Wissenswertes über Styroporschneider

Mit einem Styroporschneider zerteilen Sie Hartschaumplatten aus Styropor oder Styrodur. Die Geräte arbeiten mit einem erhitzten Draht. Er gleitet mühelos durch das Material, sorgt für präzise Schnitte ohne Kügelchen und erlaubt das Ausschneiden individueller Formen. Hier erfahren Sie, wie Sie einen für Ihre Zwecke passenden Styroporschneider auswählen.

Styropor nach Belieben trennen, sägen und modellieren

Polystyrol-Hartschaum wie Styropor oder Styrodur ist ein enorm vielseitiger Werkstoff. Mit einem Styroporschneider schneiden, sägen und modellieren Sie das Material nach Ihren Wünschen.

Styropor und Styrodur bestehen aus zusammengebackenen Schaumkugeln, die in Form gepresst werden. Das Material hat etliche Vorteile: Es lässt sich leicht verarbeiten, in Form schneiden, besitzt ein geringes Gewicht, ist druckfest und dämmt gut. Der Hartschaum eignet sich dadurch für viele Einsatzbereiche, zum Beispiel als Dämmmaterial, Trittschallschutz und Isolierstoff bei Neubauten und Hausrenovierungen. Modellbauer setzen ihn zum Landschaftsbau bei Modelleisenbahnen ein. Architekten und Bauingenieure schätzen Styropor als Ausgangsmaterial für maßstabsgetreue Modelle. Im Laden- und Messebau kommt der geschäumte oder geblähte Polystyrolschaum ebenso zum Einsatz wie bei der Objektgestaltung, für Verkleidungen und Verpackungen. Auch Dekorationen, 3D-Schriftzüge oder Figuren sind mit einem Thermoschneider rasch erstellt. Verarbeiten lassen sich Styropor – übrigens eine eingetragene Marke der BASF SE – und Styrodur in Form dicker und dünnen Platten oder Quader.

Mit einem Styroporschneider lässt sich Formschaumstoff einfach und individuell bearbeiten.

Warum sollte man einen Styroporschneider verwenden?

Die weiche und durch die gepressten Schaumkügelchen porige anmutende Materialstruktur kann beim Schneiden mit einem Cutter, Teppichmesser oder Küchenmesser zu Problemen führen. Gerade Messerschnitte sind schwierig, es entsteht statische Aufladung, zudem bröckeln die Styroporkügelchen leicht auseinander und verschmutzen den Arbeitsbereich. Am besten schneiden Sie Styropor mit einem Heißgerät.

Heißdrahtgeräte und Thermosägen

Heißdrahtgeräte und Thermosägen schneiden das Material nicht im eigentlichen Sinne, sondern schmelzen es. Dazu wird ein Metalldraht oder eine Metallklinge im Styroporschneidegerät elektrisch erhitzt oder zum Glühen gebracht. Der heiße Draht gleitet sanft durch den Hartschaum. Das macht auch komplizierte Schnitte mit Rundungen möglich. Die Kügelchen werden an der Schnittstelle durch die Hitze fachgerecht verklebt und Sie profitieren von sauberen Schnittkanten. Es entstehen weder Schneidstaub noch Verschmutzung und auch keine statische Aufladung. Schnitte können gerade, schräg, rund und auf Gehrung gemacht werden. Meist lässt sich die Arbeitstemperatur über einen Regler einstellen und damit auf den Schmelzpunkt des jeweiligen Materials abstimmen. Neben thermoplastischen Kunststoffen, Styropor-Hartschaum und Styrodur-Hartschaum können Sie auch Wachs oder Eisblöcke bearbeiten.

Thermo-Cutter sind handlich und zeichnen sich durch eine leichte Bedienung aus. Und so verwenden Sie die Thermosäge: Legen Sie den Schneidedraht ein oder stecken Sie das Messer auf, verbinden Sie das Gerät mit dem Stromnetz und warten Sie, bis die Betriebstemperatur erreicht ist – schon können Sie mit den ersten Cuts loslegen!

Freihandsäge oder stationärer Thermoschneider

Styro-Cutter werden in zwei unterschiedlichen Ausführungen angeboten: als Freihandschneider und als stationärer Dämmstoffschneider.

Handgeräte

Die Handgeräte führen Sie entsprechend ihrem Namen mit der Hand durch das Material. So können Sie auch kleine Werkstücke und komplizierte Formen ausschneiden und dabei Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Handschneider mit Klinge eignen sich für Profilschnitte und Kreisschnitte. Neben geraden Klingen werden auch halbrunde für Rohr- und Kabeleinbettungen angeboten.

