Förderung der Elektromobilität durch den Staat

Die deutsche Bundesregierung will mit dem Klimaschutzgesetz den Ausstoß an Treibhausgas (CO2) schrittweise reduzieren. Angestrebtes Ziel für das Jahr 2030 sind 55% des Wertes von 1990. Das langfristige Ziel ist eine Treibhausgasneutralität bis 2050.

Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen und um die Konjunktur nach der Corona-Pandemie wieder in Schwung zu bringen, hat die Staatsregierung ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket auf den Weg gebracht. Das Volumen aller Maßnahmen beträgt rund 130 Milliarden Euro und hat neben der sozialen Komponente auch den Klimaschutz und die Förderung von Zukunftstechnologien zum Ziel. Demzufolge gibt es auch ausgesprochen attraktive Förderungsangebote für den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug.



Förderung von privaten Ladestationen (Wallboxen)

Ab dem 24.11.2021 werden neben den Elektroautos auch die privaten Ladestationen gefördert

Dazu steht ein 200 Millionen Euro schwerer Fördertopf zur Verfügung. 

Bei der KFW kann eine pauschale Fördersumme von 900 Euro pro Ladepunkt beantragt werden. 

 



Fördermöglichkeiten schnell und einfach prüfen

Unser Kooperationspartner Energielösung hat ein praktisches Hilfsmittel online gestellt. Damit können Sie ganz einfach die Förderung von Elektroautos und Ladestationen prüfen.

Wer kann eine Förderung beantragen:

  • Privatpersonen

  • Freiberuflich Tätige

  • Unternehmen jeder Größe

  • Wohngenossenschaften

  • Stadtwerke

  • Projektgesellschaften

  • Unternehmen der Wohnwirtschaft

  • Agrarbetriebe

  • Juristische Personen



Förderung zum Kauf von Elektro-Kraftfahrzeugen  

Die Anschaffung eines Elektro-PKWs wurde bis dato mit unterschiedlichen Beträgen gefördert. Durch das Konjunktur-Paket sind die Prämien noch einmal deutlich angehoben worden. Die tatsächliche Förderung ist laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle/Elektromobilität vom Listenpreis des Elektro-Fahrzeuges abhängig. Ein Antrag auf die erhöhte Förderprämie ist noch bis zum 31. Dezember 2021 möglich 

Bezuschussung für Fahrzeuge mit einem Listen-Nettopreis bis 40.000 €

  Bundesanteil Herstelleranteil Kaufprämie gesamt
Elektrofahrzeug 6.000 €
(bisher 3.000 €)
3.000 € 9.000 €
(bisher 6.000 €)
PlugIn-Hybrid 4.500 €
(bisher 2.250 €)
2.250 € 6.750 €
(bisher 4.500 €)

Bezuschussung für Fahrzeuge mit einem Listen-Nettopreis über 40.000 €

  Bundesanteil Herstelleranteil Kaufprämie gesamt
Elektrofahrzeug 5.000 €
(bisher 2.500 €)
2.500 € 7.500 €
(bisher 5.000 €)
PlugIn-Hybrid 3.750 €
(bisher 1.875 €)
1.875 € 5.625 €
(bisher 3.750 €)

Entsprechend der aktuellen Informationen zu den Fördersätzen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist auch bei Leasing eine Bezuschussung möglich.



Elektro-Firmenwagen privat nutzen und Steuern sparen

Wer seinen Firmenwagen auch privat nutzt, muss laut Einkommensteuergesetz bei seiner Steuererklärung einen geldwerten Vorteil angeben. Dies ist in der Regel 1% vom Brutto-Listenpreis des Fahrzeugs. Egal, ob das Fahrzeug gekauft, gemietet oder geleast wurde. Zudem muss der tägliche Weg zur Arbeit mit versteuert werden.

