Landschaftsgestaltung und Details der Modelleisenbahn
Überarbeitet: 16.09.2022 | Lesedauer: 15 Minuten | Autor: Peter Bräutigam
Eine selbstgebaute Modelleisenbahn hat im Grunde zwei wesentliche Aufgaben zu erfüllen. Auf der einen Seite sollen die Züge allerfeinsten Fahrspaß bereiten. Und auf der anderen Seite soll ein gelungener Landschaftsbau die betrachtenden Personen immer faszinieren. Das klingt zunächst recht einfach. Doch bei der Umsetzung ist das selbst für routinierte Modellbahn-Fans stets eine echte Herausforderung. Um die dabei selbstgesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen zu können, ist bereits im Vorfeld ein gewisser Planungsaufwand unumgänglich. Schließlich sollte der vorgesehene Streckenverlauf absolut realitätsgetreu in die zu erstellende Landschaft passen.
Bei der Gestaltung der Geländestrukturen gibt es unterschiedliche Wege, die beim Modellbau zum Ziel führen. Während der Planung der Modellbahnanlage hat man sich ja schon einen groben Plan der Geländestruktur überlegt bzw. ausgearbeitet. Und diese Planung gilt es nun in die Tat umzusetzen und die genauen Konturen bzw. Geländeumrisse der Landschaft aufzubauen.
Klassische Geländebauweise
Spanten und Hintergrund
In der klassischen Bauweise werden Tischlerplatten als tragende Spanten entsprechend der Geländestruktur in Form geschnitten und fest mit dem Unterbau verschraubt.
Besonders an den Anlagenrändern und an etwaigen Trennstellen müssen die Spanten der Geländekonturen besonders stabil und verwindungssteif ausgelegt sein.
Alternativ zu Holzspanten können bei kleineren Anlagen auch Spanten aus hochfester Pappe verwendet werden. Das spart Gewicht und das Material lässt sich sehr leicht mit einem Cuttermesser bearbeiten.
Wichtig: An der Hinterkante der Anlage, die an eine Wand anschließt, muss man sich bezüglich des Konturverlaufes des Geländes auch Gedanken zu Verwendung von Hintergrund-Motiven machen.
Schließlich soll die fertige Landschaft der Modellbahnanlage später optisch nahtlos in das Hintergrundbild übergehen.
Modellieren mit Drahtgeflecht
Auf die Spanten wird mit einem Tacker und Heftklammern oder mit einer Heißklebepistole ein Drahtgeflecht (je nach Maschenweite Kaninchenstall- oder Fliegengitter) aufgebracht. Alternativ dazu kann auch ein spezielles Gelände-Alugewebe verwendet werden.
Das Drahtgeflecht muss straff gespannt montiert werden und ausreichend Stützflächen haben, damit es später keinen unschönen Durchhänger oder Geländekanten gibt, die dann auf der fertigen Anlage extrem unnatürlich aussehen.
Nur wenn ein See geplant ist, muss die erforderliche Vertiefung ausgeformt werden.
Das Drahtgeflecht wird anschließend mit mehreren Lagen Zeitungspapier belegt, das mit Weißleim oder Tapetenkleister getränkt wurde. Für die Ausgestaltung der Oberfläche kann aus Papierschnipsel und Leim Pappmaschee angerührt und als Spachtelmasse benutzt werden.
Gipsgewebe statt Zeitungspapier
Wer beim Modell-Landschaftsbau nicht mit Zeitungspapier arbeiten will, kann auch mit Gipsgewebe arbeiten. Dadurch entsteht eine massivere Oberfläche und der Geländeabschnitt kann später problemlos mit vielen Bohrlöchern für Bäume ausgestattet werden.
Dazu werden die Gipsbinden in Streifen geschnitten, gewässert und nach dem Auflegen auf das Drahtgeflecht von Hand verstrichen. Mit einer abschließenden Lage Spachtelmasse wird der Unterbau zusätzlich stabilisiert und es können die ersten feinen Strukturen herausgeformt werden.
An unzugänglichen Stellen werden die Gipsbinden trocken aufgelegt und mit einem nassen Pinsel verarbeitet.
Konturengestaltung mit Terra-Form
Unter dem Namen „Terra-Form“ bietet die Firma Noch eine interessante Lösung an, um mit wenig Aufwand einen stabilen und leichten Landschaftsunterbau z.B. bei einer "Plattenanlage" zu ermöglichen. Rundhölzer werden mit Hilfe von Kunststoff-Verbindern zu einer stabilen dreidimensionalen Netzstruktur zusammengesetzt. Dabei können auch ohne großen Aufwand ebene Platten für Häuser und Gebäude mit eingebunden werden. Die einzelnen Arbeitsschritte haben wir nachfolgend noch einmal genauer aufgezeigt.
