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TAE-Stecker: Telefone oder Modems ganz einfach anschließen

TAE-Stecker kommen schon seit Jahrzehnten bei der Installation von Telefon und Internet zum Einsatz. Sie haben technische Fortschritte überdauert und sind zum Anschluss von Endgeräten an die TAE-Dose auch heute noch unverzichtbar. In unserem Ratgeber stellen wir Ihnen TAE-Stecker näher vor und klären wichtige Fragen rund um deren Verwendung.


Was ist ein TAE-Stecker?

Die Abkürzung TAE steht für Telekommunikations-Anschluss-Einheit. TAE-Stecker werden zum Anschließen passender Endgeräte in der Telekommunikationstechnik verwendet.

Die Einführung der TAE in Deutschland erfolgte bereits in den späten 1980er-Jahren und ermöglicht Endverbrauchern den selbstständigen Anschluss entsprechender Endgeräte wie Telefon, Anrufbeantworter, Fax und Modem. So wurde eine deutschlandweit einheitliche Anschlussnorm etabliert.

Zuvor musste das Installieren von Endgeräten in der Regel durch Fachpersonal vorgenommen werden. TAE-Stecker und TAE-Buchsen verfügen über bis zu sechs Anschlusskontakte, deren Belegung sich nach dem verwendeten Gerät richtet.


F- oder N-Codierung? Unterschiedliche TAE-Stecker und -Buchsen

Es existieren zwei unterschiedlich codierte TAE-Stecker und -Buchsen. Während TAE-F für Telefone Verwendung findet, werden Zusatzgeräte wie Modem, Fax und Anrufbeantworter via TAE-N-Stecker angeschlossen. Die Abkürzungen sind auf das einst zentrale Feature der Telekommunikation bezogen: F steht für "Fernsprechen", N für "nicht Fernsprechen". Die beiden Arten unterscheiden sich durch eine bauliche Verformung voneinander.

Anschlussdosen können verschiedene Kombinationen aus TAE-F und TAE-N aufweisen, zum Beispiel zwei N-Buchsen und eine Buchse mit F-Codierung oder umgekehrt. Am gängigsten sind sogenannte NFN-Dosen mit zwei N-codierten Buchsen und einer F-Buchse. Darüber hinaus existiert TAE-U für die universelle Nutzung an TAE-F oder TAE-N-Buchsen. U-Buchsen sind aber verhältnismäßig selten zu finden. Mittlerweile ungebräuchlich ist TAE-Z, das ursprünglich dem Anschluss serieller Datenschnittstellen diente. Das Z steht in diesem Fall für "Zusatzgerät", in der Praxis waren das häufig Modems.


Über ISDN ins Breitband-Zeitalter

TAE-Stecker und -Buchsen haben den Wandel der Telekommunikationstechnik überdauert, da eine TAE-Dose bis heute die erste für den Endverbraucher zugängliche Anschlussdose darstellt.

Im ISDN-Zeitalter wurde ein sogenannter NTBA an die TAE-Dose angeschlossen, ein Netzabschlussgerät, das die Nutzung von ISDN-Telefonen erlaubt. Die Verbreitung von ISDN-Anschlüssen ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, da über die zunehmend üblichen Breitbandanschlüsse nicht mehr nur das Internet genutzt, sondern auch telefoniert werden kann.
Darum findet heute in der Regel ein Breitband-Modem oder -Router Anschluss an die F-codierte Buchse der TAE-Dose. Dazu werden Kabel mit RJ45-Stecker auf der einen und einem TAE-F-Stecker auf der anderen Seite genutzt.

