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Tintenstrahldrucker für optimalen Farbglanz

Ob für einfache Ausdrucke in Schwarz-Weiß, in Farbe oder für brillante Fotodrucke – Tintenstrahldrucker eignen sich für vielerlei Arten von Druckaufträgen und leisten in Privathaushalten wie im Office gute Dienste. Wie Drucker auf Basis von Tintenpatronen funktionieren und auf welche Kriterien Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Tintenstrahldrucker – die Klassiker unter den Druckern

Der erste Tintendrucker, der für den Endkunden konzipiert wurde, kam im Jahr 1984 auf den Markt – natürlich nur zum Drucken, denn Scannen oder Kopieren war damit noch nicht möglich. Der HP Thinkjet war lediglich für den Schwarz-Weiß-Druck auf DIN-A4-Seiten ausgelegt, meisterte eine Grafikauflösung von 96 x 96 dpi beziehungsweise 192 x 96 dpi und arbeitete mit einer Lautstärke unter 50 dB. Darüber können Hersteller moderner Tintendrucker nur schmunzeln. Mittlerweile punkten tintenbasierte Drucker mit ausgefeilter Technik, liefern Ausdrucke in Schwarz-Weiß oder Farbe in exzellenter Druckqualität, kommen als Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte sogar mit Scanner und Kopierer daher und sind schon zu günstigen Preisen erhältlich.

Funktionsweise von Tintenstrahldruckern: So kommt die Tinte aufs Papier

Während Laserdrucker mit feinem Tonerpulver ein Bild erzeugen, stellen Tintendrucker (oder auch Inkjet-Drucker) jedes Bildelement mithilfe von Tintentröpfchen dar. Zu diesem Zweck wird eine Düse beim Druckvorgang Zeile für Zeile über das Blatt geführt. Ausgestattet sind die Drucker häufig mit Tinte in den Farben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Die Geräte verfügen entweder über je eine Patrone pro Farbe oder über eine Schwarz- und eine große Farbpatrone, in der Cyan, Magenta und Gelb untergebracht sind. (Bei reinen S/W-Druckern entfallen die Farbpatronen.)
Doch wie kommt die Tinte nun aufs Blatt? Drucker mit Tintenstrahl arbeiten nach dem Bubble-Jet-Verfahren oder mit der Piezo-Technik:

Bei Bubble-Jet-Druckern, auf die beispielsweise Canon und Hewlett-Packard (HP) spezialisiert sind, wird die Tinte durch Metallelemente kurzzeitig stark erhitzt. Bei diesem Vorgang entsteht eine Dampfblase, durch deren Druck ein winziges Tröpfchen Tinte aus der Düse direkt aufs Papier gestoßen wird. Anschließend kühlen die Heizelemente ab, weitere Tinte fließt nach. Alle Elemente befinden sich in ihrem Ursprungszustand und sind bereit für den nächsten Druckpunkt. So arbeitet sich ein Bubble-Jet-Drucker Punkt für Punkt über das Blatt. Abhängig von der Anordnung der Elemente wird zudem zwischen Edge- und Sideshootern unterschieden. Bei einem Edgeshooter stehen die Düsen im rechten Winkel zum Heizelement, beim Sideshooter liegen sich Dampfblase und Düsenbohrung gegenüber. Im Regelfall sitzen bei Bubble-Jet-Druckermodellen die Patronen fest am Druckkopf, so dass alle Elemente in einem Schwung ausgetauscht werden müssen. Das ist auch notwendig, denn durch den ständigen Temperaturwechsel entsteht ein hoher Verschleiß. 

Beim Piezo-Verfahren, das vor allem bei Brother- und Epson-Druckern genutzt wird, erzeugt ein Piezo-Kristall den notwendigen Druck, um die Tinte auf das Druckmedium zu befördern. Der Piezo-Kristall ist ein Keramikbauteil, das im Inneren des Tintenkanals sitzt und sich ausdehnt, sobald es unter elektrischer Spannung steht. Unter Druck wird die Tinte aus der Düse gestoßen – genau wie es auch bei der Bubble-Jet-Variante der Fall ist. Wird die elektrische Spannung weggenommen, werden alle Elemente in ihren Ursprungszustand zurückversetzt, bis der nächste Druckpunkt folgt. Bei Piezo-Druckern kommen im Normalfall Permanent-Druckköpfe zum Einsatz, die dauerhaft im Gerät verbleiben. Hier werden nur die Tintentanks ausgetauscht.