Schaumstoff-Geländebau
Styropor®-Schaumstoffplatten aus dem Baumarkt sind eine richtig gute Alternative zum klassischen Geländebau.
Die Platten lassen sich leicht zuschneiden und mit einfachen Mitteln bearbeiten. Auf Maß zugeschnitten und übereinander verklebt, eignen sich die Platten auch ideal zum Aufbau von Hohlräumen für Tunnelstrecken oder Schattenbahnhöfe.
Mit einer einfachen Holzraspel lassen sich die Platten wunderbar bearbeiten und in jede gewünschte Form bringen.
Bei Bedarf können mit einem Styropor®-Schneider selbst komplexe Strukturen aus den Platten herausgearbeitet werden.
Der Nachteil von Styropor® ist die zum Teil sehr grobe Materialbeschaffenheit, die nach der Bearbeitung mit einer Holzraspel eine glättende Lage aus Spachtelmasse oder Gips benötigt.
Zudem ist das Material sehr druckempfindlich und die Schnipsel laden sich statisch auf. Da sie überall anhaften, erschwert dies die schnelle und einfache Reinigung des Arbeitsbereiches.
Die Alternative aus Styrodur
Styrodur-Schaumstoffplatten sind deutlich feinporiger und auch druckfester als Styropor®. Das Material lässt sich auch mit feinen Feilen und Schleifpapier prima bearbeiten. Eine finale Gips- oder Spachtelschicht kann entfallen.
Viele Modellbau-Fans nutzen bei der Verarbeitung von Schaumstoffplatten Bauschaum als Füll- und Klebemittel. Der Schaum eignet sich aber auch perfekt zur Gestaltung von Geländeübergängen.
Allerdings muss das grobporige Material anschließend mit Gips oder Spachtelmasse versiegelt werden.
Wichtig!
Beim Arbeiten mit Bauschaum ist auf eine gute Durchlüftung des Raumes zu achten, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch die im Bauschaum enthaltenen flüchtigen Stoffe zu vermeiden.
Bevor es an die Begrünung der Modellbahnanlage gehen kann, muss der Materialmix aus Holz, Schaumstoff, Gips, Bauschaum und Spachtelmasse abgedeckt und somit eine einheitliche Oberfläche mit fließenden Übergängen geschaffen werden. Dazu eignet sich Montagespachtel für glatte Strukturen oder bei größeren Anlagen auch Rotbandgips, dem etwas Weißleim untergemischt wird. Zudem kann die Mischung gleich mit den gewünschten Abtönfarben eingefärbt werden.
Wenn die Begrünung später mit Matten erfolgen soll, ist die Vorbehandlung des Untergrundes mit Tiefengrund sinnvoll. Dadurch werden die offenen Poren versiegelt und der Klebstoff für die Matten hält besser.
Wenn beim Landschaftsbau die groben Konturen soweit fertig sind, kann es an die detaillierte Gestaltung gehen.
Berge wirken realistischer, wenn die Grasflächen an den Hängen durch hervorstehende Felsformationen unterbrochen werden.
Die Gestaltung der Felsen geht mit Fels-Spachtelmasse oder auch mit speziellen Fels-Gussformen leicht vonstatten. Felsbrocken oder auch Wände aus Felsgestein lassen sich so schnell und individuell auch in großer Stückzahl realisieren.
Bei der Farbgestaltung ist darauf zu achten, dass die Vertiefungen dunkler und die erhabenen Stellen heller herausgearbeitet werden. Neben der vorhandenen physikalischen Tiefe erhalten die Felsen auch noch eine optische Tiefe, was sie realitätsgetreu erscheinen lässt.
Wichtig bei der Gebirgsgestaltung ist zudem, dass man sich auch die Möglichkeit für die Ausarbeitung eines Wasserlaufs mit Wasserfall oder eines kleinen Sees offen hält.
Auch wenn die vorbildgetreue Gewässergestaltung nicht ganz einfach ist und einiges an Erfahrung voraussetzt, ist ein gelungener Bachlauf, ein Fluss oder ein See immer wieder ein toller Blickfang auf der Anlage.
Werden nur vereinzelt Felsen oder Felswände benötigt, kann man auf fertige Produkte ausweichen. Die feine Struktur ermöglicht eine sehr realitätsnahe Gestaltung einer malerischen Modellbahn-Landschaft. Als Ergänzung können farblich angepasste Natur-Steinchen das Felsumfeld perfektionieren.
Die einfachste Möglichkeit eine vorbildgetreue Straße durch die Modellbahnlandschaft zu führen, sind sogenannte Straßen-Folien oder auch Straßen-Krepp.
Die Straßenbau-Materialien gibt es für unterschiedliche Maßstäbe und sie können je nach Straßenverlauf und Bedarf individuell zugeschnitten, angepasst und angestückelt werden.
