Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um Ihren Online-Einkauf so angenehm wie möglich zu gestalten, zu Analysezwecken und um die Ihnen angezeigte Werbung zu personalisieren.
In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie, welche Cookies wir verwenden und wie Sie Ihre Präferenzen einstellen können.

Wissenswertes zu Evaluation Boards

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das ist Devise, wenn es darum geht, mit neuen Technologien zu experimentieren und innovative Systeme zu entwickeln. Umso wichtiger ist es, Prototypen regelmäßig auf Herz und Nieren zu testen. Evaluation Boards bieten Bastlern und Herstellern eine günstige und praktische Lösung für diverse Testzwecke.

Was sind Evaluation Boards?

Ein „Evaluation Board” (englisch für „Auswertungskarte”) ist ein loser Sammelbegriff für einfach und platzsparend aufgebaute Breakout Boards mit unterschiedlichen Funktionen. Breakout Boards wiederum sind Leiterplatinen, auf denen elektronische Bauteile fest angebracht sind, meistens, indem sie gelötet wurden. Sie dienen als Erweiterungskarten für Kleinstrechner wie Single Board Computer (englisch für „Einplatinencomputer”) und Mikrocontrollerboards, die aufgrund ihrer auf das Wesentliche begrenzten Bauweise nicht über bestimmte Komponenten für spezielle Anwendungsbereiche verfügen.

Sie lassen sich in der Regel einfach durch Aufstecken mit anderen Platinen verbinden, um Nutzern das mühsame Löten weiterer Hardware auf der Hauptplatine zu ersparen. Unter Evaluation Boards fallen vor allem Breakout Boards, mit denen Entwickler Funktionen und Kompatibilitäten eines neuen Systems testen können. Durch ihre limitierte Bauweise sind Evaluation Boards günstiger zu erwerben und handlicher in der Nutzung. Dadurch können Anwender ohne größeren Aufwand schnell feststellen, ob ihr Projekt wie gewünscht funktioniert oder Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Welche Evaluation Boards gibt es?

Da es sich bei Evaluation Boards um keine klar definierte Produktart handelt, sind sie nicht eindeutig bestimmten Kategorien zuordnen. Die Boards lassen sich jedoch grob in zwei Gruppen aufteilen: Boards, die speziell für Arduino entwickelt wurden, und Boards ohne Arduino-Optimierung. Arduino ist die derzeit populärste Physical-Computing-Plattform. Physical Computing beschäftigt sich mit der Entwicklung physischer Systeme aus Hardware und Software, die ihre analoge Umgebung erkennt und in unterschiedlicher Weise auf sie reagiert.

Die Arduino-Plattform bietet eine Vielzahl von Hardware-Teilen wie Breakout Boards und andere Platinen sowie Software-Anwendungen wie eine Programmiersprache, die ideal aufeinander abgestimmt sind. Viele Evaluation Boards sind daher explizit für die Arduino-Plattform entwickelt worden. Auf Arduino zugeschnittene Evaluation Boards lassen sich im Gegensatz zu anderen Boards nahtlos in Arduino-Projekte integrieren. Das bedeutet nicht, dass andere Platinen nicht mit Arduino-Projekten kompatibel sind. Allerdings gestaltet sich die Anbindung in diesem Fall womöglich umständlicher, da zum Beispiel unterschiedliche Software zur Programmierung der jeweiligen Hardware genutzt werden muss.

Welche Anwendungsbereiche gibt es für Evaluation Boards?

Je nachdem, welche Bauteile auf einem Evaluation Board verbaut sind, lassen sie sich für völlig unterschiedliche Funktionen verwenden. Die Intention bleibt in der Regel aber dieselbe. Mit einem Evaluation Board soll die Funktionalität beziehungsweise Kompatibilität eines experimentellen Projektes geprüft werden. Wenn Bastler im Hobbybereich oder professionelle Hersteller im Bereich der Computertechnik mit neuen Modellen und Systemen experimentieren, müssen sie ihre Prototypen regelmäßig überprüfen. In der Fachsprache heißen solche Vorgänge „Debugging”.

Eine Funktion, die sich mithilfe bestimmter Evaluation Boards zum Beispiel überprüfen lässt, ist die drahtlose Verbindung mit dem Internet oder „WiFi”. Boards wie das C-Control Open IoT WIFI Board verfügen über ein WLAN-Modul. Wird es auf ein Arduino Board aufgesteckt und entsprechend programmiert, kann es fortan Geräte innerhalb eines drahtlosen Netzwerkes ansteuern oder durch sie angesteuert werden. In der Praxis lassen sich so beispielsweise LED-Lampen über das Smartphone bedienen.

Unser Praxistipp: Stromzufuhr beachten

Damit Evaluation Boards funktionieren, müssen sie mit Elektrizität versorgt werden. Einige Boards verfügen über interne Stromquellen wie Akkus oder werden über die Hauptplatine gespeist, mit der sie verbunden werden. Es gibt allerdings auch Platinen, die an das Stromnetz angeschlossen werden müssen oder sich über die Leistung eines anderen Gerätes speisen. Solche Evaluation Boards sind weniger gut für mobile Anwendungen geeignet.

FAQ - häufig gestellte Fragen zu Evaluation Boards

Wie lassen sich Evaluation Boards programmieren?

Damit Evaluation Boards ihre Aufgabe erfüllen, müssen sie erst einmal entsprechend programmiert werden. Viele Modelle sind nicht vorprogrammiert, die Programmierung muss nach der Lieferung also manuell vorgenommen werden. Der Vorgang besteht in der Regel aus drei Schritten. Zuerst muss das Evaluation Board mit einem PC verbunden werden, zum Beispiel über USB. Anschließend folgt die Installation eines Treibers, damit der Chipsatz der Platine überhaupt mit dem Entwicklungsrechner kommunizieren kann. Er wird meistens durch den Hersteller zum Download zur Verfügung gestellt. Im dritten und letzten Schritt wird das Board mithilfe eines Codes programmiert. Welche Programmiersprache und welches Tool dazu eingesetzt wird, variiert von Board zu Board. Arduino stellt beispielsweise eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) mit einer an C oder C++ angelehnten Programmiersprache zur Verfügung.

Was genau ist das „Internet of Things”?

„Internet of Things” (kurz: IoT, englisch für „Internet der Dinge”) ist eine Bezeichnung für die zunehmende Anbindung von Alltagsgegenständen und Haushaltsgeräten an das Internet. Lange war es nur PCs und anderen vollwertigen Computern möglich, sich drahtlos zu vernetzen. Aber durch die Entwicklung immer kleinerer Prozessoren, lassen sich Einplatinencomputer und Mikrocontroller in geschlossene Systeme wie Waschmaschinen oder Thermometer einbauen. Diese Geräte können ihre Funktion durch den intelligenten Austausch mit anderen Systemen in einem Netzwerk optimieren. Als Teil des IoT können moderne Kühlschränke beispielsweise automatisch Zutaten und Nahrungsmittel online bestellen. Auch eine Anbindung über unsere IoT Plattform Conrad Connect ist einfach und unkompliziert einzurichten.

Sind Sie Geschäftskunde?
Durch Ihre Auswahl werden zusätzlich passende Inhalte für Sie angezeigt.
Nein
Ja