Ratgeber
Ob in Autohäusern, Werkstätten, industriellen Fuhrparks oder bei Pannendiensten – der Wagenheber zählt zu den essenziellen Werkzeugen im Kfz-Bereich.
Er ermöglicht es, schwere Fahrzeuge zu heben, und ist im Vergleich zur stationären Hebebühne transportabel und somit mobil einsetzbar.
Mit einem Wagenheber können Sie oder Ihr Team nicht nur schnell und sicher Reifen wechseln, sondern auch Inspektionen, Reparaturen und Wartungsmaßnahmen durchführen.
Angesichts der vielfältigen Anforderungen, denen sich Fuhrparks und Kfz-Dienstleister gegenübersehen, zählen Qualität, Tragkraft und Handhabung zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines geeigneten Wagenhebers.
In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Ausführungen für professionelle Anwendungen geeignet sind, worauf beim Gebrauch zu achten ist und was Sie bei der Anschaffung beachten sollten.
Ein Wagenheber ist ein technisches Hilfsmittel, das es ermöglicht, ein schweres Fahrzeug wie einen Pkw, Transporter oder sogar Lkw mit geringem Kraftaufwand sicher anzuheben. Das kann beispielsweise bei einer Reifenpanne, bei Unterbodeninspektionen oder bei Reparaturen an der Bremsanlage erforderlich werden. Die Kraftübertragung erfolgt je nach Bauart mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch. Ein großer Vorteil von Wagenhebern im Vergleich zu Hebebühnen besteht darin, das sie transportabel und daher auch mobil verwendbar sind. Aus diesem Grund eignen sie sich sehr gut für Pannendienste, aber auch für Betriebe und Unternehmen mit Fuhrparks. Diese können mithilfe von Wagenhebern kleinere Wartungsarbeiten an ihren Firmenfahrzeugen selbst durchführen, ohne dafür eine professionelle Werkstatt aufsuchen zu müssen. Das spart nicht nur Kosten, sondern verringert auch Ausfallzeiten. Gerade im Frühling und Herbst, in denen der saisonale Radwechsel ansteht, sind Kfz-Werkstätten oft ausgelastet, so dass freie Termine rar gesät sein und die Arbeiten längere Zeit in Anspruch nehmen können.
Die Funktionsweise eines Wagenhebers lässt sich am einfachsten an einem Rangierwagenheber erklären, da dieser Typ die hydraulische und mechanische Kraftübertragung kombiniert.
Hydraulische Kraftübersetzung
Im Folgenden beleuchten wir die Kraftübersetzung in einem hydraulischen System. Der Druck ist definiert durch die Kraft geteilt durch die Fläche. Oder anders ausgedrückt:
Kraft = Druck x Fläche.
Zum besseren Verständnis können Sie sich ein mit Flüssigkeit gefülltes System mit zwei beweglichen Kolben vorstellen. Wenn der kleine Pumpkolben (K1) mit einer bestimmten Kraft (F1) nach unten gedrückt wird, entsteht in Abhängigkeit der Kraft (F1) und der Fläche (A1) des Kolbens ein bestimmter Druck.
Dieser Druck wirkt nach dem Gesetz von Pascal auch auf den großen Hubkolben (K2), der infolgedessen nach oben gedrückt wird. Da der Hubkolben eine vielfach größere Fläche (A2) für den Druck zur Verfügung stellt, ist entsprechend der oben genannten Formel auch die Kraft (F2), die der Hubkolben erzeugt, um ein Vielfaches höher als die Kraft (F1), die auf den Pumpkolben wirkt.
Der Zugewinn an Kraft ist ein sehr vorteilhafter Effekt, allerdings macht der Hubkolben aufgrund der größeren Fläche nur eine minimale Hubbewegung nach oben. Damit er noch höher steigt, muss der Pumpkolben mehrmals betätigt werden. Das funktioniert aber nur dann, wenn das Zurückfließen der Hydraulikflüssigkeit durch automatische Ventile verhindert wird. Dann lässt sich durch mehrmaliges Bewegen des Pumpkolbens der Weg des Hubkolbens schrittweise vergrößern.
