR3 oder DDR4 SO-DIMMs verbaut. Auf die Leistung eines Office-Rechners hat das jedoch keinen Einfluss. Dedizierte Grafikkarten sind in Business-Notebooks eher selten. Meistens wird die in der CPU integrierte Grafikkarte für die Bildausgabe genutzt. Die Leistung einer solchen Grafiklösung ist für die üblichen Bürotätigkeiten ausreichend dimensioniert. Es versteht sich aber von selbst, dass eine solche integrierte Grafikkarte für aufwendige Multimedia-Anwendungen oder Computerspiele ungeeignet ist. Einige Geräte besitzen dedizierte Grafikchips wie eine Nvidia Quadro oder AMD FirePro, deren Treiber für spezielle Anwendungen, beispielsweise CAD-Programme, optimiert sind. Hinsichtlich der Konnektivität können die gebrauchten Laptops ebenfalls überzeugen. Moderne Schnittstellen wie USB 3.0 sind gewöhnlich vorhanden, bei vielen Notebooks können durch eine optionale Dockingstation weitere Anschlüsse nachgerüstet werden. Neben einem integrierten WLAN-Modul und einem Ethernet-Anschluss findet sich bei einigen Modellen auch ein WWAN-Modul. Damit können Sie unterwegs über UMTS oder LTE eine Verbindung zum Internet aufbauen.


Warum sollte ich Wert auf eine eingebaute SSD legen?

Gerade in einem Laptop ist eine SSD eine sehr sinnvolle Investition. Im Vergleich zu einer konventionellen Festplatte besteht eine SSD nicht aus sich drehenden magnetischen Scheiben, sondern aus Flash-Speicherbausteinen. Daraus ergeben sich viele praktische Vorteile: Eine SSD ist im Gegensatz zu einer Festplatte immun gegenüber Vibrationen und Erschütterungen. Eine HDD kann dagegen bei starken Stößen zerstört werden. Darüber hinaus ist eine SSD deutlich schneller. Ein 2,5“-Modell für die SATA-Schnittstelle kommt auf etwa 530 MB/s beim Schreiben, eine moderne 2,5“-Festplatte erreicht dagegen im besten Fall 180 MB/s. Aktuelle SSD-Module für den M.2-Steckplatz sind bei einer Anbindung über PCI Express mit über 3000 MB/s noch einmal deutlich schneller. Den Geschwindigkeitsvorteil einer SSD merkt man bereits beim rasanten Systemstart, der lediglich wenige Sekunden benötigt. Auch die Installation von Windows-Updates ist damit schnell erledigt. Während der Arbeit profitieren Sie von einem reaktionsschnellen System, das ohne lästige Nachladepausen auskommt. Natürlich wirken sich die hohen Transferraten auch positiv aus, wenn Sie größere Dateien kopieren.  


Welche Arten von Display-Panels gibt es?

Bei einem gebrauchten Notebook werden Sie entweder IPS- oder TN-Panels vorfinden. Die modernen OLED-Panels sind noch relativ neu auf dem Markt und bisher nur bei wenigen Geräten verfügbar. Das TN-Panel (Twisted Nematic) ist die günstigste Version, um ein LCD-Panel zu realisieren. Die Vorteile liegen beim günstigen Preis sowie bei schnellen Reaktionszeiten. Dagegen sind Farbdarstellung und Kontrast weniger gut. Eine weitere negative Eigenschaft sind die eingeschränkten Blickwinkel. Wenn Sie das Bild nicht exakt von vorne betrachten, kann es relativ schnell zu Farbverfälschungen kommen. Die hochwertigere Alternative sind IPS-Panels (In-Plane-Switching). Für ein IPS-Display spricht die hervorragende Blickwinkelstabilität. Darüber hinaus können die Farbwiedergabe und die guten Kontraste auch anspruchsvolle Anwender zufriedenstellen. Allerdings sind IPS-Panels teurer als TN-Panels und weisen zudem schlechtere Reaktionszeiten und einen höheren Stromverbrauch auf. Wobei gesagt werden muss, dass das Problem mit der Reaktionszeit bei der neusten IPS-Generation zu vernachlässigen ist; die Schaltzeiten sind fast genauso gut wie bei einem TN-Panel.


