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Gaming Laptops – die tragbaren Helden der Gamer

Ob Sie sich beruflich mit Games beschäftigen oder in der Freizeit gerne zocken – ein hochperformantes Gaming-Notebook ist die perfekte Alternative zum stationären Rechner für alle, die auf Mobilität und Flexibilität Wert leben. In unserem Ratgeber verraten wir Ihnen, was ein gutes Gamer-Notebook ausmacht und auf welche Aspekte Sie beim Kauf achten sollten.

Gaming-Notebook – was ist das überhaupt?

Ein Business-Notebook ist in der Regel möglichst kompakt und leicht. Ein Display mit einer Größe von über 15,6 Zoll ist in diesem Bereich eher die Ausnahme. In vielen Fällen kommen solche Laptops mit Bildschirmen zwischen 12 und 14 Zoll aus. Zudem sollen sie eine möglichst lange Akkulaufzeit haben, damit man unterwegs lange arbeiten kann, auch wenn keine Steckdose in der Nähe ist. Die Systemleistung ist gewöhnlich zweitrangig; stromsparende Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit genügen für die meisten Anwendungen. Bei einem Gaming-Notebook sieht das etwas anders aus: Diese Geräte sind häufig groß, vergleichsweise und bieten die Performance eines ausgewachsenen Desktop-Computers. Wo die Displaygröße bei einem Business-Laptop endet, beginnt sie bei einem tragbaren Gaming-Rechner erst. Hier ist es umgekehrt: Displays mit einer Größe unter 15,6 Zoll sind im Gaming-Segment selten anzutreffen.

Viele Modelle verfügen über 17,3 Zoll oder zum Teil noch größere Bildschirme. Auch die Akkulaufzeit steht nicht im Mittelpunkt und fällt daher bei den meisten Gaming-Notebooks verhältnismäßig kurz aus. Der größte Unterschied befindet sich allerdings unter der Haube. Dort arbeiten keine Stromspar-CPUs, sondern leistungsstarke Multicore-Prozessoren mit 6 oder 8 Kernen. Zwar ist auch bei diesen Modellen eine integrierte Grafikeinheit vorhanden, diese wird aber nur genutzt, wenn grafisch anspruchslose Tätigkeiten, wie E-Mail oder Surfen im Internet, verrichtet werden. Ansonsten wartet im Hintergrund eine potente dedizierte Grafikkarte geradezu auf grafisch aufwendige Games.


Pixelspaß mit Echtzeit-Raytracing

Die Grafikkarte ist der Gradmesser dafür, wie gut es sich auf einem Gaming-Notebook spielen lässt. Schwächere Modelle, wie etwa die GeForce GTX 1050 Ti, fordern vom Anwender bereits in Full-HD-Auflösung Kompromisse hinsichtlich der gewählten Auflösung sowie der im Spiel genutzten Details und Grafikeffekte. Für den Gelegenheitsspieler ist eine solche Grafiklösung ausreichend, aber passionierte Gamer möchten ein Notebook mit mehr Leistung. Der Gaming-Spaß beginnt in Full-HD erst so richtig mit einer GeForce GTX 1660 Ti oder einer GeForce RTX 2060. Für Auflösungen wie etwa QHD sollten Sie noch eine Stufe höher gehen und zu einem Gaming-Laptop mit GeForce RTX 2070 oder dem aktuellen High-End-Modell RTX 2080 greifen. Diese Grafikkarten unterscheiden sich nur marginal von ihren Desktop-Pendants und lassen Sie jedes Triple-A-Game mit maximalen Details, anisotropischer Filterung, Antialiasing und sogar Raytracing ruckelfrei erleben.

Speziell bei Auflösungen, die oberhalb von Full-HD liegen und bei hochauflösenden Texturen beginnt die Relevanz des auf der Grafikkarte verbauten VRAMs zuzunehmen. Ein Grafikspeicher von 4 GB ist in vielen Fällen deutlich zu wenig, selbst 6 GB reichen in manchen Szenarien bereits nicht mehr aus. Wenn Sie Wert auf eine gewisse Zukunftssicherheit legen, sollten Sie besser ein Gaming-Notebook wählen, das über eine Grafikkarte mit 8 GB VRAM verfügt.