Tintenstrahldrucker kaufen – Ausstattung, Tintenpatronen, Verbrauchsmaterial

Wenn Sie die Neuanschaffung eines Tintenstrahldruckers ins Auge fassen, sollten Sie die Ausstattung des Druckers, die Folgekosten für Verbrauchsmaterial wie Tintenkartuschen und die Herstellerangaben zu Druckgeschwindigkeit und technischen Besonderheiten unter die Lupe nehmen. Viele Hardware-Magazine oder Verbraucherorganisationen, darunter die Stiftung Warentest, führen regelmäßig Tintenstrahldrucker-Tests durch, bei denen aktuelle Modelle nach bestimmten Kriterien geprüft werden. Bei Tintenstrahldrucker-Tests und -Vergleichen können jedoch nicht alle auf dem Markt erhältlichen Geräte begutachtet werden. Wenn Sie einen guten Drucker zum günstigen Preis suchen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Preis-Leistungs-Sieger. Damit Sie aber das beste Modell für ihren Einsatzzweck ausfindig machen können, finden Sie in unserem Ratgeber die wichtigsten Kaufkriterien im Überblick:

Schwarz/Weiß oder in Farbe:

Die meisten erhältlichen Tintenstrahldrucker sind echte Alleskönner, die mit brillantem Farbdruck überzeugen. Mono-Tintenstrahldrucker beziehungsweise S/W-Tintendrucker findet man nur noch selten auf dem Markt. Sie sind aber optimal für den schnellen und günstigen Druck von Dokumenten und Grafiken in S/W geeignet.

Drucker oder All-in-One:

Wenn Sie ausschließlich drucken möchten, genügt ein Modell, das nur diese spezifische Funktion bietet. Allerdings erhalten Sie Farbtintenstrahldrucker auch als günstige All-in-One-Lösungen. Mit einem All-in-One-Drucker können Sie nicht nur drucken, sondern auch kopieren, scannen und faxen. Drucker mit Scanner, Kopierer und Fax-Funktion sind platzsparend und die ideale Lösung für Verbraucher, die gelegentlich Dokumente kopieren, zu Digitalisierungszwecken scannen oder per Fax versenden möchten.

Papierkapazität und Papierformat:

Möchten Sie nur Standard-Dokumente drucken? Dann ist ein Gerät für das Papierformat A4 ausreichend. Viele Modelle unterstützen aber ebenfalls DIN A3, A3+ und benutzerdefinierte Formate. Bei mittlerem bis hohem Druckaufkommen sollten Sie außerdem die Kapazität der Papierkassette(n) prüfen. Je mehr Blätter in der Kassette Platz finden, desto seltener müssen Sie für Nachschub sorgen.

Tinte – Einzeltanks oder Kombipatronen:

Beim Kauf eines Tinten-Multifunktionsgeräts sollten Sie die Folgekosten für das Verbrauchsmaterial im Auge behalten – ein Vergleich verschiedener Modelle lohnt sich diesbezüglich. Die Kosten für Druckertinte variieren von Hersteller zu Hersteller sowie von Modell zu Modell. Manche Drucker sind mit einer schwarzen sowie einer Kombipatrone mit allen Farben ausgestattet, andere hingegen verfügen über je eine Patrone pro Farbe. Der Vorteil der letzteren Variante ist, dass Sie nur die Farbe austauschen beziehungsweise neu befüllen müssen, die leer ist. Bei Druckern, deren Patronen am Druckkopf sitzen, muss stets beides ausgetauscht werden.

