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Kabelgebundene Alarmanlagen-Sets » Komplettlösung als Set

Kabelgebundene Alarmanlagen-Sets eignen sich hervorragend als Komplettlösung für Gewerbetreibende und Unternehmer. Mit ihrer Hilfe können Verkaufsräume, Geschäfte, Praxen, Produktionsstätten oder Büros sicherer gemacht werden. Welche Vorteile kabelgebundene Alarmanlagen bieten und worauf beim Kauf zu achten ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber.



Kabelgebundene Alarmanlagen-Sets für Unternehmen und Gewerbe

Kabelgebundene Alarmanlagen-Sets bieten alles, was man für einen umfassenden Schutz von Betriebsgebäuden, Gewerbeeinheiten und vergleichbaren Objekten benötigt. Sie setzen sich aus verschiedenen Sensoren, Meldern und Signalgebern zusammen und warnen nicht nur im Fall eines Einbruchs, sondern ebenso beim Austreten von Rauch, Gas oder Wasser.

Auf diese Weise kann sowohl Diebstahl als auch Sach- und Personenschäden vorgebeugt werden. Kabelgebundene Alarmanlagen ermöglichen es, bei Not- und Überfällen rechtzeitig zu reagieren und auf diese Weise zu mehr Sicherheit von Mensch und Inventar beizutragen.

Alarmsysteme im Set sind als Komplettlösung zu betrachten. Alle enthaltenen Komponenten sind aufeinander abgestimmt, um eine einwandfreie Funktionalität sicherzustellen. Je nach Größenordnung des zu sichernden Objekts und individuellem Bedarf werden Sets verschiedenen Umfangs angeboten, so dass sich für kleine, mittlere und große Gewerbe ein geeignetes Sicherheitssystem findet.



Bestandteile eines verdrahteten Alarmsystems

Kabelgebundene Alarmanlagen sind komplexe Systeme, die nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn alle Komponenten kompatibel zueinander sind und reibungslos miteinander interagieren. Doch woraus besteht eine Draht-Alarmanlage eigentlich? Wir haben Ihnen eine kleine Übersicht über die wichtigsten Komponenten zusammengestellt.

Alarmzentrale:

Als Kontroll- und Steuerungseinheit bildet die Alarmzentrale das Herzstück einer jeden Alarmanlage. Sie dient dazu, Signale der angeschlossenen Melder und Sensoren zu sammeln, auszuwerten und gegebenenfalls weiterzuleiten. In der Regel verfügt eine Alarmzentrale über ein Display und eine Bedieneinheit, worüber diverse Einstellungen vorgenommen werden können. Hier lässt sich beispielsweise die komplette Alarmanlage deaktivieren oder scharfstellen oder die Dauer des Alarms festgelegen. In manchen Fällen ist dafür die Eingabe eines Codes erforderlich. Gelegentlich lassen sich Alarmzentralen auch mithilfe einer Fernbedienung steuern.

Melder und Sensoren:

Die Begriffe Melder und Sensoren bezeichnen im Prinzip das gleiche. Bei einem Melder handelt es üblicherweise um einen Sensor, der permanent einen Ist-Wert ermittelt und an die Alarmzentrale weiterleitet. Sensoren arbeiten nie alleine, sondern sind immer Bestandteil eines Regelkreises, damit der Ist-Wert mit einem vordefinierten Soll-Wert abgeglichen werden kann. Weichen beide Werte zu stark voneinander ab, wird ein Alarm ausgelöst. Welche Art von Melder in einer Alarmanlage integriert ist, variiert von Modell zu Modell.

Zum Schutz vor Einbrechern müssen in jedem Fall Bewegungsmelder und Öffnungsmelder vorhanden sein. Bewegungsmelder registrieren Bewegungen in der Umgebung, während Öffnungsmelder erkennen, wenn Fenster, Türen, Tore oder Rollläden geöffnet werden. Eine sinnvolle Ergänzung zu Öffnungs- und Bewegungsmeldern sind Glasbruchmelder. Sie nehmen das Zerbrechen von Glasflächen wahr, wenn beispielsweise ein Einbrecher eine Fenster- oder Türscheibe einschlägt. Bei Bedarf kann eine Vielzahl weiterer Melder und Sensoren in eine Alarmanlage eingebunden werden, etwa Rauchmelder, Gasmelder oder Wassermelder.

Signal- beziehungsweise Alarmgeber:

Neben Alarmzentrale, Meldern und Sensoren zählen Signalgeber zu den wichtigsten Komponenten eines Alarmsystems. Sie erzeugen einen akustischen oder visuellen Alarm, um in einer Gefahrensituation zu warnen und Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Zu den am häufigsten verwendeten Signalgebern gehören Sirenen und Blitzleuchten. Kombisignalgeber werden ebenfalls oft eingesetzt. Auch Telefon- und Wählgeräte zählen zu den Alarmgebern. Hierüber können kabelgebundene Alarmanlagen einen Notruf absetzen, beispielsweise an die Feuerwehr oder an die Polizei.