Mit Straßenmarkierungen, Leitplanken, Leitpfosten und Verkehrszeichen wird die Straße später perfekt ausgeschmückt.
Innerhalb der Ortschaften kann man die Straßen prima in Plätze einmünden lassen, die leicht mit Hilfe von Kopfsteinpflaster-Platten gestaltet werden.
Übrigens: Reifenabrieb, die eine oder andere Bremsspur und natürlich Verschmutzungen, die ein Traktor vom Feldweg mit auf die Straße gebracht hat, lassen das Ergebnis beim Landschaftsbau noch realistischer aussehen.
Wenn es darum geht, landwirtschaftliche Nutzflächen wie Wiesen, Äcker und Felder so schnell wie möglich vorbildgetreu zu gestalten, sind Geländematten die perfekte Lösung. Die Matten lassen sich leicht auf die benötigte Größe zuschneiden und passen sich flexibel dem Untergrund an, auf dem sie verklebt werden.
Für kleinere Flächen und für die Ausarbeitung von Übergängen eignen sich Beflockungs- und Streumaterialien, die auch als Flockage und Foliage bezeichnet werden. Dank der unterschiedlichen Formen und Ausprägungen können Sie Ihren individuellen Vorlieben beim Landschaftsbau in Miniatur freien Lauf lassen.
Grasmaster - die clevere Lösung
Um Grasmaterial mit unterschiedlichen Halmlängen auf der Modelleisenbahn-Landschaft anbringen zu können, bietet die Firma Noch einen Gras-Master an. Mit Hilfe dieses Gerätes wird das Streugras elektrostatisch aufgeladen und richtet sich beim Aufstreuen auf den Grasleim vorbildgetreu aus.
Das bedeutet: Die „Grashalme liegen nicht flach auf dem Untergrund, sondern stehen lediglich mit einer Spitze im Leim. Die andere Seite des Grashalms ist naturgetreu nach oben ausgerichtet." Nach dem Austrocknen des Leims wird das nicht am Untergrund klebende Material einfach abgesaugt.
Unser Praxistipp: Gras absaugen
Wenn Sie beim Absaugen ein feines Sieb oder ein Stück einer Nylonstrumpfhose vor das Staubsaugerrohr halten, können Sie das überschüssige Streumaterial, das nicht fest mit dem Untergrund verklebt ist, problemlos auffangen und später wieder verwenden.
Wasser erweckt die Landschaft auf der Modellbahnanlage zum Leben. Aber nur, wenn es richtig gestaltet wurde. Doch mit ein paar Kniffen, den richtigen Produkten und etwas Erfahrung ist diese Hürde leicht zu nehmen. Bei der Wassergestaltung gibt es beim Geländebau zwei Varianten:
Bei einem stehenden Gewässer muss bereits bei der Geländegestaltung eine Vertiefung im Gelände vorgesehen werden. Diese Vertiefung muss soweit dicht sein, damit später das gelartige Modellwasser nicht durch Spalten und Risse ablaufen kann.
Montagespachtel eignet sich recht gut zum Abdichten der Wanne.
Nach dem Spachteln wird der See farblich gestaltet. Im Randbereich kommen die Farben Braun und Grün zum Einsatz und die tiefen Stellen weisen ein dunkles Blau auf.
Die Farben müssen Nass in Nass verarbeitet werden, um fließende Farbübergänge zu erhalten. Wenn die Farben trocken sind, werden Schilf und andere Pflanzen, die später „im Wasser“ stehen sollen, im Uferbereich mit Heißkleber angeklebt.
Nun kann das künstliche Modellbahnwasser angerührt und in den See gegossen werden. Mit einem Pinsel wird das Wassergel anschließend bis in die letzten Winkel des Sees verteilt.
Nach dem Aushärten der Masse können auf dem Wasser Seerosen und Grasbüschel am Ufer angebracht werden.
Fließendes Gewässer
Die Vorbereitung mit der Erstellung eines Bachbettes erfolgt nach demselben Schema wie beim stehenden Gewässer. Allerdings sollte der Untergrund nun wellig und uneben sein und Felsbrocken dürfen im Bachlauf liegen. Zudem säumen Geröll und Steine das Ufer. Mit etwas weißer Farbe und einem Borstenpinsel werden die Erhöhungen im Bachbett im „Granierverfahren“ aufgehellt, um die Wellenstruktur hervorzuheben.
Wichtig:
Da im nächsten Arbeitsschritt mit heißen Water-Drops® gearbeitet wird, muss der Untergrund hitzebeständig sein und es sind Hitzeschutzhandschuhe erforderlich.
In einer leeren Konservendose werden die Water-Drops® auf einer alten Herdplatte oder im Backofen erhitzt und dann in das vorbereitete Bachbett gegossen.
