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Touchscreen Monitore: Sinnvolles Equipment in Betrieben

Während im privaten Bereich neben klassischen PCs samt Monitor vor allem Tablet-PCs und Smartphones im Einsatz sind, setzen viele Unternehmen und öffentliche Bereiche auf leistungsstarke Computer samt Touchscreen-Monitor. Die Monitore werden beispielsweise in Kassensysteme integriert oder dienen Kunden zur Interaktion mit Geldautomaten. Im Gesundheitswesen nutzen Ärzte und Pflegepersonal spezielle Monitore sowohl zur Überwachung der Patienten als auch in der Diagnostik. In vielen industriellen Branchen sind sie hingegen im Einsatz, um CNC-Maschinen zu steuern und Abläufe in Echtzeit sowie zur Qualitätssicherung zu überwachen. In öffentlichen Gebäuden und im Bildungsbereich dienen die Monitore Erwachsenen und Schülern zur Informationsweitergabe und zur Weiterbildung.

Tastaturen und die Computermaus als Eingabegeräte erweisen sich in vielen beruflichen Anwendungsbereichen mehr und mehr als Fehlerquellen und sind nicht mehr zeitgemäß. Touchscreen-Monitore ersetzen daher die Maus durch Gesten und externe Keyboards durch digitale Tastatureingaben. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die wichtigsten Fakten zur Touchscreen-Technologie und geht auf Aspekte wie Panel-Technologie und Anschlüsse ein. Unternehmen können so faktenbasierte Kaufentscheidungen treffen.


Wie funktioniert ein Touchscreen-Monitor?


Ein Touch-Bildschirm stellt im Gegensatz zu alten Monitoren nicht nur Informationen dar, sondern erlaubt über Finger-Kommandos die Eingabe von Daten. Damit dies funktioniert, ist ein Touch-Panel eingebaut. Diese Funktionsweise kannten bereits Röhren-Bildschirme. Ein integrierter Sensor arbeitete mit Infrarotlicht und konnte so die Position eines Fingers ermitteln. Der Monitor wurde dafür intern in kleine Kästchen, ähnlich einem Schachbrett, aufgeteilt. Die exakte Position war damit nicht bestimmbar, was die Touch-Bedienung in der Praxis schwierig machte.

Mit den Jahren entwickelte sich die Technologie jedoch zu dem, was sie heute ist. Im 21. Jahrhundert dominieren zwei Formen der Bewegungserfassung die Technikwelt.

Oberflächen-kapazitive Touchscreens

Die Mehrheit der Bildschirme mit Touchsystem nutzt diese Form. Die Panels bestehen aus zwei Schichten, zwischen denen sich ein Elektroden-Koordinatennetz befindet. Dafür werden Spalten und Zeilen gebildet, die sich an ihren vielen Kreuzpunkten berühren. Ein integrierter Schaltkreis misst unablässig, ob an den Kreuzpunkten eine Spannungsveränderung auftritt.

Das Netz reagiert dementsprechend nicht auf Druckveränderungen bei Berührung, sondern auf die sich ändernde Spannung. Entsprechend funktioniert die Bedienung nur mit einem leitfähigen Eingabestift oder dem Finger. Im privaten Bereich ist der oberflächen-kapazitive Touchscreen weit verbreitet. Smartphones und Tablets arbeiten nach diesem Prinzip. Auch im Business-Bereich können die Bildschirme genutzt werden, etwa im Büroalltag, in Behörden und in Bildungseinrichtungen.

 

Resistive Touchscreens

Wird auf dieses System gesetzt, genügt sehr wenig Druck, um die Bewegung zu registrieren. Dafür besteht der Bildschirm aus zwei leitfähigen Schichten. Die obere Schicht, die Sie berühren, ist meist aus einer dünnen Polyesterfolie gefertigt, während die untere Schicht aus Glas besteht und unter Gleichspannung steht. Der Druck auf die Folie wird durch die Spannung messbar und erlaubt, die Position der Druckstelle weiterzugeben.

Das resistive System hat den klaren Vorteil, dass es keiner leitfähigen Berührung bedarf. Es geht allein um den Druck. Daher spielt es keine Rolle, ob ein Handschuh über dem Finger liegt oder ein Stylus beziehungsweise irgendein anderer Gegenstand zum Einsatz kommt.

In der Praxis werden resistive Touchscreens beispielsweise in Navigationssystemen und Handheld-Konsolen im Privatgebrauch genutzt, aber auch in der Industrie, wo Handschuhe oft zur Standardbekleidung der Mitarbeiter zählen. Auch im Gesundheitswesen sind resistive Touchscreens der Standard, damit Mediziner und Pflegepersonal Hygienestandards wahren können.


Welche Panel-Technologie ist im Einsatz?
 

Zunächst das Wichtigste: Die Anzeige auf einem modernen Bildschirm erfolgt standardmäßig über einen LCD-Monitor. Die LCD-Technologie basiert auf Flüssigkristallen, die in der Lage sind, die Polarisationsrichtung des Lichtes zu beeinflussen. Die Flüssigkristalle sind entweder vertikal oder horizontal angeordnet. In diesem Zusammenhang werden das TN-Panel (Twistet-Nematic-Panel), das VA-Panel (Vertical Alignment Panel) und das IPS-Panel (In-Plane Switching) unterschieden.

