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    Ratgeber

    Strom sparen: Energieverbrauch senken mit System

    Strom ist so teuer wie nie, und immer mehr Geräte haben einen Stecker oder benötigen zumindest zeitweise einen Stromanschluss zum Aufladen. Daraus ergibt sich ein wachsender Stromkonsum und in Folge belasten steigende Stromkosten Ihren Geldbeutel. Fast alle privaten Haushalte und auch viele Büros können beim Strom sparen, im Einzelfall sogar beträchtlich. Stromsparen im Haushalt schont nicht nur das Konto, sondern reduziert den CO2-Ausstoß und ist ein wichtiger Beitrag für die Umwelt.



    Möchten Sie den Stromverbrauch und Ihre Stromkosten nachhaltig senken, gehen Sie die Sache schrittweise an:

    1. Ordnen Sie den eigenen Stromverbrauch ein.
    2. Identifizieren Sie relevante Stromverbraucher im Haushalt. Tauschen Sie ältere, weniger Strom sparende Geräte durch energieeffiziente Modelle aus.
    3. Nutzen Sie technische Möglichkeiten, den Stromverbrauch der vorhandenen Geräte außerhalb des Gebrauchs zu reduzieren.
    4. Prüfen Sie den Vertrag mit Ihrem Energieversorger. Wechseln Sie den Tarif oder den Stromanbieter.
    5. Erwägen Sie die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher.


    Welcher Stromverbrauch ist normal?

    Beleuchtung, Kühlschrank, Heizung, Waschen, Trocknen und Kochen: Mit wie viel Strom Sie auskommen, hängt vom Gebäudetyp, der Haushaltsgröße, Ihren Geräten und den individuellen Lebensgewohnheiten ab.

    Wer bei der Energie sparen möchte, sollte zunächst den eigenen Stromkonsum einordnen. Dazu setzen Sie Ihren Verbrauch in Relation zur durchschnittlichen Menge Strom, den ein vergleichbarer Haushalt verbraucht. Wie hoch Ihr jährlicher Stromverbrauch in Kilowattstunden ist, steht auf der Abrechnung Ihres Stromanbieters.

    Passende Vergleichswerte liefert der Stromspiegel. Das Portal analysiert den Stromverbrauch von knapp 300.000 Haushalten aus ganz Deutschland und bietet praktische Tipps zum Sparen von Energie. Demnach können Sie durchschnittlich in etwa folgenden Stromverbrauch annehmen:
     

    • Zwei-Personen-Haushalt: 2.800 bis 3.500 Kilowattstunden
    • Drei-Personen-Haushalt: 3.400 bis 4.200 Kilowattstunden
    • Vier-Personen-Haushalt: 3.700 bis 4.700 Kilowattstunden

    Diese Statistik geht davon aus, dass warmes Wasser nicht im Haushalt selbst elektrisch erzeugt wird. Für einen detaillierten Stromvergleich nutzen Sie den kostenlosen Stromrechner auf der Stromspiegel-Seite.



    Lohnt die Anschaffung stromsparender Geräte und Beleuchtung?

    Moderne Kühlschränke, Kühl-Gefrier-Kombinationen, Waschmaschinen, Wärmepumpentrockner, Spülmaschinen, Herde, Kochfelder und TV-Geräte arbeiten durch technische Verbesserungen energieeffizient und mit hohem Wirkungsgrad. Ihr Stromverbrauch ist dadurch deutlich zurückgegangen. Häufig rechnet es sich, ein älteres Gerät mit hohem Stromverbrauch und niedriger Energieeffizienz gegen ein sparsames Modell auszutauschen, das zu Ihren Bedürfnissen passt. Das kostet zwar erst einmal Geld, spart aber langfristig Stromkosten.

    Tipp: Das neue EU-Energielabel beachten

    Orientieren Sie sich beim Kauf am neuen EU-Energielabel. Es klassifiziert die Geräte in der bisherigen Effizienzklasse A um.

    Mehr Informationen zum neuen EU-Energielabel »


    Strom sparen durch die richtige Beleuchtung und Energiekosten-Messer

    Hohes Stromsparpotenzial gibt es bei der Beleuchtung. LED-Lampen, LED-Leuchtmittel und Energiesparlampen verbrauchen nur einen Bruchteil der Energie von herkömmlicher Beleuchtung.

    LEDs und Energiesparlampen punkten mit einer deutlich längeren Lebensdauer und können in fast jedem Anwendungsbereich Glühbirnen und Halogenlampen ersetzen.

    Sind Sie unsicher, wo die Stromfresser in Ihrem Haushalt stecken, setzen Sie ein Energiekosten-Messgerät ein.

    Es wird zwischen die Steckdose und das elektrische Gerät gesteckt. Auf dem Display oder am Computer können Sie ablesen, wie viel Strom der Betrieb verbraucht und was Sie das kostet. Sie erfahren zudem, ob und welche Stromkosten der Bereitschaftsmodus verursacht.

    Auch viele Smart-Home-Funksteckdosen enthalten einen intelligenten Stromzähler.



