Google Home - Anleitung & Befehle für Ihr Smart Home
Aktualisiert: 06.05.2026 | Lesedauer: 7 Minuten
Sprachassistenten bringen viel Komfort in den Alltag. Der Google Assistant von Google Home ist ein gutes Beispiel dafür. Er ermöglicht es Ihnen, Technik per Sprachbefehl zu steuern, Musik abzuspielen, Informationen abzurufen oder Routinen zu automatisieren. Von der Steuerung der Beleuchtung und Heizung bis hin zur Organisation des Tagesablaufs – Google Home macht viele Aufgaben leichter. Zudem ist die Plattform mit einer Vielzahl von Geräten und Diensten kompatibel, so dass Sie Ihr Smart Building individuell anpassen können.
Ob Sie gerade erst in die Welt der Sprachassistenten einsteigen oder Ihr bestehendes System erweitern möchten – dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, Google Home optimal zu nutzen. Sie erfahren, wie die Einrichtung der Hardware gelingt, welche Möglichkeiten sie Ihnen bietet und wie Sie Ihre Arbeitsräume damit noch smarter gestalten.
Google Home ist eine Smart-Home-Plattform von Google, die mit vielerlei Geräten, unter anderem verschiedenen Smart Speakern, kompatibel ist. In Kombination mit dem Google Assistant, einer Cloud-basierten, intelligenten Sprachassistenz, ermöglicht sie es Ihnen, Smart-Home-Geräte einfach mit Ihrer Stimme zu steuern.
Zu diesem Zweck sind Google-Home-fähige Smart-Lautsprecher mit integrierten Mikrofonen ausgestattet und analysieren permanent die Umgebungsgeräusche. Aktiviert werden sie jedoch erst, wenn sie die Worte "Ok, Google" oder "Hey, Google" registrieren. Die Bedienung erfolgt fast ausschließlich via Sprachsteuerung. Nur die Lautstärkeregelung erfolgt per Touch-Eingaben und es existiert eine Mute-Taste zur Deaktivierung des Mikrofons. Insgesamt zeichnen sich die Google-Home-Speaker durch ein minimalistisches, elegantes Design aus und fügen sich dezent in jede Umgebung ein – auch in Büros und andere Arbeitsräume.
Früher gab es den Google Home, den Google Home Max und den Google Home Mini. Doch 2019 begann Google mit einem Rebranding. Damals veröffentlichte der Konzern unter anderem den Nest Mini als Nachfolger des Google Home Mini. Im Jahr darauf erschien der Google Nest Audio, der in die Fußstapfen des Google Home trat. Den Home Max nahm Google vom Markt, ein paar seiner Designelemente haben im Nest Audio Einzug gehalten. Deshalb gibt es dafür keinen dedizierten Nachfolger. Google hat sich aber noch nicht in Gänze vom Markennamen Google Home verabschiedet. Er bezeichnet weiterhin Googles Smart-Home-Plattform, die die smarten Speaker mit anderen Smart-Home-Geräten verbindet und den Google Assistant zur Verfügung stellt.
Auch die passende App für Smartphones und Tablets trägt nach wie vor die Bezeichnung Google Home. Die Namensänderung hat sich auf die Smart-Lautsprecher und andere Home-Geräte wie den Home Hub (heute Nest Hub) beschränkt.
Wenn es ein smarter Lautsprecher von Google sein soll, haben Sie heute also die Wahl zwischen dem Nest Audio und Nest Mini. Vereinzelt ist zwar auch noch der Google Home Mini erhältlich, eine Anschaffung ist jedoch wenig sinnvoll, da der Nest Mini all dessen Funktionen bietet, moderner ist und nicht mehr kostet. Nest Audio und Nest Mini unterscheiden sich durch ihre Größe und Form. Der quaderförmige Nest Audio ist 175 mm hoch und 124 mm breit, während der runde Nest Mini einen Durchmesser von gerade mal 98 mm hat und nur 42 mm hoch ist. Beide Geräte bieten die Funktion, durch Tippen auf der linken Gehäuseseite die Lautstärke zu regulieren, sowie einen Mute-Knopf, mit dem Sie die Mikrofone stummschalten.
Es gibt ebenfalls einen wichtigen technischen Unterschied zwischen den beiden Speakern: Der größere Nest Audio hat eingebaute Stereolautsprecher, der Nest Mini nicht. Wenn Sie nicht bloß einfache Lautsprecher, sondern ein Gerät mit Touch-Display haben möchten, greifen Sie zum Google Nest Hub oder dem Nest Hub Max. Letzterer hat einen 10-Zoll- statt 7-Zoll-Bildschirm und eine eingebaute Kamera mit 6,5 Megapixeln.