Der Prozessor - Her(t)zstück des Notebooks

Derr Trend bei Computern geht zu Prozessoren, die über immer mehr physikalische Kerne verfügen und in immer neue GHz-Regionen vorstoßen. Bei einem Gaming-Laptop haben Sie allerdings etwas weniger Auswahl, als das bei einem Desktop-Rechner der Fall ist. Eine Laptop-CPU weist im Vergleich zu einem Desktop-Prozessor gewöhnlich eine niedrigere Verlustleistung (TDP) auf. Der in vielen Gaming-Laptops verbaute Intel Core i7-9750H mit 6 Kernen hat beispielsweise eine TDP von 45 Watt. Sofern es sich nicht um ein besonders stromsparendes Modell handelt, liegt die TDP für einen in etwa vergleichbaren Desktop-Prozessor bei über 90 Watt. Das hindert einige Hersteller allerdings nicht daran, in ihren Gaming-Notebooks lupenreine Desktop-CPUs zu verbauen. Solche Laptops sind gewöhnlich sehr dick, um die für die Kühlung benötigten Bauteile irgendwie unterbringen zu können. Ein Hexa-Core-Prozessor ist für die meisten Anwendungen eine gute Wahl, es sind aber auch schon Modelle mit 8 Kernen erhältlich. Es ist absehbar, dass es in naher Zukunft auch für Notebooks CPUs mit 10 oder noch mehr Kernen geben wird. Bei aktuellen Spielen ist zumindest jetzt noch die Grafikkarte der limitierende Faktor. Ein Intel Core i7-9750H ist daher zurzeit noch für alle Games sehr gut geeignet.


Das Display im Blickpunkt

Bei einem Gaming-Laptop kommt dem Display eine besondere Bedeutung zu. Full-HD-Auflösung hat sich mittlerweile als Standard fest etabliert. Wichtig für einen guten Gaming-tauglichen Bildschirm ist neben der Auflösung auch die Bildwiederholfrequenz. Normale Displays liefern hier 60 Hertz. Das bedeutet, dass auf dem Bildschirm 60 Einzelbilder pro Sekunde dargestellt werden. Gamer wissen, dass es speziell bei schnellen Shootern bei einer Frequenz von nur 60 Hertz schnell zu störenden Rucklern und Tearing kommt. Daher verbauen immer mehr Hersteller in ihren Gaming-Laptops Bildschirme, die mit 120, 144 oder sogar 240 Hertz arbeiten. Das Ergebnis ist ein ruckelfreies Gaming-Erlebnis ohne Einschränkungen. In diesem Zusammenhang sollte man auch G-SYNC nennen. Diese von Nvidia entwickelte Technologie synchronisiert die Bildausgabe des Monitors mit der Ausgabe der Grafikkarte und verhindert so nervige Ruckler und Verzögerungen.

Für einen Office-Laptop ist die Reaktionszeit des LCD-Panels zu vernachlässigen, Gamer legen allerdings auf eine möglichst geringe Reaktionszeit wert, da es ansonsten zu Schlieren kommen kann und das Bild unscharf wirkt. In aktuellen Notebooks kommen drei unterschiedliche Display-Typen zum Einsatz. Die günstigste Variante ist das TN-Panel. Es weist meist eine geringe Reaktionszeit auf, hat dafür aber eine eher schlechte Blickwinkelstabilität. Das bedeutet, dass je nach Winkel die Farben verblassen können oder die Anzeige unleserlich wird. Für hochwertige Gaming-Laptops sind IPS-Panels der Standard. Sie verfügen über eine hohe Blickwinkelstabilität und eine lebendige Farbwiedergabe. Die Reaktionszeiten sind im Vergleich zu einem TN-Panel allerdings etwas schlechter. Die Königsklasse stellen zweifelsohne OLED-Panels dar. Sie sind enorm reaktionsschnell, liefern eine tolle Farbwiedergabe sowie einen perfekten Kontrast. Allerdings sind solche Displays leider noch ziemlich kostspielig.


Schnell, schneller, SSD

In Notebooks neigt sich das Zeitalter konventioneller Festplatten dem Ende zu. Es gibt mittlerweile bereits Modelle, die nur noch den Einbau von M.2-SSD-Modulen vorsehen. Bei einem Gaming-Laptop sollten Sie in keinem Fall auf eine schnelle SSD-Festplatte verzichten! Beim Gaming haben Sie den Vorteil, dass Spiele schneller installiert und auch erheblich schneller geladen werden. Auch während des Spiels freuen sich Gamer über die kurzen Ladezeiten des nächsten Levels. Aber SSD-Speicher hat neben den hohen Übertragungsraten noch weitere Vorteile. Ein solcher Flash-Speicher ist immun gegen Erschütterungen und Vibrationen da es keinerlei bewegliche Teile im Inneren gibt. Auch gibt eine SSD keine Geräusche von sich und darüber hinaus hat sie eine sehr geringe Leistungsaufnahme.