Für eine übersichtliche Darstellung der einzelnen Schritte sind die Kolben auf den nachfolgenden Bildern anders angeordnet. Das Funktionsprinzip ist jedoch das gleiche und die Anordnung entspricht der tatsächlichen Bauweise eines Rangierwagenhebers.
Ansaugen
Der Pumpkolben (K1) wird nach oben bewegt, wodurch im Druckraum (P1) ein Unterdruck entsteht. Infolgedessen öffnet sich das Druckventil (V1), so dass aus dem Vorratsbehälter (R) Hydrauliköl in den Druckraum (P1) strömt. Im Vorratsbehälter (R) entsteht nun ebenfalls ein Unterdruck. Dadurch öffnet sich das Belüftungsventil (V3) und Luft strömt hinein. Das Ventil (V2) wird durch die Feder bzw. den vorherrschenden Druck im Druckraum (P2) geschlossen gehalten.
Pumpen
Der Pumpkolben (K1) wird nach unten bewegt. Dadurch steigt der Druck im Druckraum (P1) und presst das Druckventil (V1) zu. Das Belüftungsventil (V3) schließt durch Federkraft. Wenn der Druck im Druckraum (P1) höher als im Druckraum (P2) ist, öffnet sich das Druckventil (V2). Das Hydrauliköl fließt dann vom Druckraum (P1) über das Ventil (V2) in den Druckraum (P2). Durch den Druckanstieg im Druckraum (P2) wird der Hubkolben (K2) ein Stück weiter nach außen bewegt.
Ablassen
Durch das Lösen der Ablassventilschraube (V5) fließt das Öl vom Druckraum (P2) zurück in den Vorratsbehälter (R). Der Druck im Vorratsbehälter steigt, so dass sich das Entlüftungsventil (V4) öffnet. Dadurch kann die überschüssige Luft aus dem Vorratsbehälter nach außen entweichen. Wenn der Hubarm nicht mehr belastet ist, zieht ihn eine Spiralfeder in die unterste Stellung. Dadurch wird der Hubkolben (K2) ganz nach links in die Ausgangsstellung gedrückt.
Mechanische Kraftwirkung durch Hebel
Der Hubkolben ist in den meisten Rangierwagenhebern waagerecht angeordnet. Deshalb wird die horizontale Bewegung des Kolbens mithilfe einer Hubarmmechanik in eine vertikale Bewegung der Auflagefläche umgewandelt.
Zudem wird über die Hebelmechanik des Hubarms die Auflagefläche, die das Kfz anhebt, in jeder beliebigen Höhe absolut waagerecht gehalten.
Um den erforderlichen Druck für den Hubkolben zu erzeugen, wird der Pumpkolben über eine lange Hebelstange bewegt.
Aufgrund der Hebelwirkung kann der Pumpkolben ohne großen Kraftaufwand betätigt werden und so den erforderlichen Druck erzeugen.
Scherenwagenheber
Scherenwagenheber sind rautenförmig konstruiert, funktionieren rein mechanisch und nutzen die Hebelwirkung zum Anheben des Fahrzeugs. Allerdings ist ihre Tragkraft begrenzt und der Kraftaufwand zur Betätigung der Handkurbel relativ hoch, besonders dann, wenn die Spindel für die Höhenverstellung sowie die Spindellager nicht ausreichend gefettet sind. Scherenwagenheber zählen auch nicht zu den robustesten Wagenhebern und sind daher für den regelmäßigen Gebrauch in Werkstätten, Fuhrparks und bei Pannendiensten ungeeignet. Als Bestandteil der Bordausstattung sind sie jedoch eine gute Wahl, da sie sich aufgrund ihrer Bauweise fast überall im Auto verstauen lassen. Statten Sie Ihre Firmenfahrzeuge mit einem Scherenwagenheber aus, haben Ihre Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich im Fall einer Reifenpanne selbst zu helfen.
