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Entdecken Sie im Ratgeber viele hilfreiche Tipps und Hinweise rund um Platinen. Erfahren Sie mehr über Basismaterialien, Verwendungsmöglichkeiten und unterschiedliche Modelle.

 

Europlatine, Experimentierplatine und Steckplatine

Was ist eine Platine?

Die Platine ist wichtigster Bestandteil einer Leiterplatte, die in fast jedem elektronischen Gerät enthalten ist. Die Platine ist Basiselement für die elektronische Verbindung von Bauteilen mit dem Gerät. Fertige Leiterplatten sind auch unter dem Namen „gedruckte Schaltung“ oder der Abkürzung „PCB“ (Printed Circuit Board) bekannt. Eine Platine besteht grundsätzlich aus einem elektrisch leitenden Material sowie einer Kupferbeschichtung, den Leiterbahnen, die einem gewissen Schaltmuster folgen. Bei fotobeschichteten Platinen wird eine Vorlage auf das Basismaterial belichtet, die anschließend geätzt und galvanisiert, also elektrisch leitbar, gemacht wird. Auf die fertige Platine (Leiterplatte) können im Anschluss elektrische Bauteile gelötet werden, auf Steckplatinen werden die Bauteile hingegen mechanisch gesteckt.

Welche Platinen gibt es?

Experimentierplatinen
Experimentierplatinen dienen zum Ausprobieren (Experimentieren), für Laborschaltungen und kleine Serien. Diese sind im Conrad Online Shop in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichem Rastermaß erhältlich. Es gibt einseitig wie beidseitig besteckbare Modelle.
 

Europlatinen
Die sogenannte Europakarte ist eine Platine, die bereits mit Bauteilen bestückt ist und genormten Maßen entspricht, die z.B. in Computern Verwendung finden. Üblicherweise sind Europakarten im Maß 100x160 Millimeter erhältlich. 
 

IC-Platinen
IC-Platinen verfügen bereits über einen sogenannten IC, einen Integrierten Schaltkreis. Sie finden vor allem in Mikroprozessoren und Speicherbausteinen Verwendung.

Steckplatinen
Steckplatinen werden auch Steckboard genannt. Sie dienen der mechanischen Verbindung und Befestigung von elektrischen Bauteilen. Das heißt, bei diesen Platinen ist kein Löten notwendig und die Verbindungen können simpel umgesteckt werden – die ideale Platinenart für Versuche und Schaltexperimente.

Lochrasterplatinen
Lochrasterplatinen verfügen bereits über Bohrungen und Lötaugen in einem üblichen Rastermaß. Verbindungen mit Bauteilen müssen nur noch durch Löten hinzugefügt werden. Teilweise sind einige Augen bereits mit Leiterbahnen verbunden. Alternativ dazu gibt es Lochrasterplatinen, die bereits vollständig mit Leiterbahnen bestückt sind. 

Worauf muss man beim Kauf von Platinen achten?

Das passende Basismaterial

  • Kupfer (für dünnere Leiterplatten mit einer Dicke von 18 µm)
  • Hartpapier (Kennung FR2: das weniger stabile Urmaterial von Platinen)
  • Glasfaser mit Epoxidharz (Kennung FR4: verhärteter, duroplastischer Kunststoff für eine übliche Dicke von 35 µm)

Die passende Technik

  • Fotochemischer Prozess
  • Stanztechnik
  • Stecktechnik
  • Drahtlegetechnik
  • Siebdruck

Das passende Zubehör

  • Ätzmittel und Zubehör
  • Heizstab, Luftpumpe, Membranpumpe
  • Lötlack, Entwickler
  • Ätzmaschine
  • Belichtungsgerät
  • Abstandhalter und -bolzen
  • Platinenhalter
  • Bohrer
  • Lötleisten
  • Filmschwärzer

Doppelt hält besser: Eine gute Vorlage

Nicht nur muss die gewählte Schaltvorlage absolut plan auf der Platine aufliegen, auch sollten die Leiterbahnen auf der Vorlage absolut schwarz sein. Besonders bei Vorlagen, die Sie aus Zeitschriften auf Transparentfolie kopieren, aus dem Internet ziehen oder selbst mit einer Leiterplattensoftware erstellen, sollten Sie darauf achten, dass die Bahnen absolut schwarz auf der Folie zu sehen sind. Geben Sie im Notfall mehrere Kopien exakt übereinander auf die Platine und verwenden Sie eine Glasplatte als Beschwerer, sodass die Belichtung einwandfrei funktioniert. Sie können die Linien auch mit einem ätzfesten Permanentmarker nachschwärzen. 