Die Voraussetzungen für die Nutzung von Google Home via Google-Nest-Speaker sind überschaubar. Sie brauchen lediglich eine freie Steckdose, WLAN zum Senden und Empfangen der Daten, ein Google-Konto und ein Smartphone oder Tablet.
Die Einrichtung gestaltet sich unkompliziert. Zunächst schließen Sie den smarten Lautsprecher ans Stromnetz an und laden die Google-Home-App auf Ihrem Smartphone oder Tablet herunter. Diese steht im Apple App Store (für iOS) sowie im Google Play Store (für Android) zum Download bereit. Verbinden Sie nun Ihr Mobilgerät mit dem WLAN, in das Sie auch den Google-Speaker einbinden möchten. Öffnen Sie dann die App und wählen Sie "Standort freigeben". Es kann sein, dass Sie diese Funktion erst autorisieren müssen, indem Sie auf "Zulassen" tippen. Ist die Freigabe erfolgt, sucht die App nach Google-Home-Geräten im Netzwerk.
Hat sie ein Gerät gefunden, bietet die App automatisch an, sich mit dem Lautsprecher für die Einrichtung zu verbinden. Tippen Sie dann auf "Einrichten" oder "Weiter". Die App erzeugt einen Testton, sobald die Verbindung erfolgreich hergestellt ist. Danach weisen Sie dem Raum, in dem sich der Speaker befindet, einen Namen zu und wählen die richtige Spracheinstellung aus. Im Anschluss müssen Sie sich nur noch mit Ihrem Google-Konto anmelden. Daraufhin stehen sämtliche Funktionen zur Verfügung.
Google Home leistet nicht nur in Privathaushalten gute Dienste, sondern erweist sich auch in gewerblichen Kontext als große Hilfe. Wir geben einen Überblick über mögliche Einsatzbereiche.
Büro und Konferenzräume
Via Google Home und Sprachbefehl können Sie und Ihre Mitarbeitenden schnell auf aktuelle Unternehmensdaten, Termine, Nachrichten oder Wetterinformationen zugreifen, ohne den Computer oder das Smartphone nutzen zu müssen. Außerdem kann Google Home bei Präsentationen unterstützen. So können Sie per Google Assistant Ihre Präsentationsdateien aufrufen, von Folie zu Folie wechseln, pausieren oder vorspulen.
Ein weiteres praktisches Feature von Google Home sind Sprachnotizen. Diktieren Sie dem Google Assistant einfach, was er notieren soll. Er speichert das Ganze ab und erinnert Sie auf Wunsch daran.
Empfangsbereiche
Am Empfang kann Google Home als Informationsquelle zu Ihrem Unternehmen dienen. So können Ihre Besucherinnen und Besucher per Sprachbefehl in Erfahrung bringen, welche Produkte oder Dienstleistungen Sie anbieten. Außerdem vereinfacht Google Home die Terminplanung, da es Zugriff auf Ihren Kalender hat und überprüfen kann, ob ein Terminvorschlag umsetzbar ist. Nach der Vereinbarung wird de Kalender entsprechend aktualisiert. Ebenfalls praktisch: Google Assistant kann Besuchern und Besucherinnen Wegbeschreibungen geben, damit sie wissen, wie sie zu bestimmten Räumen gelangen.
Produktion und Lager
In der Industrie können Sie Google Home dazu verwenden, einfache Maschinenfunktionen per Sprachbefehl ausführen zu lassen. Somit haben Sie und Ihre Mitarbeitenden die Hände für andere Aufgaben frei. Auch die Qualitätskontrolle ist ein mögliches Einsatzgebiet, indem Qualitätsprobleme oder Fehlermeldungen direkt via Google Home an die Zuständigen übermittelt werden. Die Technologie hilft ebenso bei der Lagerverwaltung. Sie vereinfacht die Bestandsabfrage und dient dazu, Bestellungen per Sprachbefehl durchzuführen.
Kundenservice
Google Home kann als erste Anlaufstelle im Kundenservice zum Einsatz kommen, indem Kundinnen und Kunden dem Sprachassistenten einfache Fragen beispielsweise zu allgemeinen Produktdetails stellen und Probleme melden. Bei komplexeren Angelegenheiten leitet der Assistent weiter an einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin. Darüber hinaus ermöglicht es Google Home, Wartungsaufgaben zu initiieren und zu verfolgen.