Rangierwagenheber
Rangierwagenheber zählen aufgrund ihrer robusten Bauweise und ihrer komfortablen Handhabung zu den beliebtesten Wagenhebern. Sie funktionieren hydraulisch und lassen sich kraftsparend bedienen, ohne aufwendig kurbeln zu müssen. Benannt sind die Wagenheber nach ihrer Rangierfähigkeit. Zu diesem Zweck sind sie mit Rollen ausgestattet, um sie bequem von A nach B zu transportieren und unter dem Auto ausrichten zu können. Rangierwagenheber sind je nach Ausführung für unterschiedliche Traglasten ausgelegt, wobei selbst kleine Modelle zwischen 2 und 2,5 Tonnen stemmen können. Für die Ausstattung von Pannendiensten und als Bordwagenheber sind sie daher gut geeignet. Große Rangierwagenheber sind noch leistungsfähiger, aufgrund ihres hohen Gewichts aber dem stationären Gebrauch vorbehalten.
Stempelwagenheber
Stempelwagenheber oder auch Stockheber können Traglasten von bis zu 20 oder 30 Tonnen stemmen, womit sie sich gut für das Anheben großerund schwerer Fahrzeuge wie Transporter oder Lkw eignen. Die meisten Modelle funktionieren hydraulisch, wobei es auch pneumatisch arbeitende Ausführungen gibt. Der Kolben wird hier aus der Mitte des Wagenhebers nach oben gedrückt und ist mit einem Stempel versehen, der als Auflage für das anzuhebende Fahrzeug dient. Das ermöglicht eine sehr platzsparende Bauweise. Allerdings haben Stempelwagenheber oft ein hohes Eigengewicht, weswegen es weniger praktikabel ist, sie als Bordwagenheber im Fahrzeug mitzuführen. Außerdem müssen sie sehr präzise angesetzt werden und bieten oft nur eine begrenzte Hubhöhe.
Flaschenzüge
Flaschenzüge sind völlig anders aufgebaut als Wagenheber, können aber auch zum Anheben von Fahrzeugen verwendet werden. Sie bestehen aus Seilen und einer Kombination aus festen und losen Rollen, über die die notwendige Kraft zum Anheben umgelenkt bzw. verringert wird. Je mehr Rollen vorhanden sind, desto weniger Zugkraft ist erforderlich. Allerdings muss das Seil dann über eine längere Strecke gezogen werden. Mit einem Flaschenzug können Sie mehrere Tonnen schwere Fahrzeuge anheben, über dem Boden halten und an anderer Stelle absetzen. Allerdings benötigen Sie dafür den entsprechenden Platz. Für Kfz-Werkstätten können Flaschenzüge durchaus eine Alternative zum Wagenheber sein.
Der Einsatz eines Wagenhebers ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Bei unsachgemäßer Handhabung kann es passieren, dass das Fahrzeug abrutscht und jemand oder etwas dabei zu Schaden kommt. Nachfolgend haben wir für Sie einige Tipps zum korrekten Umgang mit Wagenhebern zusammengestellt:
Vorbereitung
Wichtig ist zunächst, einen für das Fahrzeug geeigneten Wagenheber zu verwenden, und sicherzustellen, dass er für die erforderliche Traglast ausgelegt ist.
Des Weiteren müssen Sie das Fahrzeug gegen unbeabsichtigtes Wegrollen sichern. Handelt es sich um ein Auto mit Schaltgetriebe, legen Sie dazu den ersten Gang ein und ziehen die Handbremse an. Bei Automatikgetrieben stellen Sie den Bedienhebel auf „P“.
Zusätzlich können Sie Unterlegkeile verwenden, um ein Wegrollen zu verhindern. Stellen Sie sicher, dass das Fahrzeug auf einem ebenen und ausreichend festen Untergrund steht.
Eine abschüssige Fläche, Sand oder Rasen sind für das Aufbocken ungeeignet.
Gegebenenfalls kann eine Gummimatte oder stabile Holzplatte unter den Wagenheber gelegt werden, damit er nicht einsinkt oder abrutscht.
Abhängig davon, welche Arbeiten Sie am Auto durchführen, können weitere Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich sein.
Bei einem Reifenwechsel ist es beispielsweise sinnvoll, die Radschrauben vor dem Anheben zu lockern.