Stationäre Geräte

Stationäre Hartschaumsägen sind vor allem für den schnellen Zuschnitt von Dämmstoffen für die Fassaden-, Dach- und Kellerdämmung gedacht. Sie werden am Boden oder auf einem Tisch betrieben und sind leicht transportierbar. Klemmvorrichtungen, Anschlagwinkel und Maßeinteilungen auf der Grundplatte geben den Schaumplatten beim Schneiden sicheren Halt. Führungsschienen sorgen für eine exakte Position des Schneidebügels mit dem beheizten Draht. So können Sie große Mengen Styropor in kurzer Zeit schneiden, etwa für die Außenisolierung am Haus. Besitzt der Styropor-Schneider einen Fußschalter, bleiben die Hände zum Führen des Werkstücks frei.

Formschnitt mit der Heißdrahtsäge

Beim Modellbau und bei der Schauwerbegestaltung gibt immer wieder Situationen, in denen Sie freie Formen aus einem Hartschaumstück schneiden müssen.

Einige Thermo-Cutter, bei denen der Draht nicht unter Spannung steht und dick genug ist, erlauben das Formen des Schneidedrahts.

Dazu biegen Sie den gewünschten Umriss mit den Händen oder Werkzeugen in den Metalldraht. Anschließend wird er zum Konturschnitt im Gerät befestigt.

Was ist beim Kauf eines Styroporschneiders zu beachten?

Von Vorteil ist ein robustes und wartungsfreies Heißschneidegerät, das Sie flexibel einsetzen können und an dem Sie lange Freude haben. Je nach Modell verwenden die Hot-Cutter entweder einen Schneidedraht oder einen Klingenaufsatz, bei einigen können Sie zwischen mehreren schnell wechselbaren Werkzeugaufsätzen wählen.

Vergleichen Sie dazu den Lieferumfang: Manchmal werden Werkzeuge wie Schneidedraht, Klinge oder Gravieraufsatz im Set mit dem Basisgerät mitgeliefert. Geräte mit Niedervolttechnik und entsprechendem Netzgerät beugen Verletzungen bei versehentlichem Berühren des Metalldrahts vor.

Unser Praxistipp:

Achten Sie auf die Draht- oder Klingenlänge: Die Schnittlänge ist in der Produktbeschreibung zum Styropor-Schneider angegeben und bestimmt die maximale Schnitttiefe beziehungsweise Schnittbreite. Die stationären Werkzeuge unterscheiden sich in der Größe ihres Arbeitsbereichs. Die Leistung in Watt erlaubt Rückschlüsse auf die Aufheizgeschwindigkeit.

  

Verschleißteile

 

Schneidedraht und Klinge sind Verschleißteile. Beides bekommen Sie als Ersatzteil. Für größere Projekte wie eine Hausdämmung empfiehlt es sich, beim Kauf des Styroporschneiders gleich Ersatzdrähte in den Warenkorb zu legen. Mit einer Drahtbürste lassen sich Schneidklingen leicht von Styroporablagerungen reinigen. Das Entfernen von Materialresten ermöglicht saubere Schnitte und verlängert die Lebensdauer der Klinge.

5 Tipps für Ihren neuen Heißdrahtschneider

1. Auf Sauberkeit achten

Die Hartschaumplatten sollten frei von Aufklebern, Kleberrückständen und Schmutz sein.


2. Schnittlinie vorzeichnen 

Bei geraden Schnitten und für Rundungen mit vorgegebenem Verlauf ist es ratsam, die Schnittlinie anzuzeichnen. 
So erzielen Sie mit dem Styroporschneider genauere Resultate mit wenig Verschnitt.


3. Genügend vorheizen 

Für saubere Schnittkanten muss die eingestellte Temperatur zum Hartschaum passen und der Thermo-Cutter ausreichend lang vorgeheizt werden. Testen Sie das Gerät vor der Nutzung an einem Styropor-Abfallstück. Mit dem Probeschnitt finden Sie leicht heraus, ob der Draht oder das Messer heiß genug ist. 


4. Mäßiger Druck 

Führen Sie das Werkzeug gleichmäßig und mit moderatem Druck durch das Material, anderenfalls könnte der Draht verbiegen oder unschöne Kanten entstehen.


5. Tempo halten 

Die besten Schnittergebnisse erzielen Sie, wenn Sie das den Styropor-Schneider in einem Zug mit gleichbleibender Geschwindigkeit durchs Material ziehen. 

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