Druckauflösung:

Eine gute Druckqualität ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie oft Grafiken oder Fotos drucken möchten. Nicht immer muss ein spezieller Fotodrucker angeschafft werden, um Urlaubsbilder in optimaler Druckqualität drucken zu können. Oftmals genügt ein Tintenstrahlmodell. Die Auflösung geben Hersteller in der Einheit dpi an. Die Abkürzung dpi steht für dots per inch, also für Punkte pro Zoll. Je höher die Auflösung, desto feiner das Druckbild – vorausgesetzt, das Originalbild gibt die dazu benötigten Informationen auch aus. Ein Bild von geringer Qualität beziehungsweise Auflösung wird selbst vom besten Drucker mit hohem dpi-Wert nicht besser gedruckt.

Druckgeschwindigkeit:

Bei geringem Druckaufkommen spielt die Druckgeschwindigkeit eine untergeordnete Rolle. Im Büroalltag sieht das im Regelfall schon anders aus. Ein Vergleich der Druckgeschwindigkeit der besten Tintenstrahldrucker, die für Sie in Frage kommen, ist in diesem Fall zu empfehlen. Achtung: Viele Hersteller geben nicht nur die Druckgeschwindigkeit von Dokumenten in Schwarz-Weiß an, sondern liefern auch Angaben zum Farb- und Foto-Druck.

Duplex-Druck:

Ein Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker mit Duplexeinheit hat vielerlei Vorteile. Der automatische Duplexdruck bietet Bedienkomfort und hilft, Papier einzusparen. Mit diesem Verfahren werden Dokumente beidseitig bedruckt, wobei der Drucker die Seite automatisch umdreht. Diesen Vorgang können Sie auch manuell durchführen.

Mobile- und Cloud-Dienste:

Druckaufträge lassen sich nicht nur via Computer versenden, denn auch auf Smartphones und Tablets werden Dokumente, Grafiken oder Fotos gespeichert, die komfortabel über die Endgeräte ausgedruckt werden können. Das ist dank Google Cloud Print oder Apple AirPrint problemlos möglich. Mithilfe solcher und ähnlicher Dienste wird das drahtlose Drucken zum Kinderspiel.

Komfortable Bedienung:

Mit einfach zugänglichen Patronen und Papierkassetten können die meisten Tintenstrahldrucker standardmäßig überzeugen. Noch mehr Komfort bietet ein LC-Display, über das Befehle erteilt beziehungsweise Einstellungen vorgenommen werden können.

Weitere Features:

Netzwerk- und WLAN-fähige Multifunktionsdrucker sind nicht in jedem Fall notwendig. Die Anschaffung eines WLAN-Druckers, der auch Wi-Fi Direct unterstützt, ist aber besonders dann ratsam, wenn mehrere Nutzer auf das Gerät zugreifen sollen oder wenn sich der Standort des Druckers in einiger Entfernung zum Computer befindet. Mit einem Drucker, der via WLAN ins Netzwerk eingebunden werden kann, verschicken Sie Druckaufträge kabellos. Der Direktdruck via USB-Anschluss – beispielsweise von USB-Sticks – ist ebenfalls nützlich, sowohl im großen Büro als auch im Home-Office oder im Privathaushalt. Über einen Slot für SD-Karten können Sie zudem auf der Speicherkarte Dateien vom Scanner speichern oder hinterlegte Dokumente ausdrucken. Auch ist es möglich, Dateien vom Scanner via WLAN an eine hinterlegte E-Mail-Adresse zu schicken. Manche Drucker unterstützen zudem CD-, DVD- oder Blu-ray-Direktdruck. Wenn Sie einen Multifunktionsdrucker im Büro nutzen, sollten Sie auf diverse Sicherheitsfeatures Wert legen. 
Übrigens: Prüfen Sie gleich, ob das passende Druckerkabel im Lieferumfang inbegriffen ist. Sollte das nicht der Fall sein, so müssen Sie ein Kabel – beispielsweise ein USB-Kabel mit USB 2.0 – separat hinzukaufen.