Anheben
Ein Wagenheber darf nur an bestimmten Aufnahmepunkten am Auto angesetzt werden. Diese sind meist mit eingeprägten Dreiecken markiert und befinden sich am seitlichen Schweller. Dort ist ein Unterholm angebracht, der an den jeweiligen Punkten verstärkt ist. An dieser Stelle setzen Sie den Wagenheber an. Sollten Sie keine Markierungen finden, schlagen Sie im Handbuch des Fahrzeugs nach. Darin sind die Aufnahmepunkte üblicherweise beschrieben. Heben Sie das Fahrzeug nur so weit an, wie es für Ihr Vorhaben erforderlich ist. Je größer die Hubhöhe, desto instabiler wird die Position. Achten Sie auch darauf, dass der Wagenheber senkrecht unter dem Aufnahmepunkt steht, damit er gleichmäßig belastet wird.
Sichern
Sichern Sie das angehobene Fahrzeug mit Unterstellböcken. Das ist umso wichtiger, wenn Sie sich selbst unter das Kfz begeben. Auf diese Weise verhindern Sie, dass das Auto absackt und schlimmstenfalls auf Sie fällt, sollte der Wagenheber der Traglast nicht standhalten. Achten Sie in dem Zusammenhang darauf, dass die Unterstellblöcke die nötige Tragkraft für das Fahrzeugs mitbringen.
Absenken
Um das Fahrzeug wieder abzusenken, lassen Sie den Wagenheber herunter. Handelt es sich um einen Scherenwagenheber, drehen Sie dafür die Kurbel zurück. Bei hydraulischen Wagenhebern öffnen Sie Stück für Stück das Ablassventil. Gehen Sie dabei langsam vor, da es ansonsten passieren kann, dass das Fahrzeug zu hart auf den Rädern aufsetzt. Im Fall eines Radwechsels ziehen Sie die Radmuttern vor dem Absetzen nur handfest an, am besten über Kreuz. Erst nach dem Absenken werden die Muttern mit einem Drehmomentschlüssel festgezogen.
Beim Kauf eines Wagenhebers spielen sowohl technische Parameter wie die Tragkraft und Hubhöhe als auch die spezifische Bauweise und vorhandene Sicherheitseinrichtungen eine Rolle. Wir geben einen Überblick, worauf es ankommt.
Tragkraft
Die Tragkraft gibt an, wie viel Gewicht ein Wagenheber maximal anheben kann. In dem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, für welchen Fahrzeugtyp das Werkzeug verwendet wird. Standardmodelle für Motorräder und Pkw sind meist für Traglasten von 1,5 bis 3 Tonnen ausgelegt. Für SUVs, Transporter und Kleinbusse benötigen Sie eine Ausführung, die mindestens 3 Tonnen stemmen kann. Wagenheber für Nutzfahrzeuge, Baumaschinen und Lkw gibt es für verschiedene Traglasten, angefangen bei 10 Tonnen bis hin zu 30, 40 oder auch 60 Tonnen.
Hubhöhe
Die Hubhöhe gibt an, wie hoch das Fahrzeug angehoben werden kann. Bei kleineren Autos empfiehlt sich eine Hubhöhe von mindestens 300 bis 350 mm, bei größeren Fahrzeugen wie SUVs sollten es nicht weniger als 500 mm sein. Eine weitere wichtige Rolle spielt die Unterfahrhöhe. So benötigen Sie für tiefergelegte Autos einen möglichst flachen Wagenheber, der maximal 100 mm hoch sein sollte. Umgekehrt sollte die Unterfahrhöhe bei Geländewagen mindestens 200 mm betragen, da diese im Regelfall höher gebaut sind.
Bauweise
Ob Sie sich für einen Scherenwagenheber, Stempelwagenheber oder Rangierwagenheber entscheiden, hängt in erster Linie vom Einsatzzweck ab. Möchten Sie Ihre Betriebsfahrzeuge mit einem Bordwagenheber für Notfälle ausstatten, sind Scherenwagenheber eine gute Wahl. Sie sind zwar weniger komfortabel zu handhaben, dafür jedoch günstig und platzsparend zu verstauen. Rangierwagenheber eignen sich dagegen sehr gut für Werkstätten und Fuhrparks. Sie sind sehr einfach zu bedienen und lassen sich aufgrund ihrer Rollen flexibel positionieren. Außerdem sind sie mitunter für hohe Traglasten ausgelegt und somit für verschiedene Fahrzeugtypen einsetzbar. Stempelwagenheber sind von allen Varianten am leistungsfähigsten und die richtige Lösung, wenn es um sehr schwere Fahrzeuge geht. Sie nehmen wenig Platz in Anspruch, eignen sich aufgrund ihres hohen Eigengewichts aber eher für den stationären Gebrauch.
