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Schalt- und Meldegeräte für Verteilerschränke

Verteilerschränke sorgen für Ordnung und Sicherheit bei Elektroinstallationen im Wohn- und Unternehmensbereich. Sie ermöglichen den schnellen Zugang zu wichtigen Schalt- und Meldegeräten und verhindern, dass Unbefugte Zugriff auf die eingebauten Baugruppen haben. Lesen Sie in unserem Ratgeber, welche Schaltgeräte es für Verteilerschränke gibt und welche Anforderungen an entsprechende Schränke gestellt werden.


Welche Schaltgeräte gibt es für den Verteilerschrank?

Egal ob in der Produktion oder im Büro – Verteilerschränke sind in nahezu jedem Gebäude vorhanden und stellen das Zentrum der Elektroinstallation dar. Verteiler bieten ein hohes Maß an Flexibilität und können individuell mit verschiedenen Komponenten bestückt werden. Nachfolgend werfen wir einen Blick auf einige der am häufigsten genutzten Schaltgeräte:

Ausschalter:

Wie es der Name schon sagt, werden Ausschalter dazu verwendet, elektrische Betriebsmittel ein- oder auszuschalten. Ohne einen entsprechenden Schalter wäre der angeschlossene Verbraucher dauerhaft aktiv.


Stromstoßschalter:

Bei Stromstoßschaltern handelt es sich dabei um ein elektromechanisch betätigtes Schaltrelais. Relais dieser Art besitzen eine Spule sowie einen Schaltkontakt. Durch einen auf die Spule wirkenden Stromimpuls kann der Schaltkontakt geöffnet oder geschlossen werden.


Hauptschalter:

Mithilfe eines Hauptschalters ist die allpolige Trennung einer elektrischen Anlage von der Stromversorgung möglich. Gewöhnlich hat ein solcher Schalter lediglich zwei Schaltpositionen.


Lasttrennschalter:

Ein Lasttrennschalter ist eine Kombination aus einem Lastschalter und einem Trennschalter. Er erfüllt dabei die Anforderungen, die an beide Schaltertypen gestellt werden.


FI-Schutzschalter:

Der FI-Schalter, oder Fehlerstromschutzschalter, ist absolut unverzichtbar. Wenn ein gefährlicher Fehlerstrom auftritt, fungiert der FI-Schutzschalter als Sicherung und unterbricht die Spannung. Er ist das mit Abstand am häufigsten verwendete Gerät im Bereich des Überspannungsschutzes und stellt das wichtigste Instrument zur Vermeidung von Stromschlägen dar.


Anforderungen an Verteilerschränke

Ein Verteilerschrank muss vielen Anforderungen gerecht werden.

Die Anforderungen an Verteilerschränke und Stromverteiler sind hoch. Die DIN EN 61439 gibt dabei die Rahmenbedingungen hinsichtlich der Betriebsbedingungen, Bauanforderungen und technischen Eigenschaften vor. Während bei kleinen Verteilern das Gehäuse häufig aus Kunststoff gefertigt wird, bestehen große Verteilerschränke gewöhnlich aus hochwertigem Stahlblech. Es sind sowohl Wand- als auch Standschränke und Einbauschränke im Handel erhältlich.

Verteilerschränke für den Außenbereich werden ebenfalls angeboten. Hier ist eine zusätzliche Aufheizung durch Sonneneinstrahlung zu berücksichtigen, denn nach DIN EN 61439 darf die Umgebungstemperatur nur zwischen -5 °C und maximal 40 °C liegen. Ebenfalls muss bei Schränken, die außerhalb von Gebäuden betrieben werden, auf eine hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung geachtet werden. Wichtig ist zudem eine dem Aufstellungsort angemessene IP-Schutzklasse.

Welche weiteren Anforderungen ein Verteilerschrank erfüllen sollte, ist ebenso davon abhängig, ob ausschließlich ausgebildete Elektrofachkräfte oder auch Laien am Schrank arbeiten dürfen. Ist letzteres der Fall, müssen alle aktiven Komponenten mit einer Abdeckung versehen werden, die als Berührungsschutz dient. Alle Teile, die nur von Elektrofachkräften bedient oder gewartet werden dürfen, müssen sich in einem separaten Bereich befinden, der nur durch die Zuhilfenahme von Werkzeug zugänglich ist.


Was gibt es beim Kauf eines Verteilerschranks zu beachten?

Der Kauf eines Verteilerschranks setzt eine gewisse Planung voraus. Überlegen Sie vor der Anschaffung genau, was konkret benötigt wird. Genügt ein kleiner Schrank, der an der Wand montiert wird, oder muss es ein großer Standschrank aus Stahlblech sein? Es hängt maßgeblich vom geplanten Standort ab, welche IP-Schutzklasse benötigt wird. Ein Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern größer als 2,5 Millimeter sollte in jedem Fall gegeben sein.


Unser Praxistipp: Anforderungen im industriellen Bereich berücksichtigen 

Verteilerschränke, die im Industriebereich verwendet werden, müssen besondere Kriterien erfüllen. Neben einer dem Standort angemessenen Schutzart sind auch eventuell auftretende mechanische und chemische Beanspruchungen bei der Auswahl des Schrankes zu berücksichtigen. In Werkstätten oder Produktionshallen beispielsweise werden an einen Verteilerschrank unter Umständen besondere Anforderungen hinsichtlich der Schlagfestigkeit sowie der Beständigkeit gegenüber Arbeitsstoffen gestellt.


FAQ – häufig gestellte Fragen zu Schalt- und Meldegeräten

Wofür steht die Abkürzung IK10?

Der IK-Code ist nach IEC 62262 genormt und gibt die Widerstandsfähigkeit von Gehäusen an. Je höher die Ziffer, desto höher ist die Schlagenergie, der der Verteiler-Standschrank standhalten kann. Bei der Schutzart IK00 ist keine Stoßfestigkeit gegeben, während ein Verteilerschrank mit IK10 bis zu 20,0 Joule aushalten kann.

Was ist eine Tragschiene?

Es handelt sich dabei um eine im Inneren eines Verteilerschranks angebrachte Metallschiene, die nach DIN EN 60715 normiert ist. Sie ermöglicht die Installation elektrischer Komponenten wie Hauptschalter, FI-Schutzschalter oder Stromstoßschalter durch einfaches seitliches Aufschieben. Da die Schiene genormt ist, wird die Montage deutlich vereinfacht und beschleunigt, was Zeit und letztlich auch Geld spart.

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