Steine, die später aus dem Wasser herausragen sollen, dürfen dabei nicht übergossen werden.
Mit einem Haartrockner oder einer Heißluftpistole wird die Oberfläche der Water-Drops® wieder verflüssigt, sodass mit einem kleinen Holz das Wasser im ganzen Bachbett verteilt und eine Wellenstruktur herausgearbeitet werden kann.
In die noch heiße Masse kann bei Bedarf auch ein kleines Boot oder ein Kajak eingesetzt werden.
Mit dem milchig weiß bis transparent austrocknenden Produkt "Wassereffekte" der Firma Noch kann der Welleneffekt durch das Nachbilden der Gischt an Stromschnellen, an umspülten Steinen und sonstigen Hindernissen im Wasser noch deutlich verbessert werden.
Wasserfall gestalten
Wenn ein Bach auf der Modellbahnanlage gestaltet wird, ist ein kleiner Wasserfall ein absolutes "Muss". Besonders dann, wenn der Bachlauf im Gebirge entspringt. Mit dem richtigen Trick lassen sich auch Wasserfälle wunderbar gestalten.
Tragen Sie dazu die Wassereffekte auf eine Backfolie auf und strukturieren Sie die Masse mit einem Pinsel ganz nach Ihren Vorstellungen. Nachdem die Masse ausgehärtet ist, kann sie von der Folie abgezogen und im Bachlauf angebracht werden.
Nadel- oder Laubwald:
Wichtig beim Setzen von Nadel- oder Laubbäumen ist, dass die Bäume nicht vereinzelt und in großen Abständen in der Landschaft stehen.
Wer keinen kompletten Wald aufbauen möchte, sollte die Bäume zumindest gruppenweise anordnen. Das wirkt natürlicher.
Obstbäume:
Obstbäume hingegen kann man einzeln in einen Garten stellen oder mehrere Bäume wie in einer Allee in regelmäßigen Abständen entlang einer Landstraße oder eines Feldwegs verteilen.
Hecken:
Beim Einsatz von Hecken sollte man eher spärlich vorgehen. Denn wenn jede Schrebergarten-Parzelle oder jedes Wohnhaus die gleiche Hecke hat, wirkt der Modellbahnabschnitt eher monoton und langweilig. Hier sollte man mit unterschiedlichen Zäunen oder Gartenmauern Wert auf Abwechslung legen.
Büsche:
Der Einsatz von Büschen sollte sich ebenfalls an die Natur anlehnen. Dort sind Büsche meist an Wald- oder Wegrändern sowie an Gelände-Übergängen zu finden. Und auch für die Modell-Landschaft gilt: Büsche lieber in Gruppen setzen als komplett alleine und verloren auf weiter Flur.
Grasbüschel:
Zudem lassen sich mit kleinen Büscheln ideal die Übergänge von Wiesen, Wegen und Straßen kaschieren. Entlang von Zäunen und Mauern sind ebenfalls oft kleine Büschel von Gras oder Pflanzen zu finden.
Jahreszeit beachten
Bei der Auswahl von Büschen und Bäumen oder bei der Beflockung und der Begrünung von Baumrohlingen sollte man immer die angestrebte Jahreszeit beachten. In der Natur wird nie ein Baum oder Busch mit frischem Frühlingsgrün neben einem Baum in den schillerndsten Herbstfarben stehen. Das sollte auch auf Modellbahn-Anlagen so sein.
Was allerdings auch in der Modell-Landschaft absolut realistisch wirkt, sind unterschiedliche Klimazonen auf der Modellbahnanlage. Während die Bäume im Tal noch im satten Grün stehen, haben die Laubbäume oben auf den Berghängen bereits viele bunte Blätter, die zum Teil schon auf den Boden gefallen sind. Übrigens: Auch wenn die Hersteller immer neue Baumaterialien als Zubehör anbieten, kann man sich durchaus in der Natur bedienen. Kleine Steinchen, Wurzeln oder Rindenstückchen, die überall zu finden sind, lassen sich prima in die Modelleisenbahn-Landschaft integrieren.
Wenn das Modellbahngelände soweit gestaltet und ausgeschmückt wurde, kann die Anlage nun mit Häusern, Fahrzeugen und Figuren, die im passenden Maßstab gefertigt sind, komplettiert werden.
Während dieses Arbeitsschrittes werden dann gleich noch die Elektronik-Komponenten für die Anlagen-Steuerung und die Beleuchtung montiert und verdrahtet.
Selbst wenn für unbedarfte Personen die Modellbahnanlage dann fertig erscheint, kann man bei einer Modellbahnanlage nie von Fertigstellung sprechen. Denn eingefleischte Modellbahn-Enthusiasten finden an ihrer Anlage immer etwas, das sie an ihrer gestalteten Miniaturwelt noch verbessern, komplettieren oder optimieren möchten.