Sicherheitseinrichtungen
Um den Umgang mit einem Wagenheber möglichst sicher zu gestalten, sollten bestimmte Ausstattungsmerkmale vorhanden sein. Dazu zählt bei hydraulischen und pneumatischen Wagenhebern beispielsweise ein Sicherheitsventil, das vor Überlastung schützt. Wichtig ist auch eine rutschfeste Standfläche, damit der Wagenheber Halt auf dem Untergrund findet. Die Auflagefläche sollte zudem gummiert sein, damit beim Anheben keine Kratzer am Fahrzeug entstehen. Features zur zusätzlichen Absicherung wie ein Rastmechanismus oder eine Sperrklinke sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Darüber kann der Wagenheber in der gewünschten Höhe arretiert werden.
Bei Fahrzeugen mit zwei analogen Hebepunkten pro Seite können Sie einen Querträger oder Balkenheber nutzen, um beide Räder einer Achse gleichzeitig anzuheben. Das ermöglicht einen schnelleren Reifenwechsel, reduziert das Risiko, dass sich das Fahrgestell verbiegt und erhöht die Stabilität des Wagenhebers und des Fahrzeugs.
Wie wähle ich den richtigen Wagenheber für mein Fahrzeug aus?
Entscheidend ist, dass der Wagenheber das Gewicht des Fahrzeugs heben kann. Achten Sie bei der Auswahl also darauf, dass er eine entsprechend große Tragkraft (2t, 3t oder mehr) aufweist. Berücksichtigen Sie auch die Unterfahrhöhe. Für ein tiefergelegtes Auto benötigen Sie einen möglichst flachen Wagenheber, für höher gebaute Fahrzeuge einen Wagenheber mit einer bestimmten Mindesthöhe. Die Hubhöhe muss ebenfalls auf das Fahrzeug abgestimmt sein.
Darf ich einen Wagenheber unter die Achse stellen?
Üblicherweise nicht, da Achsen nicht für punktuelle Belastungen ausgelegt sind. Eine Ausnahme bilden eventuell starre Massivachsen, wie sie mitunter bei Geländewagen oder Nutzfahrzeugen vorkommen. Hier ist ein punktuelles Anheben manchmal möglich. Halten Sie sich jedoch auch in dem Fall immer an die speziell ausgewiesenen Aufnahmepunkte. Diese befinden sich meist an den Schwellern oder am Rahmen und sind entsprechend markiert oder im Fahrzeughandbuch beschrieben.
Wie oft muss ich meinen Wagenheber warten?
Ein Wagenheber sollte mindestens einmal jährlich auf Verschleißerscheinungen, Beschädigungen, Defekte und lockere Schrauben geprüft werden. Bei hydraulischen Rangierwagenhebern und Stempelwagenhebern müssen Sie zusätzlich kontrollieren, ob es Leckagen bzw. undichte Stellen gibt. Hier ist es wichtig, gelegentlich zu entlüften und das Hydrauliköl zu wechseln – spätestens dann, wenn der Wagenheber zu ruckeln beginnt oder schwergängig wird. Bewegliche Teile sollten Sie mit einem geeigneten Schmiermittel behandeln.
Welche Sicherheitsvorkehrungen muss ich beim Arbeiten mit einem Wagenheber treffen?
Das Fahrzeug muss auf einer festen, ebenen Fläche stehen und gegen das Wegrollen gesichert sein. Beim Anheben ist darauf zu achten, den Wagenheber exakt an den vorgesehenen Aufnahmepunkten anzusetzen. Begeben Sie sich unter das Fahrzeug oder dauern die Arbeiten länger an, sollten Sie immer Unterstellböcke verwenden.