
Schmalz SXT-RT 60x150...4000 5 AL, Rohr für Toolingtraversen, P\n: 10.07.13.00147
Nur für Firmenkunden

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Hydraulikrohre führen das Drucköl zwischen Pumpe, Ventilen und Zylindern und halten dabei Betriebsdrücken von mehreren Hundert bar stand. Anders als flexible Schläuche liegen sie fest verlegt in der Maschine, nehmen keine Bewegung auf und behalten ihre Form über die gesamte Lebensdauer. Als nahtlos kaltgezogene Präzisionsrohre nach EN 10305-4, früher DIN 2391 und DIN 2445-2, bilden sie in Landmaschinen, Pressen und Fertigungsanlagen das feste Leitungsnetz.
Die Auswahl reicht vom dünnwandigen Rohr für Steuerleitungen bis zur starkwandigen Ausführung für den Hochdruckbereich. Üblich sind Außendurchmesser von 4 bis 50 mm mit Wandstärken zwischen 0,5 und 6 mm. Vor der Bestellung sollte deshalb feststehen, welcher Betriebsdruck anliegt, welcher Volumenstrom fließt und in welcher Umgebung das Rohr verlegt wird.
Dieser Ratgeber erklärt, welche Aufgabe ein Hydraulikrohr übernimmt, wie Durchmesser und Wandstärke zum Druck passen und wie sich ein Rohr fachgerecht biegen und kürzen lässt. Sie erfahren zudem, wann Edelstahl die bessere Wahl ist und wie Rohrschellen gesetzt werden.
Wichtig: Der zulässige Betriebsdruck ergibt sich aus Werkstoff, Wandstärke und Sicherheitsfaktor. Verlassen Sie sich stets auf die Herstellerangabe des konkreten Rohrs und nicht auf den Durchmesser allein.
Bei Hydraulikrohren bestimmt der Außendurchmesser die mögliche Durchflussmenge, die Wandstärke den zulässigen Druck. Beide Werte werden getrennt gewählt und ergeben zusammen die Rohrbezeichnung. Die folgende Übersicht zeigt gängige Kombinationen.
| Außendurchmesser | Übliche Wandstärke | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 6 mm | 1,0 und 1,5 mm | Steuer- und Messleitungen |
| 12 mm | 1,0 bis 2,0 mm | Mittlere Volumenströme |
| 22 mm | 2,0 bis 3,0 mm | Arbeitsleitungen an Zylindern |
| 38 mm | 3,0 bis 5,0 mm | Große Volumenströme, Saug- und Rücklauf |
Ein Hydraulikrohr mit 12 mm Außendurchmesser gehört zu den verbreitetsten Größen und ist mit 1,0, 1,5 und 2,0 mm Wandstärke erhältlich. Mit steigender Wandstärke wächst die Druckfestigkeit, während sich der freie Innenquerschnitt verringert. Für den Durchfluss zählt daher immer der Innendurchmesser, der sich aus Außenmaß minus doppelter Wandstärke ergibt. Bei hohen Druckspitzen oder pulsierender Belastung greifen Konstrukteure zur nächststärkeren Wandstärke, um Reserve im System zu behalten.
Ein Hydraulikrohr biegen Sie kalt mit einer Rohrbiegevorrichtung, die das Rohr über eine Rolle passender Größe führt. So gehen Sie vor:
Passende Werkzeuge und Verschraubungen führt die Kategorie Hydraulik-Zubehör.
Achtung: Spülen Sie jedes abgelängte Rohr vor der Montage gründlich durch. Bohr- und Sägespäne im Leitungsnetz führen zu Riefen an Kolben und Dichtungen und lassen Ventile klemmen.
Die Werkstoffwahl richtet sich nach Umgebung und Medium. Die folgende Übersicht ordnet beide Varianten ein.
| Werkstoff | Eignung |
|---|---|
| Stahl verzinkt | Innenräume, geschlossene Maschinen, günstiger Preis |
| Edelstahl | Außeneinsatz, Feuchtigkeit, aggressive Medien |
Verzinkter Stahl deckt den Großteil der Anwendungen ab und schützt über die Zinkschicht vor Korrosion. Ein Hydraulikrohr aus Edelstahl widersteht dagegen dauerhaft Nässe, Salz und Reinigungsmitteln und kommt in der Lebensmitteltechnik sowie im maritimen Bereich zum Einsatz. Beachten Sie bei Edelstahl die höheren Anschaffungskosten und die abweichenden Anzugsmomente an der Verschraubung. Passende Dichtelemente finden Sie unter Hydraulikdichtungen.
Eine Rohrschelle fixiert das Hydraulikrohr an der Maschinenstruktur und nimmt Schwingungen auf, die sonst die Verschraubung lockern. Als Richtwert wird alle 1 bis 2 Meter eine Schelle gesetzt, bei starker Vibration entsprechend enger. Platzieren Sie zusätzlich unmittelbar hinter jedem Bogen und vor jeder Verschraubung einen Befestigungspunkt, damit keine Biegekräfte auf das Gewinde wirken. Schellen mit Kunststoffeinlage dämpfen zusätzlich den Körperschall.
Achten Sie zuerst auf die Norm, da EN 10305-4 die Maßtoleranzen und die Oberflächengüte für den Hydraulikeinsatz festlegt. Wichtig sind außerdem Außendurchmesser, Wandstärke und der angegebene Betriebsdruck sowie die passende Oberfläche für Ihre Umgebung. Wer Hydraulikrohre kaufen möchte, sollte zudem die gelieferte Länge und die Verschraubungsart prüfen. Ergänzende Bauteile für den Anschluss bietet die Kategorie Zubehör für Hydraulikzylinder.