Schulungen und Weiterbildung
Über Google Home können Mitarbeitende Schulungsmaterialien anfordern und sich vorlesen lassen. Dabei haben sie zusätzlich die Möglichkeit, Fragen zu bestimmten Themen zu stellen. Obendrein können direkt über Google Home Sprachübungen durchgeführt werden.
Smart Building
Mithilfe von Google Home können die Beleuchtung, Heizung und Lüftung in allen Räumen gesteuert werden, um ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Ein weiterer Vorteil: Sie können den Energieverbrauch der verschiedenen Geräte überwachen und auf Basis der gesammelten Daten optimieren.
Schon in der Grundkonfiguration, also ohne Verbindung zu weiteren Geräten oder Diensten, kann Google Home hunderte verschiedene Befehle verstehen, beantworten oder umsetzen. Sie aktivieren den Google Assistant mit den Worten "Ok, Google" oder "Hey, Google". Anschließend zeigt der Smart Speaker seine Bereitschaft durch seine vier leuchtenden LEDs an.
Nachfolgend finden Sie Beispiele für die wichtigsten Befehle zur Steuerung von Google Home mit dem Google Assistant:
Standard Befehle
- Stopp (beendet jeden Dienst)
- Hilfe
- Was kannst du tun?
- Stellt die Lautstärke auf 40 Prozent.
- Pause
Uhr, Countdown & Wecker
- Wie spät ist es?
- Stelle einen Timer auf 15 Minuten.
- Beende meinen Timer.
- Wecke mich um sieben Uhr.
- Wann geht heute die Sonne unter?
- Wie spät ist es in Bangkok?
Navigation
- Wie weit ist es bis zur nächsten Conrad-Filiale?
- Wie lange hat Conrad geöffnet?
- Wo gibt es in der Nähe Restaurants?
- Wie komme ich mit dem Zug nach München?
- Gibt es einen Stau nach Köln?
Wissen
- Was ist ein Netzwerkkabel?
- Was ist ein Kabelreceiver?
- Was ist ein Tekkie?
- Wann wurde Conrad gegründet?
- Was bedeutet Ohm?
Zahlen & Maßangaben
- Was sind 19 Prozent von 845 Euro?
- Was sind 100 Euro in US-Dollar?
- Was ist 138 geteilt durch Pi?
- Was sind fünf Zoll in Zentimetern?
- Was ist 37 mal 13?
Nachrichten & Wetter
- Was gibt es Neues?
- Wann spielt der FC Bayern?
- Brauche ich einen Regenschirm?
- Wie kalt wird es heute Nacht?
- TV-Programm heute, 20:15 Uhr
Einkaufsliste
- Setze Kondensatoren auf meine Einkaufsliste.
- Was steht auf meiner Einkaufsliste? (Auf Ihre Einkaufsliste können Sie hier zugreifen: https://shoppinglist.google.com)
Essen
- Wie koche ich Nudeln?
- Wie mache ich Coq au Vin?
- Wie koche ich Milchreis?
- Wie viel Vitamin C ist in einer Orange?
- Wie viele Kalorien hat ein Hamburger?
Der Google Assistant ist nicht nur Bestandteil von Google Home, sondern auch des Android-Betriebssystems und mittlerweile auf allen neueren Android-Smartphones und -Tablets vorinstalliert. Nutzer und Nutzerinnen von iOS-Geräten, die den Sprachassistenten verwenden möchten, können auf die Google-Assistant-App zurückgreifen, die im Apple App Store angeboten wird. Nach dem Download können Sie den Assistant auf dem iPhone oder iPad genauso nutzen wie auf jedem Android-Gerät.
Google Home Easter Eggs
Hinter dem Begriff "Easter Eggs" verbirgt sich etwas, das so nicht öffentlich in einer Anleitung dokumentiert wurde. Denn Google Home wäre nicht von Google, wenn die Programmierer nicht auch dort etwas Lustiges mit versteckt hätten.
So gibt es auch für Google Assistant witzige Sprachbefehle, deren Antwort einen schmunzeln lassen.
Nachfolgend finden Sie die lustigsten Befehle:
"Sprich wie Yoda", "Kennst du Hänschen Klein?", "Was sind die drei Robotergesetze?", "Bist du mit Alexa befreundet?", "Sing Happy Birthday", "Kristallkugel".
Es gibt eine Vielzahl an Produkten, die mit Google Home kompatibel sind und die Sie per Google Assistant steuern können. Dazu zählen nicht nur die hauseigenen Geräte von Google (neben den Google-Nest-Produkten auch der Google TV Streamer als Erbe der Chromecasts). Beispielsweise wird Google Home auch von Philips Hue unterstützt, einem der beliebtesten Systeme für smarte Beleuchtung. Statt die Lichter per Handy-App zu steuern, nutzen Sie einfach Ihre Stimme.