Worauf sollte ich beim Kauf eines Notebooks achten, das refurbished wurde?

Achten Sie beim Kauf eines gebrauchten Notebooks darauf, dass alle eventuell vorhandenen Mängel in der Produktbeschreibung aufgelistet werden. Ein Display, das Pixelfehler aufweist, sollte ebenfalls in der Artikelbeschreibung genannt werden. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um einen Defekt. Tote Pixel können jederzeit selbst bei den besten und teuersten Bildschirmen auftreten. Gewöhnlich greift die Garantie der Hersteller bei einem Neugerät erst, wenn drei oder mehrerer solcher Fehler vorhanden sind. Defekte Hardware wird bei einem gebrauchten Notebook ersetzt. Das trifft allerdings nicht auf Akkus zu, die nur noch über eine begrenzte Kapazität verfügen. Die Regelungen sind je nach Händler unterschiedlich. Meist wird eine gewisse Kapazität oder eine bestimmte Mindestlaufzeit garantiert. Bei vielen Business-Geräten lässt sich der Akku austauschen, allerdings längst nicht bei allen. Wenn Sie Wert auf eine möglichst lange Laufzeit legen, sollten Sie zu einem Gerät greifen, bei dem ein Austausch der Energiezelle möglich ist.

Ebenfalls wichtig ist das Layout der Tastatur: Da nicht nur Geräte aus Deutschland wiederaufbereitet werden, können auch Laptops mit einem anderen Layout im Angebot sein. Vergewissern Sie sich daher vor dem Kauf, dass die Tastatur des das Geräts das sogenannte QWERTZ-Layout besitzt.


Unser Praxistipp: Achten Sie auf das installierte Betriebssystem!

Kaufen Sie keinen Laptop, auf dem nicht Windows 10 installiert ist. Ältere Windows-Versionen wie Windows 7 oder Windows XP erhalten keine Updates mehr und sind beim Surfen im Internet nicht mehr sicher. Eine Alternative zu Windows kann eine kostenfrei erhältliche Linux-Distribution wie Ubuntu sein.

 


FAQ – häufig gestellte Fragen zu refurbished Notebooks
 

Was ist der Unterschied zwischen A-Ware und B-Ware?

Von A-Ware spricht man, wenn ein Laptop sich in einem neuwertigen Zustand befindet. Das bedeutet, dass höchstens geringe Gebrauchsspuren vorhanden sind. Das kann ein kleiner Kratzer im Top-Cover oder am Boden sein. Bei einem Gerät, das als B-Ware angeboten wird, sind dagegen deutlichere Gebrauchsspuren und Abnutzungserscheinungen die Regel. Es handelt sich dabei immer um optische Beeinträchtigungen, technisch sind die Laptops voll funktionsfähig.  
 

Wie viel Arbeitsspeicher benötige ich? 

Die meisten Refurbished-Laptops neueren Datums kommen mit 8 GB RAM. Das ist für Office-Tätigkeiten absolut ausreichend. Sollte ein gebrauchtes Notebook allerdings weniger als 8 GB Arbeitsspeicher aufweisen, haben Sie in der Regel die Möglichkeit, kostengünstig aufzurüsten. 

Was ist ein DDR-Speicher?

Wenn Sie die technischen Daten eines Computers durchsehen, finden Sie früher später Abkürzungen wie DDR3 oder DDR4. Eigentlich lautet die vollstände Abkürzung DDR-SDRAM, das steht für Double Date Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory. In heutigen Rechnern kommt ausschließlich DDR-RAM zum Einsatz, der ältere Standard Single Date Rate (SDR) wird nicht mehr genutzt. Der primäre Unterschied zwischen Double Data Rate und Single Data Rate liegt darin, dass bei DDR-Arbeitsspeichern Daten sowohl über die steigende als auch über die fallende Flanke des Taktsignals übertragen werden. Damit arbeitet DDR-RAM doppelt so schnell wie SDR-RAM. Bei DDR2, DDR3 und DDR4 wurde jeweils die maximale Transferrate erhöht und die Versorgungsspannung reduziert.

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