Notstrom-Akkumulator: 

Kabelgebundene Alarmanlagen werden über das Stromnetz mit Energie versorgt. Sollte es zu einem Stromausfall kommen, sorgen wiederaufladbare Notstromakkus oder Notstrombatterien dafür, dass das Alarmsystem für einen gewissen Zeitraum weiter betrieben werden kann. 

Code und Chip-Schlüssel/Schlüsselschalter:

Alarmanlagen-Sets enthalten mitunter eine bestimmte Anzahl von Codes und Chip-Schlüsseln, um Zugriffsrechte an Personen vergeben zu können. Das heißt, Nutzer, die über einen Code und einen Chip-Schlüssel verfügen, können die Alarmanlage damit bedienen. Darüber hinaus beinhalten manche Sets sogenannte Schlüsselschalter, mit denen das Alarmsystem via Schlüsseldrehung aktiviert oder deaktiviert werden kann, ohne einen Code eingeben zu müssen.

Videokameras sind zwar ein optionaler, aber durchaus nützlicher Bestandteil von Alarmanlagen. Sie zeichnen das Geschehen auf und speichern das Bildmaterial, um es im Fall eines Einbruchs zur Protokollierung, Auswertung und Identifikation der Einbrecher heranziehen zu können.



Vorteile kabelgebundener Alarmanlagen gegenüber Funk-Alarmanlagen

Kabelgebundene Alarmanlagen bieten gegenüber Funk-Alarmanlagen, auch IP-Alarmanlagen genannt, einige Vorteile. Zunächst einmal arbeiten verdrahtete Alarmsysteme stör- und ausfallsicherer.

Da Funk-Alarmanlagen Signale via Funk senden, kann die Datenübertragung durch andere Funksignale, elektromagnetische Strahlung oder bauliche Gegebenheiten wie dickes Mauerwerk beeinträchtigt werden.

Schlimmstenfalls haben Funkstörungen einen kompletten Ausfall des Systems zur Folge. Bei kabelgebundenen Alarmsystemen wird die Signalübertragung durch äußere Faktoren kaum beeinflusst.

Stattdessen können mithilfe von Kabeln selbst große Distanzen verzögerungsfrei überbrückt werden. Zu einem Signalabbruch kommt es meist nur dann, wenn ein Kabel defekt ist.

Funk-Alarmanlagen sind außerdem anfälliger für Manipulation. Wie Babyphones und Funkkopfhörer funken die meisten Modelle auf bestimmten Frequenzen des frei verfügbaren ISM-Bands. Einige wenige nutzen das Security-Frequenzband (433/868 MHz). Allerdings gibt es für all diese Frequenzen Störsender, mit deren Hilfe Einbrecher eine Funk-Alarmanlage von außen deaktivieren können.

Bei kabelgebundenen Alarmanlagen existiert das Problem nicht. Ein weiterer Vorteil verdrahteter Alarmsysteme besteht darin, dass sie aufgrund des Anschlusses ans Stromnetz permanent mit Strom versorgt werden. Es müssen keine Batterien oder Akkus ausgetauscht werden, was den Wartungsaufwand im Vergleich zu Funk-Alarmanlagen erheblich reduziert.



Kosten und Installation: Darauf sollten Gewerbetreibende achten

Die Installation einer drahtgebundenen Alarmanlage muss sorgfältig geplant und von Fachleuten durchgeführt werden. Höchste Sicherheit kann ein Alarmsystem nur dann bieten, wenn es eingehend auf mögliche Sicherheitslücken geprüft ist. Es empfiehlt sich, bereits bei der Konzeptionierung von Betriebsgebäuden, Gewerbeeinheiten oder -objekten den Einbau einer Alarmanlage einzubeziehen. Eine nachträgliche Installation geht meist mit höherem Aufwand und höheren Kosten einher. Die Kabel sollten gut versteckt und sachgemäß verlegt sein, idealerweise in Kabelschächten. Lose herumliegende Kabelbündel stören nicht nur das Raumbild, sondern sind auch Stolperfallen, die es in jedem Fall zu vermeiden gilt. Gerade über weite Strecken muss die Verkabelung gründlich geplant sein. 