Die Verknüpfung der Philips Hue Bridge mit Google Home funktioniert über die Google-Home-App auf Ihrem Smartphone oder Tablet. So lassen sich beide Systeme bequem per Fingertipp koppeln und anschließend per Sprache steuern.
Einige Beispielbefehle haben wir nachfolgend zusammengetragen:
- Schalte [Licht/Raum] ein.
- Dimme [Licht/Raum].
- Stelle alle Lampen auf 70 Prozent Helligkeit.
- Schalte alle Lichter aus.
- Ändere die Farbe von [Licht/Raum] zu blau.
Darüber hinaus sind diverse smarte Steckdosen, Thermostate, Luftreiniger, Überwachungskameras, Smart-Türschlösser, Videotürklingeln, Smart-TVs und sogar Saugroboter, Kühlschränke und Waschmaschinen mit Google Home kompatibel. Selbst Lautsprecher anderer Hersteller unterstützen die Plattform, so dass Sie hierüber Multiroom-Systeme realisieren können. Google Home ist dementsprechend eine umfassende Smart-Home- beziehungsweise Smart-Building-Lösung, die den Alltag sehr viel komfortabler macht.
Neben der Steuerung von Geräten besteht die Möglichkeit, verschiedene Dienste an Google Home anzubinden. Das ist vor allem dann eine interessante Option, wenn Sie bereits ein Abonnement bei einem unterstützten Anbieter haben und via Google Home nutzen möchten. Viele Streaming-Dienste haben ein kostenloses, werbefinanziertes Modell und bieten darüber hinaus einen Testzeitraum, in dem Sie alle Funktionen gratis ausprobieren können.
Zu den Streaming-Diensten für Musik, die Google Home unterstützen, zählen:
- Spotify
- YouTube Music
- Amazon Music
- Apple Music
- Deezer
- TuneIn
Unter den Streaming-Diensten für Filme und Serien sind folgende mit Google Home kompatibel:
- Google Play, Filme & Serien
- YouTube
- Netflix
- Disney+
- Paramount+
- Apple TV+
Darüber hinaus unterstützen noch viele andere Dienste mit Google Home, beispielsweise Nachrichtenplattformen wie Tagesschau und Welt. Sie können aber auch Rezepte von Chefkoch via Google Assistant abfragen und vieles mehr.
Welche Sprachen unterstützt Google Home?
Google Home beziehungsweise Google Assistant unterstützt eine Vielzahl an Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Niederländisch und Japanisch.
Sind meine Daten bei Google Home sicher?
Google legt laut eigener Aussage großen Wert auf Datenschutz. Deswegen ist der Google Assistant so lange im Stand-by-Modus, bis Sie die Worte "Hey, Google" oder "Ok, Google" sagen. Die eingebauten Mikrofone in den Google-Home-Geräten sind zwar immer eingeschaltet (anders würde die Sprachaktivierung nicht funktionieren), es wird aber nichts aufgezeichnet und an Google oder Dritte weitergeleitet. Wenn Sie jedoch Google Assistant nutzen, werden Ihre Spracheingaben auf den Servern von Google verarbeitet – nicht nur, um Ihre Fragen zu beantworten oder gewünschte Aktionen auszuführen, sondern auch zur Weiterentwicklung der Google-Produkte und -Dienste. Außerdem setzt Google Prüfer und Prüferinnen ein, die Ihre Assistant-Anfragen lesen und verarbeiten. Das soll dazu dienen, die Qualität des Sprachassistenten zu beurteilen und stetig zu verbessern. Zu den Prüfenden gehören auch Mitarbeitende von anderen Unternehmen. Google sagt jedoch, dass die Verknüpfung der Anfragen mit dem Google-Konto aufgehoben wird, bevor eine Auswertung stattfindet, so dass nur anonymisierte Daten in die Prüfung gelangen.
Brauche ich ein Smartphone für Google Home?
Für die Einrichtung eines Google-Home-Geräts benötigen Sie entweder ein Smartphone oder ein Tablet, auf dem Sie die Google-Home-App installieren. Für die weitere Nutzung müssen Sie jedoch kaum noch zum Mobilgerät greifen, da Sie fast alles via Sprachbefehl erledigen können. Ausgenommen davon sind Änderungen an den erweiterten Einstellungen, die Verwaltung von Diensten und das Hinzufügen weiterer Geräte.