FAQs: Die häufigsten Fragen zu Platinen

Wie kann ich meine eigenen Schaltvorlagen erstellen?
Wer seine eigenen Schaltideen umsetzen möchte, kann eigene Vorlagen erstellen. Dies geht am besten am PC mit einer Leiterplattensoftware. Im Conrad Online Shop finden Sie professionelle Leiterplattensoftware mit zahlreichen Features, wie Editier- und Zeichenfunktion. Hobbybastler greifen aber auch gerne auf eingeschränktere, jedoch frei verfügbare Software wie Eagle, Target oder DipTrace zurück. Die fertige Vorlage drucken Sie anschließend mit hoher Tonerauflösung auf eine Transparentfolie aus. Dies ist Ihre Belichtungsvorlage.

Worauf muss ich bei der Belichtung von Platinen achten?
Um das Layout bzw. die Vorlage auf die Kupferfläche zu bekommen, ist UV-Strahlung nötig. Ob Sie dafür ein professionelles Belichtungsgerät verwenden möchten oder sich mit anderen UV-Geräten aushelfen, bleibt Ihnen überlassen. Damit das Verfahren funktioniert, sind generell mehrere UV-Röhren mit kleiner Leistung nötig. Die Belichtungsdauer hängt von dem jeweiligen Belichtungsgerät und dem Abstand zur Platine ab. Behalten Sie im Hinterkopf, dass die Fotobeschichtung der Platine eine spektrale Empfindlichkeit von 400 Nm hat. 

Worauf muss ich beim Ätzen achten?
Nachdem Sie die belichtete Platine aus der Entwicklerlösung genommen und hoffentlich keine Über- bzw. Unterbelichtung und auch keine Grauschleier darauf entdeckt haben, wird geätzt. Besonders der Ätzvorgang bedarf einiger Sicherheitsvorkehrungen. Mindestens säurefeste Handschuhe und eine Schürze schützen Kleidung und Hände vor der Ätzsäure. Verwenden Sie zum Ätzen mit verfügbarem Zubehör wie Heizstab und Luftpumpe vorzugsweise Natrium- oder Ammoniumpersulfat. Beides bedarf einer Hitze von etwa 45-50° Grad. Alternativ dazu können Sie Ihre Platine auch mit Eisen-III-Chlorid bei Zimmertemperatur ätzen. Verwenden Sie in jedem Fall einen Platinenhalter, um die Platine in das angerichtete Ätzbad einzusetzen. Wenden und drehen Sie die Platine während des Ätzbades einige Male, um den Ätzvorgang gleichmäßiger zu gestalten. Mit frischer Ätzlösung aus Natrium- oder Ammoniumpersulfat sollten Sie etwa 10-15 Minuten für den Ätzvorgang einrechnen. Ätzen Sie so lange, bis das vollständige Leiterbild freigegeben und von Kupferresten befreit wurde. 

FAQs: Die häufigsten Fragen zu Platinen

Fazit: So finden Sie die passende Platine

Die passende Platine hängt von Ihrem Vorhaben ab: Je nachdem, ob Sie genormte Platinen mit integriertem Schaltkreis suchen, Steckplatinen für Experimente im Unterricht oder Ihr eigenes Schaltbild auf eine fotobeschichtete Platine ätzen möchten. Im Conrad Online Shop finden Sie neben Steckplatinen auch Experimentier- und Europlatinen aus Hartpapier oder dem robusteren Epoxidharz in vielen verschiedenen Größen und mit unterschiedlichem Rastermaß. Wählen Sie aus Modellen der Eigenmarke Conrad und anderen Herstellern wie Rademacher oder Phoenix Contact. Besonders für Bastler, die in den Platinenbau hineinschnuppern möchten, aber auch für den Physikunterricht eignet sich das praktische Einsteigerset von Conrad. Während im kleinen Set neben fünf Experimentierplatinen der Maße 125x73 mm auch ein Praktiker LED-Set, ein umfangreiches Kohleschicht-Widerstands-Set sowie ein Praktiker Elektrolytkondensator-Set enthalten sind, wird die Zubehörliste im großen Einsteigerset noch um einen Lötkolben mit Ablageständer und Saugpumpe erweitert.

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