Wasserversorgungsanlagen: Wasser marsch in Haus und Garten!

Die Auswahl an Wasserversorgungsanlagen für Haus- und Gartenbesitzer ist groß. Sie reicht von der Regenwassernutzungsanlage zur umweltfreundlichen WC-Spülung und Gartenbewässerung über Modelle mit Brunnenpumpenanbindung bin hin zur Warmwasser-Wärmepumpe, die aus der Raumluft gewonnene Energie zur Warmwasserbereitung einsetzt.

Das sind die Vorteile einer heimischen Wasserversorgungsanlage

Eine eigene Wasserversorgungsanlage spielt im Rahmen einer umweltfreundlichen, kostengünstigen, effizienten und damit nachhaltigen Wasserversorgung eine immer wichtigere Rolle. Wasserversorgungsanlagen gibt es in Varianten für verschiedene Einsatzbereiche. Die Geräte kommen bei der Eigen- und Einzelwasserversorgung zum Einsatz, bei der Nutzung von Regenwasser als Gebrauchswasser (Regenwassernutzungsanlage) und als Warmwasser-Wärmepumpe zum Aufwärmen von Trinkwasser und Brauchwasser. Wasserversorgungsanlagen eignen sich für Neubauten und sind auch für die Nachrüstung bestehender Immobilien im Rahmen einer Sanierung eine gute Wahl.  

Der individuelle Nutzen einer Wasserversorgungsanlage kann beachtlich sein. Besonders wirtschaftlich ist die Regenwassernutzung für Hausbesitzer mit großem Garten. Sie reduzieren damit etwa die Menge an Frischwasser, die Sie bislang für das Gießen des Gartens, der Rasenflächen und Ihrer Beete verbraucht haben. Mit dem passenden Gerät nutzen Sie künftig das auf Ihrem Grundstück in einem Tank, einer Zisterne oder einem Rückhaltebecken gesammelte und damit bis auf die Abwassergebühren kostenlose Regenwasser zur Gartenbewässerung.

Auch zum Wäschewaschen und für die Toilettenspülung können Sie das gesammelte Wasser in vielen Gemeinden im Einklang mit der jeweiligen Trinkwasserverordnung einsetzen. Durch das kalkarme und damit weiche Regenwasser können Sie sogar die Waschmittelmenge und den Weichspüler reduzieren. Das alles schont Ihren Geldbeutel und ist positiv für die Umwelt.

Gut: Dank der automatischen Trinkwassernachspeisung moderner Wasserversorungsanlagen geht Ihrem Garten, WC oder der Waschmaschine auch während länger andauernder Trockenperioden das Nass nicht aus.

Wie funktioniert eine Regenwassernutzungsanlage?

Steigende Preise für Trinkwasser sowie Abwasser und der Wunsch nach einem besseren Schutz der Umwelt machen die Regenwassernutzung für Hausbesitzer immer lohnender. Mit einer Anlage zur Regenwassernutzung gewinnen Sie einen Großteil des Brauchwassers für Ihren Haushalt aus der Natur.

Über die Regenwassernutzungsanlage fangen Sie das von den Dachflächen Ihres Gebäudes abfließende Niederschlagswasser in einem Regenwasserspeicher auf. Durch Zuschaltung einer Brunnenpumpe lässt sich auch das Grundwasser sammeln. Ein Filter reinigt das aufgefangene Wasser, bevor es in den Tank innerhalb des Gebäudes oder die Zisterne im Gartenbereich geleitet wird. Üblich ist ein platzsparender Einbau des Tankbehälters aus Kunststoff oder Beton im Erdreich oder ein lichtgeschützter Standort im Keller. Auch stillgelegte Öltanks und Abwassertanks können nach entsprechender Reinigung und Vorbereitung im Rahmen der Regenwassernutzung verwendet werden. Eine in den Sammelbehälter integrierte Füllstandsanzeige informiert Sie über die vorrätige Regenwassermenge. Ein Überlauf in den Abwasserkanal oder eine Sickermulde reguliert den Wasserstand im Speicher bei maximaler Befüllung.

Hauptbestandteil der Regenwassernutzungsanlage ist eine leistungsstarke und laufruhige Saugpumpe. Die Pumpe transportiert das im Flüssigkeitstank oder der Zisterne gesammelte Wasser über ein eigenes Leitungsnetz zu den Verbrauchsstellen im Gebäude, auf der Terrasse und im Garten.