Jeder Touchscreen-Monitor verfügt über einen der drei Paneltypen. Sie unterscheiden sich im Detail stark, weshalb es wichtig ist, vor dem Kauf über die Unterformen und ihre Eigenschaften im Bilde zu sein. Dieser Ratgeber erleichtert Ihnen die Informationssuche durch eine Gegenüberstellung.

TN-Panel

Diese Panel-Technologie ist die preisgünstigste und nutzt Flüssigkristalle, die sich bei steigender Spannung immer stärker senkrecht positionieren. Die LED-Hintergrundbeleuchtung kann umso schlechter hindurchstrahlen, je aufrechter die Kristalle stehen. Die Helligkeit des Pixels ändert sich folglich, was im Gesamtbild die Darstellung ermöglicht. Die Reaktionszeit der TN-Panels ist sehr gut, allerdings lässt die Blickwinkelstabilität stark zu wünschen übrig. Abseits der frontalen Betrachtung ist die Anzeige auf dem Bildschirm ungenau. Für private Nutzer ist die Technologie alltagstauglich und daher weit verbreitet.

 

VA-Panel

Auch diese Panels nutzen die Spannung, um die Flüssigkeitskristalle in eine andere Position zu bringen. In diesem Fall liegen die Kristalle jedoch zunächst in vertikaler Form vor und neigen sich mit der Spannungssteigerung in die Horizontale. Da sie in der Senkrechten das Licht vollständig hindurchlassen und in der Waagerechten die Lichtinformationen komplett blockieren, ist der Kontrastwert sehr hoch. Aufgrund der deutlichen Kontraste, nutzen Branchen im Medizinsektor sowie Unternehmen, die mit CAD-Technologie arbeiten, gern diese Panels. Auch ihre Blickwinkelstabilität ist deutlich besser, allerdings verlangsamt sich dadurch die Reaktionszeit.

 

IPS-Panel

Die Kristalle liegen in horizontaler Ebene vor und sind parallel zueinander positioniert. Verändert sich die Spannung, drehen sie sich. Die Anordnung erlaubt eine hohe Blickwinkelstabilität und darüber hinaus einen sehr guten Kontrast. Auch die Farbtreue ist sehr gut. Diese Panels punkten zudem dann, wenn die Umgebungstemperatur steigt. Ein VA-Panel bildet in der Praxis ab circa 57 Grad Celsius schwarze Flecken, bis die Temperatur wieder sinkt. Damit ist beim IPS-Panel nicht zu rechnen. Ein IPS-Panel ist daher vor allem im Business-Bereich die erste Wahl. Allerdings sind die Anschaffungskosten etwas teurer.


Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines guten Touch-Monitors?
 

Für die Kaufentscheidung spielen noch weitere Faktoren eine Rolle. Die folgende Tabelle benennt und beschreibt die wichtigsten Eigenschaften:

 

Displaygröße von platzsparenden Modellen bis hin zu großem Bildschirmdiagonalen
Höhenverstellbarkeit für mehr Mobilität am Arbeitsplatz
Auflösung im Idealfall in Full HD, entspricht 1920 x 1080 Pixel
Kontrast wird in Verhältnissen angegeben, beispielsweise 8.000.000:1
Single-Touch einfache Befehlseingabe mit einem Finger
Multi-Touch komplexere Bedienbarkeit mit bis zu zehn Fingern

Welche Anschlüsse unterscheidet die Praxis?

Ein wichtiges Augenmerk liegt außerdem auf den Anschlüssen der Monitore. Sechs Möglichkeiten fasst der Ratgeber Ihnen im Überblick zusammen:

  • HDMI – der Standard und für HD-ready-Auflösung geeignet

  • VGA – veraltete Schnittstelle für ausnahmslos analoge Signale

  • DVI – erlaubt die Übertragung digitaler und analoger Daten

  • USB – Schnittstelle für externe Festplatten, Tablets und Smartphones

  • Micro-USB/MHL – neuer Standard für Geräte mit Micro-USB-Buchse

  • DisplayPort – jüngster Verbindungsstandard, der auch 7K-Auflösung erlaubt


Kurz und knapp: FAQ
 

Wie wird der Monitor gereinigt?

Da moderne Computer und Bildschirme kostenintensiv in der Anschaffung sind, ist die Pflege wichtig. Die Reinigung eines Touchscreen-Monitors gelingt allerdings sehr einfach. Es genügt, ein trockenes Mikrofasertuch zu benutzen. Für hartnäckigere Flecken kann das Tuch nebelfeucht genutzt werden. Auf keinen Fall sollte ein aggressiver Reiniger zum Einsatz kommen. Die Oberfläche kann sonst beschädigt werden und der Touchscreen-Monitor funktioniert nicht mehr einwandfrei.

Gibt es einen Touchscreen-Monitor für Windows XP?

Zu Zeiten von Win XP wurde bereits über die Bedienbarkeit mittels Touchscreens nachgedacht. So liefen beispielsweise Fahrkartenautomaten mit diesem Betriebssystem. Da heute Windows XP weder im privaten noch für den Business-Bereich relevant ist, werden Sie keine entsprechenden Modelle finden.

 

Kann man einen Touchscreen-Monitor an einem Computer mit Windows 7 betreiben?

Für Win 7 gab es diverse Möglichkeiten mit Touch-Monitor. Da allerdings der Sicherheitssupport im Januar 2020 eingestellt wurde, sollte kein Unternehmen mehr auf Windows 7 setzen.

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