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Ratgeber

Siemens LOGO! System

Smart Home ist seit einigen Jahren in aller Munde. Namhafte Anbieter bieten Kommunikationszentralen zum Beispiel für die Steuerung von Leuchten, Heizkörpern oder Rollläden und zur Statuserfassung von Bewegungsmeldern, Türen oder Fenstern. Siemens LOGO! funktioniert ähnlich, geht aber noch einen Schritt weiter: Es ist speziell für industrielle Anwendung wie die Gebäudeautomation konzipiert und entspricht eher einer fortschrittlichen „speicherprogrammierbaren Steuerung“, abgekürzt SPS.

In unserem Ratgeber erfahren Sie die wesentlichen Fakten zu diesem System und lernen seine Einsatzmöglichkeiten kennen.



Wie funktioniert Siemens LOGO!?

Im Gegensatz zu Smart-Home-Systemen für den häuslichen Gebrauch ist Siemens LOGO! schon rein optisch als Industriegerät zu erkennen: Das Gehäuse ist robust und pragmatisch aufgebaut, es besitzt optional ein Display, Cursor-Steuertasten fürs Menü sowie Ein- und Ausgänge. Zur Speicherung der Programme und Daten ist ein Steckplatz für handelsübliche SD-Karten vorhanden. Baulich entspricht LOGO! der DIN 43880, es lässt sich also schnell und einfach auf Hutschienen montieren. Die Stromversorgung erfolgt extern über ein Netzgerät.

Alle Grundgeräte der LOGO! Baureihe verfügen über Ethernet-Schnittstellen. Das ermöglicht die Kommunikation der LOGO! Module untereinander und mit kompatiblen SPS-Anlagen. Auf Wunsch stehen außerdem Cloud-Dienste oder die Kommunikation über Mobilfunk und WLAN zur Verfügung. Mit dem Zusatzmodul LOGO! CSM als Ethernet-4-Port-Switch ermöglicht Siemens darüber hinaus den Aufbau eines kleinen lokalen Ethernet-Netzwerks.

Sämtliche Funktionen lassen sich über den integrierten Webserver mit gängigen Browsern überwachen und steuern. Möglich sind auch selbst erstellte Webseiten für mobile Geräte mit eigenen Bildern und Icons, ohne dass dazu HTML-Kenntnisse notwendig wären.

Für den In- und Output stehen in der maximalen Ausbaustufe 24 digitale Eingänge, 20 digitale Ausgänge und je acht analoge Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Zum Anschluss per Steckverbindung bietet Siemens sieben digitale- und drei analoge Erweiterungsmodule an. Diese lassen sich mit allen elektrischen Verbrauchern verbinden, übernehmen dabei in erster Linie die Funktion von Relais und sind Hutschienen-kompatibel.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu typischen Smart-Home-Geräten fürs Zuhause ist die Notwendigkeit der Programmierung. Die kann wahlweise direkt am Gerät über die Cursor-Steuertasten oder am PC mit der Software „LogoSoft Comfort“ erfolgen. Bei letzterem handelt es sich um eine Drag-and-Drop-Software, mit der sich Funktions- oder Kontaktpläne mit logische Operatoren nach den booleschen Regeln AND/OR/XOR erstellen lassen.



Typische Einsatzbereiche für LOGO!

Bei Siemens LOGO! handelt es sich um ein komplexes und damit vielfältig einsetzbares System. Grundsätzlich gilt aber auch hier der typische Ansatz einer SPS: Bestimmte Bedingungen lösen bestimmte Funktionen aus. Als ereignis- oder zeitgesteuerter Input lassen sich sowohl Daten von Sensoren, Schaltuhren, Schutzrelais oder Zählwerken als auch von Programmschritten und manuellen Eingaben nutzen, die darauf folgenden Aktionen betreffen in der Regel Relais zum Schalten und zur Steuerung elektrischer Verbraucher.   

Neben der klassischen Prozesssteuerung im industriellen Umfeld liegt der Fokus von Siemens LOGO! auf der Gebäudeautomation. Ob Zugangskontrolle, Klimatisierung, Beleuchtung, Beschattung oder Bewässerung – Automatisierungsaufgaben bis hin zu Reglerfunktionen lassen sich einfach in die Gebäudeautomation integrieren.

Mit dem von Siemens angebotenen Kommunikationsmodul LOGO! CMK2000 funktioniert die Anbindung der LOGO! Steuerung auch an den Gebäudesystembus KNX. Die Kopplung erfolgt dabei per Ethernet. Sensordaten von KNX-Busteilnehmern gelangen über das CMK2000 zum Logikmodul, das sie mit Logik-, Analog- oder Reglerfunktionen kombiniert. Steuerbefehle leitet das Kommunikationsmodul als Telegramme an die KNX-Aktoren weiter.

50 KNX-Kommunikationsobjekte sind frei projektierbar. In der Software werden sie mit Zählern, Sollwerten, Parametern und Reglerfunktionen zu Automatisierungslösungen verknüpft. Dabei stellt das Logikmodul seinen vollen Hardwareausbau mit bis zu 24 digitalen Ein- und 20 digitalen Ausgängen sowie je acht analogen Ein- und Ausgängen bereit.



FAQ – häufig gestellte Fragen

Welche Vorteile bringt das von Siemens angebotene Kommunikationsmodul LOGO! CMR?

Dieses Modul stellt eine drahtlose Verbindung zwischen dem Logikmodul in der Version 8 und Internetdiensten her. Der Anwender kann so beispielsweise unterwegs über sein Smartphone per SMS oder E-Mail Zustandsdaten und Alarme empfangen. Befehle wie „FAN_ON“ lassen sich mit SMS schnell und einfach im Klartext übermitteln. Möglich ist auch ein sicherer Fernzugriff über https oder Open VPN für Konfigurationsänderungen oder Diagnosen. Zur Verfügung stehen die Produktvarianten CMR2020 für den Einsatz in GSM/GPRS-Mobilfunknetzen und das CMR2040 für LTE-Mobilfunknetze.
 

Lässt sich LOGO! auch an eine SIMATIC S7 koppeln?

Das ist problemlos möglich, und zwar über den Ethernet-Anschluss. Die Kommunikation erfolgt mit dem Internetprotokoll TCP/IP und dem SIMATIC S7 Protokoll.  Ansprechbar sind alle SIMATIC S7 Steuerungen sowie die Bediengeräte SIMATIC HMI und TDE.
 

Ist die Verwendung von LOGO! auch in rauen Umgebungen möglich?

Als besondere Bauform offeriert Siemens die SIPLUS extreme LOGO! 8 für den Einsatz unter besonders rauen Bedingungen. Sie widersteht selbst extremen Temperaturen und 100 Prozent relativer Luftfeuchte inklusive Betauung und Frost. Außerdem sind ihre Platinen mit einer Schutzbeschichtung aus dünnem Polymerfilm versehen. Die Bauelemente sind damit gegen biologische, chemische und mechanisch aktive Stoffe sowie Salznebel geschützt.
 

Gibt es das LOGO! auch ohne Display und Cursor-Tasten?

Für diejenigen, die LOGO! ausschließlich über den Internet-Browser konfigurieren und überwachen wollen, bietet Siemens das Logikmodul auch ohne Display und Cursor-Tasten an, und zwar unter der Bezeichnung "LOGO! 8 Pure".

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