    Wie lässt sich der Stromverbrauch von Geräten reduzieren?

    Einfacher Tipp zum Energiesparen: Schalten Sie auch sparsame Geräte komplett aus, wenn sie nicht gebraucht werden, oder ziehen Sie den Stecker. Selbst moderne Fernseher, Musikanlagen, Soundsysteme, Satellitenreceiver und Handy-Ladegeräte schlucken Strom, wenn sie im Stand-by sind. Die Leerlaufverluste summieren sich laut Umweltbundesamt in Deutschland auf vier Milliarden Euro pro Jahr und verursachen hohe CO2-Emissionen.

    Ein Beispiel: Bei einer älteren Hi-Fi-Anlage kann der Stromverbrauch im Stand-by etwa 10 Watt betragen. Bei täglich 22 Stunden im Stand-by-Betrieb am Netz und einem Strompreis von 32 Cent pro Kilowattstunde entstehen jährliche Energiekosten von über 28 Euro. Achten Sie schon beim Kauf auf Geräte, die sich zum Strom sparen vollständig vom Stromnetz trennen lassen oder einen minimalen Verbrauch im Stand-by-Betrieb aufweisen.

    Stand-by-Verbrauch drosseln

    Über Mehrfachsteckdosen mit Schalter verhindern Sie, dass Geräte außerhalb der Benutzung Strom ziehen.

    Ist jeder Anschluss der Steckdosenleiste einzeln schaltbar, können Sie den Verbrauch zum Energiesparen präzise eindämmen.

    Für einzelne Geräte tun es Zwischensteckdosen mit beleuchteten Schaltern oder Schaltelektronik.

    Mit Funksteckdosen und Zeitschaltuhren schalten Sie bequem nach Zeitplan und sogar aus der Ferne alles ab, was im Stand-by-Modus Strom verbraucht und somit Geld kostet.


    Haushalt intelligent schalten mit Smart Home

    Ein Smart Home System macht es einfach, im Haushalt Energie zu sparen.

    Es steuert die Beleuchtung, Unterhaltungselektronik, Rollläden und den Sonnenschutz über Bewegungssensoren, Timer und Szenenprogramme nach Bedarf.

    Durch automatisches Dimmen der Lichter wird kein Strom mehr verschwendet.

    Gehen Sie schlafen oder verlassen Sie das Haus, reagiert das Smart Home und schaltet das Licht und Geräte im Stand-by-Modus ab.



    Smart Home Ratgeber

    Das Angebot an Smart Home-Systemen ist riesig: Ihnen stehen viele unterschiedliche Hausautomationssysteme zur Auswahl. 

    In unserem Smart Home Ratgeber finden Sie nützliches und interessantes Wissen rund um alle Anwendungsgebiete zu Thema Smart Living.

    Wir erklären Ihnen worauf Sie bei der Auswahl eines Smart Home-Systems achten müssen und welche Möglichkeiten und Vorteile ein intelligentes Zuhause bietet. 



    Was bringt ein Stromvergleich fürs Strom sparen?

    Ein Preis- und Stromvergleich ist ein wichtiger Aspekt beim Stromsparen. Zwar können Sie die Preise der Stromanbieter nicht beeinflussen, aber der Wettbewerb unter den Stromanbietern mit verschiedenen Tarifmodellen bietet Möglichkeiten, die Stromkosten möglichst gering zu halten und bares Geld zu sparen.

    Dazu lohnt sich ein regelmäßiger Stromvergleich der Stromanbieter und ihrer Tarife. Haben Sie nicht bewusst einen Vertrag mit Ihrem Stromanbieter geschlossen, nutzen Sie den teueren Grundtarif. In der Regel bietet der Stromanbieter selbst Tarife für günstigen Strom an. Online-Tarifportale zum Stromvergleich stellen die Konditionen der einzelnen Stromanbieter gegenüber und helfen, ein zu Ihrem Stromverbrauch passendes Angebot zu finden.



    Hilft eine Photovoltaik-Anlage die Stromkosten zu reduzieren?

    Die Solarvergütung fürs Einspeisen von selbst erzeugtem Solarstrom ins öffentliche Netz befindet sich im Sinkflug. Trotzdem kann sich die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage für Sie lohnen. Mit Solarzellen auf dem Hausdach und einem Stromspeicher brauchen Sie weniger Strom aus dem Netz.

    Im Idealfall decken Sie mit dem eigenen Strom einen Großteil der Strommenge, die Sie in Ihrem Haushalt benötigen – Stichwort sparen durch Eigenverbrauch. Nur noch den über die eigens produzierte Menge an Energie hinaus nötigen Strom kaufen Sie von Ihrem Stromanbieter.

    Außerdem ist der Eigenverbrauch bei einer Photovoltaik-Anlage bis 30 kWp (Kilowatt-Peak) von der EEG-Umlage befreit. Somit fallen für selbst verbrauchten Solarstrom bis zur Grenze von 30 mWh (Megawattstunden) im Jahr keine Abgaben an. Hinzu kommen Förderungen für die Anschaffung eines Batteriespeichers.

      

      

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