Die Kosten eines drahtgebundenen Alarmsystems setzen sich aus direkten und indirekten Kosten zusammen. Die direkten Kosten betreffen die Alarmanlage an sich. Die Preise für Alarmsystem-Sets variieren je nach Größe und Komplexität und reichen von 300 bis hin zu 5.000 Euro. Starter-Sets mit einer überschaubaren Anzahl an Meldern, Sensoren und Bedienelementen sind freilich günstiger als umfangreichere Ausführungen. Je mehr Komponenten, desto teurer ist letztlich die Anlage. Einbau, Kabelverlegung und Wartung verursachen indirekte Kosten, deren Höhe ebenfalls von der Komplexität des Alarmsystems abhängt. Hier sind Beträge von 5.000 bis 10.000 Euro möglich.



Kaufkriterien für Alarmanlagen als Set – worauf kommt es an?

Beim Kauf einer Alarmanlage als Set sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Zunächst einmal spielt der Einsatzort eine wichtige Rolle. Sollen Komponenten des Systems im Außenbereich angebracht werden, ist auf eine entsprechende Eignung zu achten. Manche Signalgeber oder Sensoren für den Außenbereich sind witterungsbeständig imprägniert und befinden sich in schlagfesten, IP-zertifizierten Gehäusen. Des Weiteren ist zu überlegen, wie umfangreich das Set sein soll.

Wie viele und welche Arten von Sensoren und Meldern
sollen enthalten sein? Das Zubehör für die Installation ist ebenfalls in Augenschein zu nehmen. Dazu gehören vor allem Kabel, Verteiler, Buchsen und Stecker. Sollen die Kabel über eine lange Strecke verlegt werden, müssen sie eine ausreichende Länge aufweisen.

Viele Alarmanlagen bieten die Möglichkeit, Sensoren oder Melder bestimmten Alarmzonen zuzuordnen. Eine Alarmzone kann beispielsweise ein einzelner Raum oder eine Etage sein. Durch die Einteilung in mehrere Alarmzonen ist es möglich, eine Alarmanlage nur für bestimmte Räumlichkeiten zu aktivieren. Als praktisch erweisen sich Systeme mit Sabotageschutz. Dieser verhindert, dass die Anlage durch Manipulation funktionsunfähig gemacht wird, indem er einen Alarm aussendet, sobald ein Melder geöffnet oder ein Kabel durchtrennt wird.



Unser Praxistipp: Hybrid-Alarmanlagen als Kompromiss zwischen verdrahteten und drahtlosen Systemen

Hybrid-Alarmanlagen vereinen die Vorteile von Funk- und kabelgebundenen Alarmanlagen, indem sie beide Technologien miteinander verbinden. Das heißt, einzelne Komponenten können sowohl per Funk als auch via Draht angeschlossen werden. Hybrid-Alarmsysteme sind eine gute Lösung, wenn sich weder Funk- noch kabelgebundene Systeme für einen Anwendungsfall eignen. Sie bieten viele Erweiterungsmöglichkeiten (Stichwort: IP-Kameras), können per Fernbedienung gesteuert und bei entsprechender Ausstattung über WLAN ins Smart Home integriert werden.



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FAQ – häufig gestellte Fragen zu Alarmanlagen

Welche Arten von kabelgebundenen Bewegungsmeldern gibt es?

Bewegungsmelder können in aktive und passive Ausführungen unterschieden werden. Aktive Bewegungsmelder erfassen Bewegungen mithilfe elektromagnetischer Wellen oder Ultraschall, wohingegen passive Bewegungsmelder mit Infrarotstrahlung arbeiten. Letztere werden auch als PIR-Melder bezeichnet und am häufigsten verwendet. PIR-Melder detektieren die Wärmestrahlung, die von allen Lebewesen und Objekten ausgeht, indem sie damit einhergehende Temperaturänderung zur Umgebung erfassen.


Welche Vorteile bietet ein stiller Alarm?

Bei einem stillen Alarm wird weder ein wahrnehmbarer Ton noch ein wahrnehmbares Licht erzeugt. Stattdessen erfolgt der Alarm diskret, beispielsweise durch Absetzen eines Notrufs. Der Einbrecher bemerkt davon nichts, wähnt sich in Sicherheit und ergreift nicht sofort die Flucht. Dadurch steigt die Chance, ihn vor Ort zu ergreifen. Ein stiller Alarm kann auch dabei helfen, eine bedrohliche Situation nicht eskalieren zu lassen, etwa bei einem Überfall.


Was sind GSM-Alarmanlagen?

GSM-Alarmanlagen verfügen über ein sogenanntes GSM-Modul. GSM (Global System for Mobile Communications) bezeichnet einen im Jahr 1990 eingeführten Mobilfunkstandard, der bis heute weltweit am weitesten verbreitetet ist. GSM-Module können Daten an einen GSM-Empfänger senden, um ausgelöste Alarme zu übertragen. Sie können ausgelöste Alarme übertragen, indem sie selbständig Telefonanrufe absetzen oder SMS verschicken. Dazu ist kein fester Telefonanschluss notwendig, relevant ist nur der Empfang des Mobilfunknetzes.