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Ratgeber

Bewegungsmelder » Sicherheit für Ihr Eigentum

Mit Bewegungsmeldern sorgen Sie in verschiedenen Arbeits- und Lebensbereichen dafür, dass mehr Sicherheit einkehrt. Die Sensoren in den Meldern reagieren auf ungebetene Gäste und schlagen Alarm.

Alternativ aktivieren sie Wegbeleuchtungen und helfen so, Unfälle zu vermeiden. Worauf Sie beim Kauf der Geräte achten sollten, erfahren Sie hier in unserem Ratgeber.



Wie funktionieren Bewegungsmelder?

Sie fragen sich: Wie sind Bewegungsmelder aufgebaut und wie funktionieren sie? Das wird mit einem Blick ins Innere der Geräte beantwortet. Grundsätzlich erfüllen alle Unterarten den Zweck, eine Bewegung zu registrieren. Dafür werden verschiedene Sensoren genutzt.

Bevor die unterschiedlichen Sensortypen im Fokus stehen, der grobe Aufbau: 

Das Gehäuse mit einer festen Höhe und Einbautiefe beherbergt den Sensor. Dieser reagiert bei einer erfassten Bewegung als Schalter. Er leitet ein Signal an einen angeschlossenen Verbraucher weiter, was beispielsweise eine Alarmanlage oder ein LED-Strahler sein kann.



Wie arbeiten die verschiedenen Sensoren von Bewegungsmeldern?

Am häufigsten werden Sie auf PIR-Sensoren treffen. Daneben gibt es Modelle, die auf elektromagnetische Wellen oder Ultraschall setzen, sowie reine visuelle Bewegungserkennung.


PIR-Melder

International werden sie als „Pyroelectric Infrared Sensor“ oder „Passive Infrared Sensor“ bezeichnet. Es kommt Passiv-Infrarot-Licht zum Einsatz, weshalb die Geräte im deutschsprachigen Raum auch Infrarot-Bewegungsmelder genannt werden.

Es handelt sich um Halbleitersensoren, die streng genommen keine Bewegungen, sondern Temperaturdifferenzen erkennen. Die Temperaturänderungen werden durch die Körperwärme von Lebewesen ausgelöst.


Kameratechnik

Eine vierte Art arbeitet rein visuell. Eine eingebaute Kamera erfasst permanent den eingestellten Bereich.

Verändert sich die statische Umgebung durch eine Bewegung, wird automatisch eine Aufzeichnung gestartet. Je nach Einstellung kann neben dem Start einer Videoaufzeichnung auch ein automatisches Signal abgesetzt werden, um einen Alarm zu starten oder Sicherheitspersonal zu informieren.


Ultraschall

Der Bewegungssensor gibt hochfrequente Ultraschallwellen ab und reagiert, wenn Hindernisse die Wellen reflektieren. Auch diese Sensorart arbeitet nach dem Radar-Prinzip.


Elektromagnetische Wellen

Die Bewegungsmelder senden elektromagnetische Wellen aus, die von Lebewesen und Gegenstände im Erfassungsbereich reflektiert werden. Das Gerät wird also zum Radar-Bewegungsmelder.



Welche Arten von Bewegungsmeldern gibt es?

Wurde im Erfassungsbereich der Sensoren eine Bewegung registriert, kann der Melder auf diese Tatsache mit verschiedenen Aktionen reagieren. Es gibt daher weitere Unterarten im Hinblick auf die praktischen Funktionen.


Präsenzmelder

Sowohl im Smart Home als auch in öffentlichen Gebäuden, Werkstätten und Büros dienen diese Melder zum einfachen Erkennen eines Menschen, ohne einen akustischen Alarm auszulösen oder Sicherheitspersonal zu informieren.

Meist geht es darum, eine Lichtsteuerung zu automatisieren. Betritt eine Person den Erfassungsbereich, wird eine Lampe eingeschaltet. Nach einem fixen Zeitraum ohne Bewegung wird die Beleuchtung deaktiviert. Im Regelfall sind LED-Leuchten verbaut, da die LED-Technik langlebig und kostengünstig ist.