Die elektronische Steuerung der Wasserversorgungsanlage überwacht den Füllstand des Speichers. Bei Unterschreiten eines eingestellten Limits speist die Anlage automatisch Trinkwasser zur Sicherstellung der Versorgung in den Tank (Nachspeisung).

Was unterscheidet eine Wasserversorgungsanlage von einer Gartenpumpe?

Gartenpumpen sind kompakt, handlich, schnell einsatzbereit und vielseitig nutzbar. Sie können damit beispielsweise Regenwasser aus einer Regentonne zum Rasensprenger befördern oder das Wasser aus dem Pool abpumpen. Im Unterschied zu eine Wasserversorgungsanlage ist eine Gartenpumpe jedoch nicht Teil der fest installierten Hauswasserversorgung. Sie benötigen bei einer Gartenpumpe immer einen Schlauch oder eine zusätzliche Leitung, um das Wasser über die Pumpe zum Ziel zu transportieren.

Eine Wasserversorgungsanlage in Form einer Regenwassernutzungsanlage oder Warmwasser-Wärmepumpe ist fest mit dem häuslichen Wasserleitungsnetz verbunden. Die Montage bedingt einem entsprechenden Aufwand und macht das Gerät zum Teil der Wasserwirtschaft im Gebäude. Mit Abschluss der Installation können Sie das gepumpte Regenwasser beispielsweise aus den ganz normalen Wasserhähnen im Außenbereich zapfen und auch den Rasensprenger dort anschließen. Neben dem höheren Komfort profitieren Sie auch von einem höheren Wasserdruck, Filterungsmöglichkeiten und der Trinkwassernachspeisung bei Leerlaufen des Wasservorrats in der Zisterne oder dem Tank.

Was ist bei der Regenwassernutzung in Wasserversorgungsanlagen zu beachten?

Regenwasser unterliegt im Unterschied zu Trinkwasser keiner behördlichen Qualitätskontrolle. Filter innerhalb der Wasserversorgungsanlage helfen bei der Regenwassernutzung, das aufgefangene Regenwasser von Partikeln zu reinigen. Eine Überwachung und Aufbereitung wie in öffentlichen Wasserwerken findet jedoch nicht statt. Deshalb schreiben die lokalen Trinkwasserverordnungen der Gemeinden klare Regeln für die Regenwassernutzung im Haushalt und die Trinkwassernachspeisung vor. Es lohnt sich, die in Ihrer Region geltenden Bestimmungen vor der Anschaffung einer Wasserversorgungsanlage zur Gewinnung von Regenwasser durchzugehen. Insbesondere darf das Regenwasser im Regenwasserspeicher und in den Leitungen nicht mit der Trinkwasserleitung in Verbindung kommen. Diese Anforderung lässt sich durch separate Leitungen für Brauchwasser und eine geschützte Nachspeisung leicht erfüllen. Üblich ist auch eine Anmeldung der Anlage beim Wasserversorger.

Wie funktioniert eine Warmwasser-Wärmepumpe?

Elektrische Warmwasser-Wärmepumpen sind Wasserheizgeräte zur Gewinnung von Wärme mit automatischer Steuerung. Sie nutzen die aus der Raumluft entzogene Wärme zur umweltfreundlichen Warmwasserbereitung im Haushalt. Eine beispielsweise im Keller aufgestellte Wärmepumpe zur Wärmerückgewinnung wird an das Stromnetz angeschlossen, mit der Trinkwasserleitung verbunden und in den Warmwasserkreis integriert. Über einen Ventilator saugt das Gerät die Umgebungsluft an und entzieht ihr durch eine Pumpe die Wärme unter Verwendung eines elektronischen Verdichters. Die so gewonnene thermische Energie wird von der Anlage zur allmählichen Erwärmung des Trinkwassers im gedämmten Warmwasserspeicher genutzt. Die Größe des Heißwasserbehälters richtet sich nach dem Verbrauch der Familie.

Das Wasser im Speicher kann je nach Modell auf bis zu 65°C erhitzt werden. Durch das Vermischen mit Kaltwasser bei der Entnahme sind haushaltsübliche Nutzungstemperaturen möglich. Unter optimalen Bedingungen kann eine Warmwasser-Wärmepumpe locker ein Ein- bis Zweifamilienhaus mit Warmwasser versorgen. Besser ausgestattete Warmwasser-Wärmepumpen können neben der Raumluft auch die Außenluft zur Wärmerückgewinnung ansaugen.

Gut zu wissen: Die Kombination mit einer Anlage zur Wasserversorgung mit einer Solaranlage senkt die Energiekosten der Wasserversorgungsanlage zusätzlich.

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