Das richtige Papier für den Drucker

Bei der Tintenstrahl-Technologie wird das Papier mit Tinte „bemalt“. Kleinste Punkte setzt der Tintenstrahldrucker auf das Medium, woraus Fotos und Grafiken, Buchstaben und schließlich ganze Textseiten entstehen. Deshalb ist das passende Papier besonders wichtig. Standard-Druckerpapier hat ein Gewicht von 80 g pro Quadratmeter und ist für Textdruck optimal geeignet. Wer größere Grafiken oder Fotos ausdrucken möchte, ist unter Umständen mit etwas schwererem und somit dickerem Papierformat (z. B. 100 g/m²) auf der sicheren Seite. Dann scheinen auch Farbflächen nicht allzu stark auf der Rückseite durch.

Bei Fotodruckern und Tintendruckern, mit denen Sie Fotos ausdrucken möchten, sollten Sie grundsätzlich spezielles Fotopapier verwenden. Hier sind neben dem Gewicht auch das Format und die Beschaffenheit der Oberfläche entscheidend. Hochglanz oder Mattierung stehen in vielen Abstufungen zur Auswahl und bringen die Farben auf dem Fotopapier zum Strahlen. Viele Tintenstrahlgeräte eignen sich als Fotodrucker und wissen mit hoher Druckqualität zu überzeugen.

Unser Praxistipp: Tintenstrahldrucker reinigen

Bevor Sie umfangreiche Dokumente zum Drucken in Auftrag geben, empfiehlt es sich, eine Testseite zu drucken, um zu prüfen, ob die Tinte ordnungsgemäß ausgegeben wird. Ist das nicht der Fall, können Sie eine Druckkopfreinigung durchführen. Übrigens: Tintenrückstände auf Rückseiten von Dokumenten werden häufig von Tintenablagerungen im Druckergehäuse verursacht.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Tintenstrahldruckern

Wann muss eine Patrone ausgetauscht werden?

Moderne Tintenpatronen sind je nach Größe und gewählter Druckart (z. B. Spar-Funktion) mehr oder weniger langlebig. Durch die Versiegelung beim Ausschalten trocknen sie nur sehr langsam aus. Wie hoch der Füllstand einer Patrone ist, zeigt die Software des Druckers jederzeit an. Durch eine entsprechende Vorwarnung des Systems können Sie rechtzeitig Ersatz beschaffen.

Wie werden Patronen getauscht?

Die Tintenpatronen im Tintenstrahldrucker können über das Öffnen einer Klappe erreicht werden. Die Patronen werden je nach Gerät einzeln entnommen und gegen neue getauscht. Anschließend sollte immer das Testdruck-Programm des Druckers gestartet werden, um eine fehlerfreie Funktion aller Druckdüsen zu prüfen. Sind Streifen im Ausdruck zu sehen, hilft die Reinigungsfunktion der Druckersoftware weiter. Für optimale Ergebnisse sind ein stabiler Halt und eine exakte Platzierung der Patronen nötig.

Welche Tintenpatrone ist die richtige?

Für optimale Ergebnisse vor allem beim Fotodruck sind die Originalpatronen der Hersteller grundsätzlich die beste Wahl. Einige Geräte sind besonders für die kostengünstige Nutzung konzipiert und können bei Bedarf mit XL-Patronen für höhere Reichweiten ausgestattet werden. Wie auch bei Laserdruckern werden für Tintenstrahldrucker kompatible Patronen angeboten, die bei erhöhtem Druckaufkommen eine deutliche Kosteneinsparung bedeuten können. Zudem wird man durch die Möglichkeit des Recyclings dem Umweltgedanken gerecht.

Ist ein Tintenstrahl- oder ein Laserdrucker die richtige Wahl für mich? 

Geräte beider Druckertechnologien sind zu günstigen Preisen erhältlich und liefern Ausdrucke in guter Qualität. Beide Technologien arbeiten mittlerweile flott und leise. Zwar sind die Anschaffungskosten für einen Laserdrucker – und auch für die dafür benötigten Tonerkartuschen – im Normalfall etwas höher, dafür liefern Laserdrucker selbst mit günstigen Papierformaten präzise und langanhaltende Druckergebnisse. Wenn es um den Fotodruck geht, wird prinzipiell zu einem Modell mit Tintenstrahl geraten. Laserdrucker mit Tonerkartuschen eignen sich hierfür weniger gut.

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