Präsenzmelder können abseits von Licht auch weitere Anlagen bei menschlicher Anwesenheit aktivieren, beispielsweise Lüfteranlagen oder das Öffnen einer Durchfahrschranke. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Denkbar ist auch, dass Geräte im Smart Home sofort von Stand-by in den aktiven Modus wechseln, wenn Sie nach Hause kommen, wie etwa die Stereoanlage.

Praxistipp: Dämmerungsschalter für außen

Ob als Business- oder Smart-Home-Bewegungsmelder: Dient ein Melder zur Lichtsteuerung, ist es in Bereichen mit Tageslicht sinnvoll, Modelle mit zusätzlichem Dämmerungssensor zu wählen. Die eingebauten Leuchten bleiben bei Tag deaktiviert. Nur bei wenig Licht während der Dämmerung und Nacht lösen Bewegungen das Einschalten der LEDs aus. Bereiche, die niemals von einer natürlichen Lichtquelle beschienen werden, benötigen entsprechend keinen Dämmerungsschalter.


Bewegungsmelder zum Einbruchschutz

Sollen unerwünschte Bewegungen erkannt werden, sind Bewegungsmelder an eine Alarmanlage gekoppelt. Der Sensor schaltet ein akustisches Signal zu, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen.

Häufig werden ein Warnton und das Einschalten greller Leuchten kombiniert, um Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Als Funk-Bewegungsmelder kann das Gerät die Warnung auch drahtlos weiterleiten.

Um nicht nur akute Gefahr zu bannen, sondern eine Videoüberwachung durchzuführen, sind Bewegungsmelder zum Einbruchschutz oft mit einer Kamera ausgestattet.

Gut zu wissen: Bewegungsmelder - Was ist erlaubt?

Bewegungsmelder ohne Kamera unterliegen keinen strengen Vorgaben. Erst bei der Kopplung an eine Überwachungskamera müssen Arbeitsrecht und DSGVO-Vorgaben beachtet werden.



Bewegungsmelder: Was ist zu beachten?

Die wichtigsten Kaufkriterien für Bewegungsmelder im Überblick:


Montageart

Bewegungsmelder werden meist an der Decke oder der Wand befestigt. Sollen Bewegungen im 360-Grad-Winkel erfasst werden, ist die Deckenmontage die erste Wahl. Allerdings eignen sich sehr hohe Decken nicht, wenn die Reichweite der Sensoren zu begrenzt ist.

Es gibt die Geräte als Aufputz- und Einbau-Bewegungsmelder. Der Einbau in Decke oder Wand ist aufwendiger, allerdings liegen die Geräte so auch besser versteckt.

Bei der Wahl der Montage spielt auch die Sensortechnik eine Rolle. Infrarot-Bewegungsmelder dürfen nicht nahe einer Fußbodenheizung sitzen, ebenso funktionieren Infrarot-Sensoren nicht durch Wände hindurch.

Gut zu wissen: Bewegungsmelder - Wie hoch?

In welcher Höhe Bewegungsmelder angebracht werden, beeinflusst ihre Reichweite. Als optimale Höhe werden von vielen Herstellern 2 bis 2,5 Meter angegeben.


Reichweite und Erfassungswinkel

Die Reichweite liegt im Durchschnitt bei zwölf Metern. Günstige Geräte enden bereits bei drei Metern, die besten Modelle erreichen bis zu 40 Metern. Der Erfassungswinkel liegt zwischen acht Grad und einer Rundumerfassung von 360 Grad. Teilweise ist der Winkel einstellbar.

Praxistipp: Wie Bewegungsmelder anschließen?

Erfolgt die Stromversorgung nicht über Batterien oder Akkus, muss eine Leitung für die Stromversorgung verlegt werden. Werden verbundene Geräte nicht über Funk gesteuert, ist für sie eine weitere Verkabelung notwendig. Die Hersteller legen Montage- und Installationshinweise bei. Im Zweifel sollte jedoch eine Fachkraft hinzugezogen werden.


Indoor versus outdoor

Wichtig ist abschließend die Frage: Wo werden Bewegungsmelder eingesetzt? Geräte für den Außenbereich benötigen eine entsprechend höhere Schutzklasse, um den Witterungen zu trotzen. IP54 ist empfehlenswert. Im Innenbereich genügt IP20.



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