Bei älteren DSL-Anschlüssen war ein sogenannter DSL-Splitter zwischen TAE-Dose und weiteren Geräten nötig, um Telefon- und Internet-Signal separat an die entsprechenden Endgeräte weiterzuleiten. Das ist bei modernen DSL-Anschlüssen hinfällig, weil dank Voice-over-IP-Technologie über das Internet-Signal telefoniert wird. IP-basierte Anschlüsse benötigen in der Regel also keinen DSL-Splitter mehr, ein DSL-Router reicht aus.
Dies hat nicht nur die Verkabelung vereinfacht, auch die Internet-Geschwindigkeit profitiert dadurch, da nicht mehr – wie zuvor – Bandbreite für analoge oder ISDN-Telefonie bereitgestellt werden muss.
Noch vorhandene ISDN-Anschlüsse werden in den nächsten Jahren komplett abgeschaltet, bereits heute wurde der Großteil aller Anschlüsse auf IP-Technik umgestellt. Mit der Verbreitung von Breitbandanschlüssen und der Vielseitigkeit moderner Endgeräte hat ISDN ausgedient. So sind moderne Router auch gute Partner im Bereich Smart Home.


Was ist beim Kauf von TAE-Steckern zu beachten?

TAE-Stecker sind als Bausätze sehr günstig erhältlich, die Preise beginnen ab ungefähr 1 Euro. Fertige Kabel, die bereits mit Steckern bestückt sind, kosten nur wenig mehr. Wichtig ist, dass Sie auf die zum konkreten Anwendungszweck passenden Stecker achten: Ist ein F- oder ein N-Stecker erforderlich? Über welche Buchse verfügt das anzuschließende Endgerät? Telefon-Anschlusskabel zum Beispiel weisen üblicherweise einen TAE-F-Stecker und einen sogenannten RJ11-Stecker auf. In der folgenden Übersicht sehen Sie eine Auswahl an Kabeln, an denen TAE-Stecker zum Einsatz kommen:

  • TAE-F auf RJ11: Telefon-Anschlusskabel zwischen Telefon und TAE-Dose (oder DSL-Router, wenn dieser einen entsprechenden Port aufweist)

  • TAE-N auf RJ11: Kabel zur Verbindung zwischen TAE-Dose und Zusatzgeräten wie Anrufbeantworter

  • TAE-F auf RJ45: Kabel zur Verbindung zwischen TAE-Dose und DSL-Router

  • Verlängerungskabel TAE-Stecker auf TAE-Buchse in F- oder N-Ausführung

Telefon (analog) Adapter von Hama.

Darüber hinaus existieren Adapterkabel, die einen der verschiedenen RJ-Stecker auf der einen und TAE-Buchsen auf der anderen Seite aufweisen.


Unser Praxistipp: TAE-Prüfstecker verwenden

Um analoge Anschlussleitungen überprüfen zu können, gibt es sogenannte TAE-Prüfstecker. Sie zeigen anhand von drei LED-Leuchten den Status des Anschlusses an. Eine separate Stromversorgung über eine Batterie oder Steckdose benötigen diese Prüfstecker in der Regel nicht. Sie sind allerdings nur für analoge Dosen geeignet.

 


 FAQ – häufig gestellte Fragen zu TAE-Steckern

Wie verwende ich analoge Telefone, wenn mein DSL-Router den F-Port blockiert?

Analoge Telefone sind in vielen Fällen auch an modern ausgestatteten Anschlüssen noch verwendbar. An einem typischen DSL-Anschluss belegt zwar der DSL-Router den F-Port der TAE-Dose, viele Router bieten aber selbst noch eine oder mehrere Buchsen für den Anschluss analoger Telefone. Eine zeitgemäße Alternative dazu können IP-Telefone sein, die sich in der Regel kabellos mit dem Router verbinden und nur eine Steckdose zum Laden des Mobilteils erfordern. Da kein Zwang besteht, eine Kabelverbindung zwischen Telefon und TAE-Dose oder Router herzustellen, erlauben diese Telefone eine flexiblere Platzierung zu Hause.

 

Was kann ich tun, wenn die 1. TAE-Dose zu weit vom gewünschten Einsatzort entfernt ist?

Stellen Sie fest, dass eine TAE-Dose zu weit vom gewünschten Einsatzort entfernt liegt, dürfen Sie weitere TAE-Anschlussdosen vor Ort installieren (lassen). Sie benötigen dazu Telefonkabel mit 4 Adern.

Die Ausgangsdose – oft auch 1. TAE-Dose genannt – darf aber nicht verlegt werden, da sie in der Regel dem Netzbetreiber gehört.

 

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