Bei einem Fahrzeug im Wert von angenommenen 39.000 Euro sind das stolze 390,- Euro, die monatlich als geldwerter Vorteil berechnet werden. Im Jahr sind das 4.680 €, die auf das zu versteuernde Einkommen aufgeschlagen werden. Bei einem angenommenen Steuersatz von 40% fallen dann 1872,- € Steuern pro Jahr an.

Wenn der Firmenwagen täglich für den Arbeitsweg genutzt wird, fallen noch einmal 0,03% pro Kilometer der einfachen Strecke an. Bei einer Entfernung von 25 Kilometern sind das 11,70 €/km oder 292,50 €, die zusätzlich monatlich besteuert werden. In Summe ergibt das  3510,- € pro Jahr. Wenn auch hier ein Steuersatz von 40% zu Grunde liegt, betragen die Steuern für den Arbeitsweg 1404,- €/Jahr.

Dies ergibt eine Gesamtsteuer von 3.276,- € pro Jahr, die für die private Nutzung des Firmenwagens fällig werden. Wenn der privat genutzte Firmenwagen jedoch ein Elektrofahrzeug ist, dann reduzieren sich die Steuersätze von 1% auf 0,25% und von 0,03% auf 0,015%. Der Steuervorteil gilt für Elektro-Fahzeuge, die nach dem 01.01.2019 gekauft oder erstmalig als Firmenfahrzeug eingesetzt wurden.

Die daraus resultierende Steuerersparnis haben wir in einer Tabelle gegenübergestellt:

1%-Regelung und 0,25%-Regelung im direkten Vergleich

  1% bzw 0.03% - Regelung 0,25% bzw 0.015% - Regelung
Zu versteuernder geldwerter Vorteil
Angenommene Werte:
Fahrzeug-Bruttolistenpreis 39.000 €
Steuersatz 40%
1% von 39.000 € = 390,- €
390 € x 12 Monate = 4.680,- €
40% von 4.680 € = 1.872,- €
0,25% von 39.000 € = 97,50 €
97,50 € x 12 Monate = 1.170,- €
40% von 1.170 € = 468,- €
Versteuerung des Arbeitsweges
bei z.B. 25 km einfacher Strecke
0,03% von 39.000 € = 11,70 €
11,70 x 25 km = 292,50 €
292,50 € x 12 Monate = 3.510,- €
40% von 3510,- € = 1404,- €
0,015% von 39.000 € = 5,85 €
5,85 x 25 km = 146,25 €
146,25 € x 12 Monate = 1.755,- €
40% von 1.755,- € = 702,- €
Gesamte jährliche Steuerlast 1.872,- € + 1.404,- € = 3.276,- € 468,- € + 702,- € = 1.170 €

Im oben genannten Rechenbeispiel werden dann lediglich 1.170,- € statt 3.276,- € an Steuern fällig. Damit die vergünstigte Dienstwagensteuer auch den Käufern von teureren Elektrofahrzeugen zu Gute kommt, wurde die Bemessungsgrenze von 40.000 € auf 60.000 € angehoben.   

PlugIn Hybrid-Fahrzeuge werden nach der 0,5%-Regel besteuert, wenn sie, gemessen nach der WLTP-Norm, nicht mehr als 50g CO2 pro Kilometer ausstoßen oder die rein elektrisch erreichbare Fahrstrecke mindestens 40 km beträgt. Ab dem Jahr 2022 müssen Hbride 60 km schaffen und ab dem Jahr 2025 muss die rein elektrische Fahrtstrecke 80 km betragen.

Ansonsten greift die 1%-Regelung.



Bundesweiter Ausbau der Ladesäulen

Ein großes Manko für die Besitzer von Elektrofahrzeugen war der bis dato schleppende Ausbau der Ladeinfrastruktur. 

Besonders bei Langstreckenfahrten stellte sich immer die Frage, wo die nächste Ladesäule ist und ob diese dann auch frei ist. Auch das soll nun deutlich besser werden. 

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 eine Million Ladepunkte zu errichten. Ein wirklich ambitioniertes Ziel, das aber zwingend notwendig ist, wenn der Umstieg auf eMobility gelingen soll.



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