Für Notebooks kommen zwei Arten von SSDs infrage: das klassische 2,5-Zoll-Format und M.2-Steckmodule. Die 2,5-Zoll-Exemplare werden über die SATA-Schnittstelle angebunden und erreichen Geschwindigkeiten um die 500 Mb/s. Beim M.2-Format kommt es darauf an, wie der Hersteller den Steckplatz angebunden hat. Möglich ist hier ebenfalls SATA oder aber das deutlich schnellere PCI-Express. Ein solches Modell arbeitet mit dem NVMe-Protokoll und kann in einem Gaming-Notebook Transferraten von über 3.000 Mb/s erreichen.


Unser Praxistipp: Überhitzen der Geräte vermeiden!

Gaming-Laptops können aufgrund ihrer leistungsstarken Hardware sehr heiß werden. Betreiben Sie einen solchen Laptop daher immer nur auf einer festen Oberfläche wie einer Tischplatte und niemals auf dem Sofa oder dem Bett. Ansonsten kann das Notebook auf der Matratze oder dem Polster etwas einsinken und die am Boden befindlichen Lufteinlässe blockieren. Eine Überhitzung des Laptops kann die Folge sein.


Wichtiges beim Kauf von Gaming-Laptops

Welcher Gaming-Laptop der richtige für Sie ist, hängt davon ab, ob Sie eher Casual-Gamer sind oder so richtig in die Vollen gehen möchten. Für Casual-Gaming ist ein Gerät mit Full-HD-Display und einer Grafikkarte ab GeForce GTX 1650 sowie einem Intel Core i7-9750H eine gute Wahl. Als Arbeitsspeicher sollte das absolute Minimum 8 GB betragen, besser sind allerdings 16 GB. Eine Kombination aus einer flotten SSD für Windows und einer konventionellen Festplatte als Massenspeicher haben sich ebenfalls bewährt. Haben Sie größere Ambitionen? Dann sollten Sie auf eine RTX 2060 oder eine RTX 2070 setzen. Auch in diesem Fall ist ein Display mit Full-HD-Auflösung ausreichend. Achten Sie auf eine möglichst hohe Bildwiederholfrequenz ab 120 Hertz und eine geringe Reaktionszeit. Der Intel Core i7-9750H ist auch für höhere Ansprüche eine gute CPU. Der RAM sollte nicht unter 16 GB liegen und als Speicher bietet sich eine oder gleich zwei NVMe SSDs an.

Falls Sie wirklich wissen wollen und beim PC-Gaming eine neue Dimension erleben möchten, ist nur das Beste gut genug. Als Grafikkarte kommt das aktuelle Top-Modell von Nvidia infrage. Der Intel i9-9980HK Prozessor besitzt 8 Kerne und einen offenen Multiplikator. Damit ist es möglich, die CPU zu übertakten und die Leistung noch weiter zu erhöhen. Beim Display wäre ein OLED-Panel eine vorzügliche Wahl oder ein hochwertiger 17-Zoll-IPS-Monitor. Der RAM darf für so ein High-End-Gerät gerne 32 GB oder mehr betragen. Als Datenspeicher kommen zwei oder mehr M.2 NVMe SSDs zum Einsatz, die in einem RAID-0-Verbund neue Rekorde bei den Transferraten aufstellen. Viele besonders hochwertige Gaming-Laptops können zudem mit einer speziellen Gaming-Tastatur aufwarten. Einige Hersteller bauen in ihre Top-Modelle sogar Keyboards mit mechanischen Switches ein, die für ein hervorragendes Tippgefühl sorgen.


FAQ – häufig gestellte Fragen zu Gaming-Laptops

Was bedeutet bei einigen Grafikkarten der Zusatz Max-Q? 

Bei Grafikkarten, die den Namenszusatz Max-Q tragen, handelt es sich um spezielle Modelle, bei denen Taktfrequenzen und Chip-Spannung reduziert wurden. Diese Maßnahmen haben das Ziel, die Verlustleistung der Grafikkarten zu senken, damit diese auch in deutlich dünneren Notebooks eingebaut werden können.

 

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